Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1917-03-01
- Page
- Seite 40 (sequence 12)
- Language
- German
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Kongrt ßmann S i e g e 1 die Brüder zur sofortigen Gründung eines jüdischen Jugendbimdes amf, „welcher der Hauptstadt zur Ehre gereichen wird " Br. Simon Wolf hielt eine gäozende Rede, nachdem ihn der Leiter, Br. J acob Singer, mit den Worten1 vorgestern halte: „Heut abend steht ein Mann vor uns, den ich unbedenklich und ohne die Befürchtung, auf pruch zu sti Ben, als den hervorragendsten er für unsere gute jüdische Sache, den Amegehabt hat, bezeichnen möchte." i Novum auf dem Gebiete des Logenlebens stellt -eier in der Jordan Loge zu New York dar: sie führte nämlich den neugewählten Beamtenkö-per des — „Fiauenvereiri der Jordan- Lr ge" .im Beisein von Abordnungen der Schwesterlogen ein! j In sehr dankr.eswerter Wette hat sich die Loge zu Worcester (Massattusem) im Schulwesen der' Stadt beiäi gt, indem s'ie zim Besten der . Jüdischen Freischu4" einen Ball veranstaltete. Das Feit, welches der Oberbürgermeister und andere angesehene Bürger der Stadt mit ihrem Besuche beehrten-; 500 Personen waren anwesend—ergab einen Ueberschuß von 4000 Mark. Daß die amerikanischen Juden Verständnis und offene Hand für die kulturellen Aufgaben des Judentums haben, beweist ferner die großartige neue Bibelübersetzung, welche die »Gesellschaft zur Heransgabe jüdischer Schriften" soeben veröffentlichte und zunächst ihren Mitgliedern zustellte Wie bereits berichtet, haben die Logen zu St Paul und Minneapolis für die Studenten der Universität des Staates Minnesota Preise auagesetzt. J#ci geben sie das Thema der Preisaufgabe bekannt: „Die Judenfrage und ihre Lösung." Vier neue Logen wurden in der Berichtszeit installiert. Br. Professor Dr. Eugen Wölbe Musketier Ras -Inf.-Reg. 93, Ers.-B«L, 4. Komp. Montefiere-Loge zu Berlin. ins dem Utitiir.de Ccr ricueriiereinisiinsen der U.U. Losen Atikal una Barietita aus aam faraarda. aithaa umar ¥arm tmonuag äar Mlrni titr H*nrtal»r,t*te aar Snfhf»; Manuskripte für £irset*u*g»n. die unter dieser Hu'erik eraehema/i »eilen, werden jtäo+h zuvor an die I Frau J u I e S ■ / ■ r g t r Dras—n-A teeeltberje'-etr. 29, ereetem. Die Tagung des jfidischen Frauenbundes. F ir den 28. Januar hatte der jüd. Frauenbund, dem auch der Logttinauenverband angehört, seine Mitglied :r nach dem Verwaltungsgebäude der jüdischen Gemeinde zu Berlin eingeladen, um trotz des Krieges den; Zusammenhang unter seinen Mitgliedern aufrecht zu ei halten und seine wichtigen Arbeiten weiter ausbauen zu können. Eine stattliche Anzahl von Frauen aus illen Teilen Deutschlands war dem Ruf gefolgt und -er dicht gefüllte Sitzungssaal bot fast eine Illustration zu dem Ausspruch der zweiten Vorsitzenden Frl. Si d )nle Wernir-rlam bürg in ihrer Eröffnungansprache, daß sich im Bunde die bewußt jüdisch :n, sozial arbeitenden Frauen zusammengefunden habei. Wenn auch, führte Frl. Werner wei'er aus, der Wert der sozialen Frauenarbeit gerade in heutiger schwerer Zeit allgemein anerkannt wird, so bleibt den Frauen noch viel zu tun übrig, um auf allen Wegen freie Bahn zu erhalten. Auch die geistigen Gheitomauern müssen noch fallen. Hauptaufgabe für die frrauen bleibt die Einflußnahme auf die Jugend, denr diese, als unsere Zukunft, wird das vollenden was vir heute erstreben. Die Geschäfts- und Kassenberichte, von den Damen May und F r a n k 1 - B e r- I i n erstattet, zeigten, wie ernst und tüchtig im Bunde gearbeitet wurde. Interkonfessionel im Nationalen Frauendienst mit seinen manigfachen Aufgaben, als warmherzige jüdische Frauen im Auftrag jüdischer Korparationen an dem Wiederaufbau des jüdischen Gemeindelebens in den zerstörten ostpreußischen Sädten und bei der Vorarbeit für die kulturellen Auf- I w l L - \" gaben, die an der jüdischen Bevölkerung Polens zu leisten sein wird. De gleiche tüchtige und unermüdliche Arbeitsfreudigkeit ergab sich aus den Berichten der Ortsgruppen und Kommissionen. Wir hörten'von segensreich wirkenden Arbeittrinnenheimen, Mädchenklubs, Kleinkinder- und Jugendheimen und Kinderlesehallen, von Bahnhofsmission und Flüchtlingshilfe. Auslührlich wurde über die Auskunftstelle des jüdischen Frauenbundes, welche durch Personalunion dem Kartell der jüdischen Arbeitsnachweise eng angegliedert ist, durch Fr. M e y e r—B e r 1 i n und über das Heim des Bundes in Neu—Isenburg durch Fr. Forchhamme r—F r a n k f u r t a. M. berichtet Die Ausführungen der Letzteren bewiesen die dringende Notwendigkeit der Errichtung eines dritten Hauses