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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. Seite 21

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1917-02-01
Page
Seite 21 (sequence 9)
Language
German
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nach halten •eraitism die aurt es ihnen es uns s Auch auf die Antisemiten gehabt haben würde, durfte sieht .mitsprechen. Wir dürften nur das tun, was wir selbst unseren eigenen Empfindungen für richtig gleichgültig, was die anderen dazu sagen. In der D mkschrift der' Viadrina", jener ersten studentischen \ 'erbindun«, die den Kampf gegen den Antiins vor 30Jahren eröffnete, stehen die W <rte, beute noch zutreffend sind: „Wir werden niemals recht machen, darum wollen wir i e I b s t recht machen." Br. B a u m a n n verm ßt eine öffentliche Verwahr mg gegenüber "der schweren Et- und Rechtster; ittkung, die den Juden angetan sei. Die Großl>gf müßte sich noch Jetzt mit den anderen jüdischen Organisationen in Verbindung setzen, um das Vermißte nachzuholen, Er sleity in Verbindung mit den Brüdern Apfel, Goldschmidt, und Liebbold folgende 1 Antrag: . „D e Uroßloge möge sieb mit dm snderen großen jüdischen Organisationen ins Benehmen setzen zwecks H rbeitü irung eine« öffentlichen Protestes gegen die im Kriege zu Tage getretenen Rechts- und Ehrverlctzungcn der deutschen Juden." Auch Br. Apfel hält es nicht für wünschenswert, daß eine „Beruhigung" eintrete. Es sage ihm auch nicht zu, daß der Artikel des Br. Dr. Nathan über „Patriotismus und Antisemitismui", der den BrüJem in der Sitzung vorgelegt sei, in dioem Sinne gehalten sei. Er habe die Absicht, In einem besonderen Artikel sich dagegen zu wenden. f Im Gegensatz zu den letzten Rednern erklärt Br. bis» er, d ß er mit den Schritten des Vorstandes des Verbandes der Deutschen Juden und des Zcniralverei s m d auch mit ihrer Begrenzung vollkommen einverstanden bei. Er wünsche, daß eine Beruhigung eintrete; auch dürfe man mit den freiwilligen Leistungen in keiner Weise nachla»sen, um nachher auf die Unverkürztheit unserer Leistungen hinweisen zu können. L f. Der folgende Redner Br. H e i n e m a n n itt nicht einverstanden mit drm Vorgehen wie Br., usser, jedoch Sollte man nunmehr, nachdem die Dinge nun amal stünden wie sie stehen, die S atisuk unterstützen, damit man uns später nicht vorwerfen könnte, wir hä.ten Grund gehabt, sie zu scheuen. Br August wendet sich auch gegen den zweiten Erlaß, dessen Form höchst bemängeinswert sei. Br. H i r s c h hä.te den Protest anfangs für richtig gehalten, jetzt sei es zu spät. —?i Br. Time ii dorfer fragt Br. Horw'tz, Ob er glaube, bei dem Vorstande des Verbandes der Deutschen Juden mit Ausucht auf Erfolg noch jetzt einen öffentlichen Protest anregen zu können. I Br. Herwitz antwortet, daß er umso weniger in der Lage sei, eine derartige Zusage abgeben zu können, al« er selber der Meinung sei, daß ein derartiger Schritt schädlich sei und d e Wirkung der unternommenen Schritte aufheben könnte. So erfreulich die feurige Begeisterung sei, mit dirr Br. üoldichmidt für seine Anschauungen eingetreten sei, so seien doch er und die Herren des Vorstandes diejenigen, die die Verantwortung zu trage 1 hätten. Br Goldschmidt bemerkt noch, daßauo auf Seiten der Antragsteller eines ö'fentiicnen Protestes reifliche Ueberlrgung vorhanden sei Das natürliche Oeiünl jrdoch gegenüber einer öffentlichen Kränkung in der Öffentlichkeit nicht zu schweigen, sei nicht zu seinem Rechte gekommen. Der Antrag des Br. Bau Mann wird mit den Summen der Antragsteller abgelehnt. Der Gn ßpräsident dankt dem Br Horwitz aufs herzlichste für seine Ausführungen, zugleich auch für die freundliche Absicht, in den Berliner Logen bezw in den Nachbarlogen über den berührten Gegenstand sprechen zu wollen '•.■>[.•■.' Br. Alexander-Ka-z referiert über die der OroßlÖge erteilte Eroiächlrgiii g für die eicha tuog von Bekleidui g und Wäsche für die jüdischen Krankenschwestern und das sonstige weibliche Personal des Mutterhauses der Station Berlin und außerhalb Berlins sowie derjenigen Schwestrrn zu sorgen, die den der Großloge sieh anschließenden Vereinigungen' als jüdische Kranken!chwettern angehören. Damit ist anerkannt, daß die Großloge bei ihrer Krarikrnschwesiernsacrie nicht bloß lokale, sondern ge*isseimau n ettc allgemeine deutsche beuemung haOe. Der heierent hält es nicht iür zweckmäßig, daß öie Gr* ßtoge sich mit dem Verband der; Deutschen Ve-eme jüdisch* r Krankenpflegerinnen in Verbindung setze, man solle runig alein vorgehen. i * * \ ']'/''■"•■* ' * - , 'f Br. Time n dorfer bittet jeiich, disse'Frage noch einmal im Gescltä'tsaiHscriijß zubehandeln, womit sich der Referent einverstanden erklärt. ' . j Br. L i e b b o I d gibt seiner Freute üoer de* Inhalt des Referates von Br. Alexander Katz und der Genugtuung Ausdruck,, daß wir die' Stellung errangt n hätten , d^ie wir'jetzt inne haben. Urber die Frage der Arbeitsgelegenheit Iür ost jüdische Arbeiter liegen ausiü .ritche Referate der " . - . .' r. ' .

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