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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-03-01 · Nr. 3 - März · p. Seite 33

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 3 - März
Date
1917-03-01
Page
Seite 33 (sequence 5)
Language
German
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(»I stellten, die als Kriegsbeschädigte zurückkehren, in Ihr Oeschft oder ihrsn Betrieb wieder aufzunehmen und ihnen nach den jetzig»* Fähigkeiten eine passende Bescbätigung zuzuweisen. Unsere Rabbiner «ad unsere WohliaJirmorganisationen werden den sctäftsinhsbern das Gewissen schärfen müssen sie daran erinnern, daß sie den zurückgekehrten Kriegsbeschädigten zu großem Dank verpflichtet sind, da diase, die mit gesunden Gliedern .. in Jen Krieg ausgezogen und beschädigt zurückgekehrt s nd. und und ihr Bhr auch~füOsie, 'die" Fabukbfsitzer, Oescbäfts. inbf bei und ihre Angehörigen vergossen haben.*) Durch eine Wiede rauf nähme der Kriegsteilnehmer .in die allen Betriebe werden die betreffenden Chefs nickt bloß eine sitdiebe menschliche PiHcbt erfüllen, sondern auch im Geiste der jüdischen Lahre J^andeln und dem Vaterlande Nutzen bringen; denn der Organismus des Staatsgtnzen kann nur dann gesund Gedanken über Ursachen und Bekämpfung der Mischehen. wenn jedes einzelne lndividium wirtschaflbleiben lieh gekräftigt ist t'r.^v ■■ ■; Von Br. Sanilätsrat Dr. Steinthal Di: überaus große Zahl der Mischehen im ersten Krieg ijabr 1914, welche jetzt alle jüdischen Soziologen btscräfiigt und mit Besorgnis erfüllt, bat nach ■ einer Abs cht eine tieftraurige soziale Ursache, die einmal bloßgelegt werden muß, wenn eine Aeaderung eintreten soll. Auch vor 'dem Krieg nahm die Zahl der jüdischj ehr stachen Mscheberi beständig zu; immer ist die Zahl] der jüd sehen Männer, welche christliche Mädchen heiraten, bei weitem*größer als das umgekehrte Verhältnis. Leider fehlt noch eine Baru'sstatistik der jüdischen Mänaer, welche christliche Mädchen heiraten. Eine solche würde zweifellos ergeben, daß es in großer Anzahl junge angestellte Kaufleute sind, welche die Mischehe eingeben. Wenn man die Entstebungswe:se der Mischehen betiichtet, so ist ts einleuchtend, daß, mit Zeltringsanke-ln ird großen Abhandlungen in Zeitschriften das Üebel nicht ausnirotten ist. Helfen kann hier nur eine systematische Erziehung der Jugend, nachdem sie die Schule verlassen hat, und die Nach einer Zeitungsnotiz, die ich kurz vor der Drubklegvng meines Artikels gelesen habe, verlangen dl« Ben fsveraände der Angestellten nach dem Beispiel der KaiserI. Verordnung in Oesterreich eine o b I i « a t oris :he Regelung der Frage der Wiedeninstellurj; der aas dem Kriege heimkehrenden Privatbeamten durch das Qesetz. Der Ausschuß des Deutschen Handelst; ges, der sich ebenfalls mit dieser Frage befaßt .hatte, hat eine Erklärung dahin abgegeben, d»ß er es als eine Ehrenpflicht des deutschen Kaufmannstandes betrachte, die im Hauptaufgabe muß hier unseren jüd:sehen Jugendvereinen zufallen, welcher Richtung st« auch sonst angehören. Diese Jugendvereine müß'en allerdings von den übrigen Irsitutionen ganz anders unterstützt werden, a>9 dies bisher geschah. Vor allem müßten die Lebrherren jldischen Glaubens von der Notwendigkeit überzeugt werden, daß sie sich um die Lehrlinge, falls diese nicht Elten am Ort haben, auch in ethischer 'Beziehung zn kümmrrn verpflichtet s nd. Sie nüßen dafür sorgen, daß jnder jüdische Angestellte Jn einen jüdischen Ji gendverein eintritt; ebenso mül en die jüdischen Eltern in den großen Städten aaf Cen Segen dieser Vereine birgewiesen werden. Auch uasere Rabbiner müßten sich dieser Aufgabe widmen: das wäre eine Seelsorge zur rechten Zeit, in der noch Schaden verhütet werden kann. . j - , , Freilich werden die Jugcndvereine ihren Zweck nicht erfüllen, wenn sie an einem Abend in der Woche oder selbst an zwei Abenden eine Sitzung mit einem Vortrag haben. Vielmehr muß in jeder " ' ' Felde stehenden Angestellten nach ihrer Rückkehr, soweit dies irgend n öglich sei, wieder einzustellen; er empfehle den Handelt karr mern, in diesem Sinneauf j I re Bezirkseingessenen einzuwirken.. Das Kefcbsamt des Innern, 'das vor kurzem ein diesbezügliches Schreiben an den deutschen Handelstag im Namen des Reichskanzlers gerichtet "hat, scheint sich mit der ab gegebenen Erklärung riebt znrrirden zu geben.— Mir »üideeine f r e i w i I 1 ig e Wicdeieir.sttilurg der heimgekehrten Arbeitnehmer besser zusagen als eine durch das Oesetz erzwungene. — 33 -

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