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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-03-01 · Nr. 3 - März · p. Seite 35

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 3 - März
Date
1917-03-01
Page
Seite 35 (sequence 7)
Language
German
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die Nationaljuden, welche innerhalb Polens :ine eigene jüdisch e Kultur pflegen, die jiddische Drache nicht nur als Umgangssprache, sondern auch als Unterrichtssprache in Ihren schulen, niederen wie höheren, erhallen wollen, jie Zionisten, welche dieselben Ziele verfolgen rie die Zionisten aller anderen Länder, 4. die Chassidim, deren Qottesdienst mit seiner erhebenden Andacht und Inbrunst auf unsere freidenirenden Brüder einen ganz besonderen - Eindruck gemacht haben, „ 5. die Litwaken, das sind die. polnischen Juden, welche aus Rußland in Polen eingewandert sind und für Rußland schwä-men, sodaß sie die russische Kultur mit keiner anderen vertauschen wollen. Licht und Schatten gleichmäßig verteilend, ließ Br. Haas jeder einzelnen Kategorie der in Polen lebenden Juden Gerechtigkeit widerfahren. Sein bewundernswertes Verständnis für die religioien Bedürfnisse derselben läßt uns ahnen, daß er der Vater des neuen polnischen Judengesetzes ist, eines Gesetzes, um welches die preußischen Juden ihre polnischen Olaubensbtüder beneiden können. Aber nicht hur in religiöser, sondern auch in sozialer Beziehung ist Br. Haas den Bedrängten ein Anwalt, ein wahrer Meliz jauscher geworden. Auf seine Anregung hat die! Großloge mit einem Betrag von Mark 20000.— eine Darlehnskassein Warschau begründet, durch die viele Existenzen aufgerichtet und erhalten werden. — Diese seine Schöpfung mit reichlicheren Mitteln auszustatten, damit sie ihren Wirkungskreis immer mehr vergrößern kann, ist Br. Haas unermüdlich tätig. In der Carl-Friedrich-Loge (Karlsruhe) haben ihm die Btüder nach einem Vortrage einen namhaften Betrag für die Darlehnsktsse zur Verfügung gestellt. Er richtete daher auch an die hiesigen Brüder und Schwestern die herzliche Bitte, ihm bei diesem Werke de i wahren Wohltun* mitzuhelfen. Br. Großprä - ident Timendorfer unterstützte in eir em warmen Nachworte den Appell des Br. Haas und bemerkte, daß die Großioge sich zwar mit einem Aufruf an die einzelnen Logen gewandt habe, daß er sich aber mehr verspreche, wenn die einzeihen Brüder ihr Interesse dieser neuen Qro ß logen einriebtu: ig zuwenden würden. Sicherlich dürften sie hierbei von ihren Frauen, den Logenschwestern, unterstützt werden. Unsere Logenschwestern würden sich g( rn in dieser schweren Zeit ein bescheideneres Oe burtstagsgrschenk gefallen lassen und ihre Gatten ermächtigen, einen entsprechenden. Betrag der Darlehnskasse zuzuführen. Der Vortrag, des Br. Haas und das liebevolle Eintreten für die Dariehnskasse hat einen überaus günstigen Eindruck auf die Zuhörer gemacht. Dieser hervorragende Bruder verdient es, -daß wir seinem Appell Folge leisten, um ihn auf diese Weise zu ehren. Helfen wir alle ihm bei! der Ausführung seines sozialen Werkes, jeder nach seinen Kräften!*) (St-I) ■ •' * * . '•■ ] •i'i ■v*T(' *. •! Weber die Tätigkeit der Dariehnskasse in Warschau siehe auch den Artikel von Br. Münz in der Februar- Nummer 1917, S. 24. I i I * ■' M' 1 hl. i f Aus dem Bericht des prot. Sekretärs Br. Martin Ucko über die Tätigkeit der Humanitas-Loge- Gleiwitz, im Jahre 1916. 1 Das Logenleben litt schon insofern durch den Krieg, als das Logenheim durch seine Verwendung für Lazarettzwecke nicht zur Verfügung stand. Man half sich mit vereinzelten Sitzungen m besonderen Zimmern durch. Dazu kam,daß ständig mehrBtüder zum Heeresdienst eingezogen wurden. Der w. Piäsident Br. August Münzer verstind es durch Logenbeschluß die Noüage der Hotelgesellschaft, der. die Sorge j für die Legenräume oblag, und auch der Loge, die m Mitleidenschaft gezogen war, zu beheben, indem er eine Sammlung aus freiwilligen Gaben veranstaltete, die den ansehnlichen Betrag von zirka II 000 Mark ergab. Nachdem inzwischen'die Logenräume seitens der Lazarett-Verwaltung freigegeben worden waren, konnte" zur Freude aller Beteiligten am 10 Oktober 1916 mit den ' Sitzungen in den gewohnten Räumen wieder begonnen werden. Verschiedene wohltätige Anstalten wurden unterstützt, die jüdischen Anrien auf Grund einer von Br. Arthur Freund veranstalteten Sammlung mit 485 Markbedacht Dem Verlust von 3 Brüdern durch Tod steht ein Zugang von 3 neuen Brüder» gegenüber. Eine Trauerfeier zu Ehren der während der Kriegszeit dahingeschiedenen Brüder vereinigte - die Mitglieder der Loge Die Feier nahm insbesondere durch die I L/Vl *) Spenden nimmt mit Dank entgegen : Oroßloge für Deutschland VIII. U.O.B.B. 'Postscheck: 163». j - .. y v

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