Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1917-02-01
- Page
- Seite 22 (sequence 10)
- Language
- German
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Brüder Ginsberg und Liaser vor. Die Not der jüdischen Arbeiter tolle dadurch gemildert werden, daß inre K'äfte für die Bearbeitung von Holz zu Spielwaren, Küchengeräten und dergleichen hertngezogen werden tollen. Die Geldfrage »piele hierbei nur (ine untergeordnete Rolle, es handelt sich um ein großzügiges, soziales (Unternehmen, dat von dem Dozenten der Kölnischen Handelshochschule Dr. Julius Hirsch auf Grund genauer Studie« aufs lebhafteste empfehle wird. Mit der Großloge soll der H Ifsverrln, das Komitee für den Osien, die Ägudas jitroel zusammen wirken. Jede dieser Organisationen wü'di: 5000 Mark für dieses Unternehmen , beizusteuern haben. Die Refierentea beantragen, diese Summe aus dem amerikanischem Oelde |— zu bewil igen. Bi. Lfaser wirft die Frage auf, ob das erforderliche Holz auch in ausreichender Weise existiere. Er z eht auch die Erwägungen und Bedenken, die Br. /rthnr Fieuna-Gleiwltz zw Sache schri'tfch an führt, m den Kreis der Betrachtungen. - Er iit aber der Meinung, daß, wenn die Sache kaufmännisch durch fühi bar sei und. gut ginge, man si mit i llen M'tteln unterstützen müß e, und oaß dabri auch eine Erhöhung der Untcrstützungssummc keine Rolle spielen könnte. C'genüber den Bedenken von Br Moritz erklärt BW Apfel, daß. die vier sien interessierenden 0rgani satioren gewissermaßen nur eine Vermittlungsstelle, eine 3 m. b H seien, daß sich kundige brü 1er tür die iiache interessierten, und daß man die Sache UBter allen Umständen durchführen müßte, wmn es auch etwas mehr koste. Der An rag der Referenten wird angenommen. Zur „Herung ies Logenbesuches' lirgei ausführliche Referate Oer B üüer Goldschmidt and Apfel vor Eine eingehendere Mitteilung über den Inhalt derse ben wird den Logen zugehen. B Hde Referenten äußern sich kurz unter Beziehung auf i ire »chnft ichen Darlegungen - > Ir der Diskussion schlägt Br. L i e b h o I d vor, daß die Mitglieder des Generalkomitees mit ihren Loge ibesuchen wechseln tollten, d. h. mar solle nicht nur die. unterstellten Logen, sondern auch aideie gewissermaßen austauschweise bauchen. Wünschenswert sei es, die Frauen so häufig als möglich zuzuziehen B- Stein schlägt vor, entsprechend den Vorschlafe des Br. Litbhold die. Logenbesuchstabelle öfters zu ändern. f Br. Moritz gibt die Anregung,, einen Appell zu größerer Lo^enbeteiltgung an sä ntHche Exprgsidenten zu richten. In Stettin seien fast immer 8—9 Exf Präsidenten anwesend, und man habe gute Erfahrungen mit der ständigen Mi t wirkungder Exprä identen gemacht. Br. L isser weist darauf hm, daß aus manchen Logen Klagen kommen, daß gerade Expräsidenten durch ihre voPs'ändige Zurück altung, duch jahrelanges V rsaumen der Sitzungen, Nichtbeteiligung an den Sammlungen der Loge usw. die Loge, der sie ange ören, kränken, die Würde des Exprävdenten herabsetzen und das Ansehen der Oroß'oge, welche die Vereinigung der Exp'äsidenten ist, empfindlich schädigen. Die Oroßloge sollte solchen Mitgliedern g'gei über zu disziplinarischen Maßregeln greifen und * £ in gravierenden Fäl'rn den Titel und d e M< gltedschatt in der Großloge aberkennen. Br. L i e b h o I d empfiehlt, cnen Besuch von Gdntralkomiteemngliedein wie übemaupi von besuchenden Brüdern möglichst vorher anzukü idi«en. Die Au tünrungen der Referenten ■ werden zustimmend aufgenommen, im b sondtrci Schreiben werdm die Piä-identen auf die Au-tührung aller sowohl in den Referaten als in der Di-kussi<>n gemach en Vorschlage hingewiesen weiden Die Biü er Cohn und Pick reu nenn über die Kriegsw«isenpflege Auci zu diesem Punkte hegt ein auvührnchrs Referat vor. Fermr ist au'die frü eren Vrrötfentlichungen der Brüder Cohn und de» Br. oaum-Wiesbadeo hinzuweisen. Au. h v< n F-au Julie Salmger v»ird demi ächst ein-Ve ö fei tlichung ünerdie Mitwirkung der F'au<-n in dieser Frage z-im Gegen»tand in den Monatsberichten erscheine».; Das Interesse < e Log-n tür die S«oe muß dauernd wachgehalten werden,'jea« ch emuf>enlt es sich nicht allein vorzugenen, sondern in Vub ndung mit den andern Institut onen wie beispielsweise dem D. J. O. B. zu bieben. Die Agudas Jisroel wrd sich vermutlich besonders für die Verhältnisse im Osien in eressieren. Br. Cohn erinnert nesonders daran, die Mi hilfe der Frauen als Pflegerinnen und Vormünder innen heranzuziehen. In ähnlichem S nne äußert s<ch Br. Ginsberg. Der Geschä tsausschuß wird die Frage weiter im Auge behalten. Damit ist der Schluß der Tagung erreicht. ■! Br. bitter dankt dem Geschäftsausschuß, dem Sekretär at, insbesondere dem Br. Gr< ßpiäsidemen für die Vorbereitung bezw. Leitung der Sitzung. 99 _