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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. Seite 20

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1917-02-01
Page
Seite 20 (sequence 8)
Language
German
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•dien Gemeinschaft, die nach so viel Leistungen an Out und Blut aufs tiefste empört sei, zum Ausdruck gebracht Der Erlaß des Kriegsmitiisters habe folgende geschieh te: Seit L. i; Mitteilungen gemacht werden. Unsererseits mit einer Oegenstaüstik herauszukommen, sei jetzt nicht am Platze. Die Qeaaratstatistik sei noch nicht abgeschlossen, und Unfertiges zu bieten, sei bei der Gefahr, die jeder Statistik anhafte, nicht zu empfehlen. Inzwischen sei bekannt geworden, daß sieb auch Bayern und Württemberg der Juden Zählung angeschlossen hätten. Br Oroßprisldent bittet bei der nun folgenden Besprechung möglichst die Frage in den Vordergrund zu stellen, was aeitens der Großloge in diesem Falle zu geschehen habe. Br. Goldschmidt fährt folgendes aus: Niemand die große Mühe und Arbeit, sowie die Intensität der Schritte, welche die berufenen Führer der jüdischen Gemeinschaft an den Stllen, wo sie titig eewesen seien, unternommen hätten. Aber von Motiv bestritten. Die Vertreter des Verbandes der all' dem sei leider nichts an die Öffentlichkeit ge¬ Jahren seien beim Krisgsministerium fortdauernd Beschwerden eingelaufen, daß die Juden sich von gefahrvollen Siellungen drückten. Als nun einmal diese Beschwerden Kraftfi hrbataillon richteVn, Krieg« mmistrrium e ne Na die gänzliche Unrichtigkeit ein int sich grade gegen ließ der Dezernent hprü ung vornehmen die der Vorwürfe ergab. Die immer erneut eingehenden Anzeigen hätten dann den - Urwilen der zuständigen:Ministerialbeamten erregt verkenne und den Wunscn gezerngt, Material zu beschaffen, um den Eeschwerden entgegentreten zu können. Der Vertre er de> Knegsmintsters habe jedes antisemitische Deutschen Juden setzten die Wirkung auseinander, die der Erlaß auf die Sturmung der Juden haben müsse. Sie sprachen insbes ondere auch von der Wirkung i uf daa neutrale Aush nd Der Erlaß habe auch die gtößie Verwirrung bei den Unterbehörden an in der verseht« dengerichUet. Seine Au^rühru-g sei Sien Veise vorgenommen worden und zürn Teil m einer c ie jüdt-chen Heeresingehörigen öffentlich ihrer Lhre kränkenden F »ran in Verfolg der Ans'ü'ihmgen der Vertreter d Verbandes der Deutschen Juden wurde ein zweiter Erlaß des Knegsmtn'steriurns — der Kriegsrniriister Wild ron H jhenborn war inzwischen gegangei —[• in Aussicht gestellt, weirbrr klarstellen sollte, daß jeue a Jhsemiitsc' e Deutunir des ersten Erlasses unt- ■ ii : zulässig «et, d b Juden aus sachlioen Cinjtiden cn.ternt auch if Zukuntt to'c«e weniger gefährdeten Posten ruhig hinzunehmrn, jene Aufwallung, die sich deutlich ichen Gesicl ispuiulen in der jüdischen Allgemeinheit gezeigt habe, dieausMD itLii«h uacl. sach besetzt \*erd' n sollten. De^ Erlaß erschien auch fort daß sc fori e n zwetrr mgegebdn tvorceri Jtt, winl. als eir>en Ertolg besieh vor Augen halte, wie tiachlen mü>sr, «enn man versagt h-be Ab^oehtn v< außer der V»> k.-ze >ui g Bläitrri le>ne zeteren Erlaß ibgerrnkt., Weuerr seien i:i Ginge, jedoch kc ihren b eilungen nur aus werden dürften, und daß drangen. D<e bedauerliche Tatsache befiehe, daß die Jüdische Öffentlichkeit als solche gezwungen gewesen sei zu schweigen. Die Befü-chtung, daß die jüdische Oeffentlichkeit in der jetzigen Zeit gewissermaßen noch nicht reif sei, um gefährliche Experimente anzustellen, sei nicht zutreffend. Die Dinge lagen doch anders als vor 30 Jahren, wo unsere Organisationen noch nicht dagewesen wären, erst geschaffen werden mußten. Damals mußten wir unsere Rethen erst schließen, heute jedoch, hätte wohl die Weisung eines allgemeinen Protestes herausgegeben werden dürfen und selbst der Versuch — auch auf die Ge'abr eines eventuellen Verbotes hin — härte schon Bedeutung gehabt. Man habe davon gesprochen daß die Beunruhigung der Juden gemildert werden müß e. Er — Redner — wünsche garncht zu beruhigen. Denn jene Stimmung, die Dinge nicht :+ brauche und solle keine M iderung erfahren und Hr. H«rwtz tugi t><n;:u, daß man die Tat&iche, müßte auch nach dem frieden gegenüber den zu nisterielier Erfaß hei aus"- erwartenden Angriffen noch fortdauern Der allgemeine ötfen bche oder schriftliche Proieat r alle n..r emc kurze Fassung zu haben brauchen. Er täfe liuien schwer eire bt norde sich ejus» hin ße, einen tri« i zu können: „Die jüdische Gemeinschaft leg: auf das schä fste Verwahrung gege i die ihr angetane tnrwerden, dib cm IVs;t nec Angelegenheit fast völlig und Rechtsverletzung ein und bedauert, dafHn einer Zeit, wo die freiwillige Ifilfuä igkett des einzelnen n jüdischen blättern hi ten und zwei süddeutschen - ■ ■ r Zeitungen den z»citen Schritte und Maßnatmen I i.ntm hierüber erst spä er auf das höchs'e werden müß e, welche geeignet Maßsind, 1 gesteigert nahmen getroffen werden, gerade im entgegengesetzten S nne zu wirken." Der Gedanke, welche Wirkungen ein ö fentltcher Schritt "0 — '

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