Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-03-01 · Nr. 3 - März · p. Seite 36

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 3 - März
Date
1917-03-01
Page
Seite 36 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4864325-6029093-6074389--2180-4866277
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

rauerrede des Expris. Br. Max Kleczewski und den Gesang des Br. Willi Fleischer einen wfirdeyollen Verlauf. Für die geistigen Interessen wurde Vorsorge getroffen, indem Herr Rabbiner Dr. Ocbs veranlaßt warde, einen Cyklus ven Vorträgen in kurzwöchent- I eben Zwischenräumen abzuhalten. •. j, - Aach dar Schwesternbund der Humanitas- Loge hat erfreulicherweise seine Tätigkeit* wieder aufj;enommen. In einer der geselligen Zusammenkünfte trug Frl. Edith Breslauer-Breslau eigene Dichtungen \ or, die ungeteilten Beifall fanden. Der Witwen- und Waisenfond wurde durch Spenden einer Reihe von Brüdern gekräftigt. Die Liste der eingezogenen Brüder, Söhne und Schwiegersöhne von Brüdern weist eine stattliche F eihe von Namen auf. j Die Tachter unseres Bruders Rund, Frl. Käthe I und, betätigt sich als Jiilfsscnwester -in einem Bayr sehen Feldlazarett im Westen. J öftere Sendungen von Liebesgaben an die Front ei halten den dankbar anerkannten Zusammenhang mit da- Heimat. [ ESn Ausschutt von vier Brüdern unterstützt die zurückgebliebenen Frauen unserer Brüder mit Rat und fr iL I . .'" Der Mitgliederbestand der Lage betrug am 31, Eezember 1916 97 Brüder, die Sitzungen waren durchs< hnittlich von 25 Brüdern besucht. 1 I ' i I •[• . . - 1 *- - " . * * ' f 1-- I *' ■ \*&- ' ii» r Die Lestirgloge-Breslau entfaltet — wie wir bereits n ehr fach in der angenehmen Lage waren anzuerkennen — grade in der Kriegszeit eine rege und n itzbringende Tätigkeit. Die Verdienste des Br. Präsidenten Fiscbier wie des Vizepräsidenten Br» Max Aichner rechtfertigen hierbei eine besondere Hervorhebung. Die Sitzungen sind gut besucht, neue Pläne werden erwogen und ausgeführt, ein ansehnlicher tV i giiederzuwachs ist zu verzeichnen. Einer der Brüder, Br. Dr. Ldwig Cohn, besuchte kirzlich die Moravia-Loge in brünn und fand daselbst eire ai (krordertlich warme Aufnahme, Br. Ludwig Cohn ist mit 8 Jahren völlig erblindet, bat trotzdem efes G)trrasitm und akademische Studien absolvier^ feiscrälligt sich mit Unterricht in Literatur- und Kunstgeschichte und entfaltet während des Krieget. eine at ßerordentlich segensreiche Tätigkeit in der Berufseiniger Zeit trotz der gegen ihn gerichteten antisemitischen Umtriebe behördlich angestellt und auf Ersuchen des ungarischen und österreichischen Kriegsministeriums in Budapest, Wien und Brünn gewesen, um die dor tigen Militär- und Zivilbehörden in der Blindenfürsorge anzuleiten. Zu seinem in Brünn gehaltenen. Vortrag erschien eigens aus Wien der österreichische Krjegsminister.g Fünfundzwanzig Brüder der Lessingloge stehen im Felde. Um ihn ex den Zusammenhang mit der Loge zu erhalten, gehen ihnen von Zeit zu Zeit Berichte über die Lagentätigkeit zu. Der Verfasser des letzten Berichts ist Br. Aschner, der sich zu Beginn seiner Ausführungen auf den Bericht stützt, den Br. Präsident Fabisn am Schluß seiner Amtstätigkeit (April 1916 erstattet hat. Sic be atung für blmdgewcrdene Soldaten. '}.'.'. Er ist seit - 35 Die Loge hat im Termin 1915 16 35 Sitzungen mit einer durchsehittlichen Präsmz von 85 Brüdern abhalten können. Fast in jader Versammlung wurde ein Referat gehalten. Vier neue Brüder sind eingeführt worden, sodaß 433 Mitglieder in den neuen Termin übernommen wurden. Die ganze Tätigkeit der Loge hat im Zeichen des Krieges gestanden, kein Bruder aber hat sich an die Loge um «pekuniäre Unterstützung zu wenden brauchen. - Der Zuwachs des Stiftungsvtrmögens betrug 11 460 Mark. Für Wohltätigkeitrzwecke warde 1 insgesamt 22 000 Mark aulgegeben. Die Leistungen auf geistigem Gebiete weisen eine große Reihe belehrender Vorträge auf. Am 18. November 1915 wurde eine gemeinsame Trauerloge für 9 in der Barichtszeit dahingeschiedene Brüder abgehalten. Als bemerkenswert heben wir hervor, daß am 4 November 1915 eine offene Loge mit Damen stattfand, in der Br. Juatizrat Joü über das Thema „Soziale und geistige Tätigkeit im Ordea und unserer Loge" sprach. Hierbei wirkte al» Karreferentin neben einem Bruder (Expr. Br. Jusflzrat Kcmpner) auch eine Schwester: Frau Direktor Fabisn. Am 27. Januar 1916 am Geburlstage des Kaisers wurde unter Einführung ven 5 neuen Brüdern das Stiftungsfest gefeiert. Br. Direktor Fabian gedachte des Kaisers, Br. Vizepräsident Aschner sprach über: .Moses Mendelsohn und seine Beziehungen zu Lessing." Bei der Feier konnten 16 noch lebende Mitbegründer der Loge begrüßt werden. Unter der Präsidentschaft des Br. Fischler wurden weiterhin 7 neue Brüder aufgenommen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.