Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 9 - Dezember
- Date
- 1916-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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wählt haben. Sie haben keine lärmenden und übereilten Demonstrationen veranstaltet, die die Stellung unseres deutschen Vaterlandes in der Welt hätte schädigen müssen, aber sie haben Mitlei und Wege gefunden, daß dort, wo es zu wissen notwendig ist, kein Zweifel bestehe über die Stimmung innerhalb des d Aus den Logen des VIII. Distrikts. Hardenberg-Loge, Frankfurt a. O. (Bericht des Präs. Br. Stern.) Am 26. Oktober d. J. wurde jn ler Hardenberg-t_oge in Frankfurt a. O. eine Sitzung abgehalten, die durch die Anwesenheit des hw. Großp äsidenlen, ferner von Brüdern aus den Nachbarorten sowie einer Anzahl Logenschwestern als Festsitzung b zeichnet werden konnte. 1' : I ■ I ■! Die Sitzung fand in den eigenen Räumen der Hardjenberg-Loge statt, welche durch das Verdienst des Beamtenrates im ersten Jahre des Bestehens der Loge im Kriegsjahre 1914 — hergerichtet werden konnten. Den größten Anteil der Arbeiten beanspruchte naturgemäß der Krieg auf dem Gebiete der Wohltätigkeit. Die Loge beteiligte sich an der Ausrüstung des Lazarettzuges der B. B Logen, der Unterstützung der Juden in Ostpreußen und im Elsaß, der Linderung der in Polen und Galizien herr- , - sehenden Not, der Hilfeleistung in Palästina und Kleinasien. Mehrfach wurden Liebesgaben an die im Felde stehenden Brüdjer versandt. Ferner wurden besonders der ersten Zeit des Krieges die in der Frankfurter udentums Und über die weittragenden atigemeinen Folgen für die Stellung Deutschlands in der Welt, die solche Judenstatistiken haben müssen. Daß diese Schritte ohne Erfolg geblieben sind, kann man nicht be- , laupten, und soweit sie Erfolg hatten, ist das freudig tu begrüßen für Deutschland und für .uns Juden. - «fe und Referaten ■ iti' 11 Garnison stehenden jüd. Soldaten an den Feiertagen bewirket. Eine grolie Reihe von Vorhaben urde veranstaltet. : Dir Verkehr mit den Brüdern aus .den Nachbarorten wurde fege aufjrecht erha'tea. Leider-könnten, allerdings nur zwei Fernsitzungen, in Guben stattfinden. Dem jüdischen Jugendbünd und dem jüdiiichen Literaturverein wurdeh die Lbgenräurrie zu Sit/ijrigen zur Verfügung gestellt. " | 1 1 Zu den anfänglichen 61 i5rüdern sind S hinizuge- I . -y i - \ kommen, 2 der BrüJerj Adolf und Julius Bxa-n? — Vater und Sohn — wurden dem Bruderkreise durch derj Tod entrissen. Somit zählt) d;e Loge 67 Brüder. Hiervon sind zurzeit 18 im jHecresdienst, 7 stehen an der Front, einer befindet siebj in 'Kriegsgefangenschaft, einer ist auf dem Felde der Ehre gefallen, 23 Söhne, von Brüdern und vier Schwiegeriütyie leisten Kriegsdienste. Der Bericht drückt zum Schluß die Hoffnung aus, dalidie Zukunft klarstellen werde, in wie hohem Maße die Juden der Wehrpflicht im Knege nachgekommen snjd. — Wir wünschen der w. Hardenberg-Loge, als dem immer noch jüngsten Kinde unserer Ordensfamilie, auch weiterhin Gedeihen und regste Fortschritt! Aus Amerika. Llll. T Die vorliegenden Nummern unseres Ordensorgans der " B ' n a i B r i t h News", bringen die 20. unc 21. Fortsetzungen der Artikelserie unseres Br. Professor Dr. Gotthard Deutsch, „Die Kehil- Iah.", die sich in der fesselndsten Weise mit den altei mährischen Gemeinden Nikolsburg und Proßnttz beschäftigen. Br. Deutsch rechtfertigt - nach diesen Artikeln zu urteilen — durchaus den Titel, den ihm üngst bei seinem 25 jährigen Amtsjubiläum als Direktor der Landeshochschule für die Wissenschaft des Judentums zu Cmcinnati eiji Festredner gegeben hat: er ist eine „wandelnde Enzyklopädie". Es gibt kaum eine Persönlichkeit der jüdischen Geschichte alter und neuer Zeit, deren Biographie selbst bös auf die nebensächlichsten Datenunserm Iir. Deutsch nicht geläufig wäre! So entrollt er in der 2)1 .-Fortsetzung der „Kehillah" ein treffendes. Lebensbild des Gelehrten Moritz Steinschneider aus Proßnite. seiner Aufsätze atmet innige Liebe zu seiner rnähri Jeder