Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 9 - Dezember
- Date
- 1916-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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sehen Heimat, in der seine gernütvoHetr Schilderungen wurzeln, aber auch treues Festhalten an der guten Sache des Deutschtums, zu dem sich G Mthard Deutsch bekennt inmitten einer Welt von Feinden deutscher Art und Kultur. Gfückauf dem wackeren Kämpen bis zur 50jährigen Jubelfeier! Während Br. Deutsch mit Hingebung der Wissenschaft des Judentums dient, setzt Br.Si'mon Wolf die Lehre unseres Glaubens in die Tat um Die amerikanischen fcogen rüsten sich, d esem unvergleichlichen Katapfer für die jüdische Sache ajn äßl eh seines achtzigsten Geburtstages — 27. Oktober — ' j ■ .. ■ ' ' \ tT ' ■ eine glänzende Hu'diging da'zubrirtgen. E$ [dürfte sich empfehlen, auch in unserem, Distrikt dieses'sei-, tenen Mannes ehrend zu gec'er.ktn : als Grundlage für einen Hinweis in der Loge-diene eine , kleine »»: Bi igraphie des Br. Simon Wolr", die vor etlichen Jahren in der Zweimonatsschrift der ö terre;chh'schen (logen gestanden hif. Zwei. Momente sird bezeichnend t'ür c'as Wirken und Wesen dieses unermüdlichen Menschenfreundes in Washington":" die tamerikanisehen Logenb:üJer nennen ihn den ,,jii|iSche;i Gesandten, bei der amerikanischen R-gierung", und ferner: Br. Wolf hat le ztwiflig verfügt, daß sein Grabstein einst die Inschr ift tijage: „Er wartin Jude und war stolz darauf, es zu sein" Wenn diese N .immer uiiserer Monatsberichte die lejt;:te sein sollte, die vor dem Ehrentage-des Br. Wolf in Amerika eintrif't, so sei sie die Uebeibringerin ddr herzlichsten G ück- und Segenswünsche unseres L>istrikts: möge G Mt unsern lieben Br JS mo>i Wolf mit seines Segens reichster Fülle begnaden — ad meo schonim' Nicht nur die einzelnen Brüder, sondern auch die r .»••■-. . * Logen haben in der Berichts'zeit gut gearbeitet. Sehr erfreulich istdie Mitteilung, daß unser Orden in den letzten fünf J ihren für Wohrtätigkeits- und Erziehungszwecke die Summe von 2J265 379 Dollars, also naheiu neun Millionen Mark, aufgewendet hat! r Außer dem segensreich arbeitenden jüdischen , Hilfsdienst der zur Zeit Zweigvereine in anderen großen Städten der Union außer Chicago ins Leben ruft ist vor einigen Wochen in New York ein Auskunftsbüro fürverm'i ß te Verwan d t e russischer Ei n-w anderer gegründet worden welches bereits über 40 000 Personen in Anspruch genommen-haben. D e aufgegebenen Namen werden an ein Hauptbüro nach Rotterdam und von dort in die Zentren jüdischen Lebens in Rußland weitergesandt. Zweigbüros befinden sich bereits in Philadelphia, Boston, Baltimore, San Francisco und Seattle. ,,Ein wirksames Mittel, Krä'te zu jüdischer Liebestätigkeit zu gewinnen, hat die London-Loge gefunden, indem sie ein Büro eröffnet hat, in welchem allmonatlich die Vakanzen für derartige — bezahlten und ehrenamtliche — Stellen und Angebote zu sozialer Hilfsaibeit den führenden Persönlichkeiten der jüdischen Gemeinde mitgeteilt werden; Zu dem Ausschuß, der diesem Büro vorsteht, gehören hauptsächlich Brüder der London Lo^e, darunter Dr. M. Epstein, Schulfnspektor Anguslus Ka h n, S R o w - son, Charles E. Sebag-Montefiore. Die London-Loge hat (ferner den vernünftigen Beschluß gefaß', während €tr K'iegszeit keine Neuwahl de« Beamtenkörpers vorzunehmen; die bisherigen Beamten fungieren also auch fürderhin, nur Dr. Alfred Benjamin, der Generalsekretär, hat wegen über! äufler Berufsarbeit um Enthebung von seinem Posten gebeten. — Unter der Aegide der LonJon-Loge hat jüngst ein? zweite Massenversammlung zugunsten der notleide iden russischen Juden stattgefunden: LordSwaythling führte den Vorsilz, der Oberrabbiner, ferner Br. Claude Montefiore, Hermann Landau und Nahum Sok o I o w. (dieser im Jargon!) hielten Ansprachen. Eine große Geldsumme wurde sofort gespendet, namhafte wöchentliche Beiträge wurden gezeichnet. Selbstverständlich stehen auch in Amerika unsere Brüder überall im Vordergrunde, wenn es gilt, wohltätige Anstalten ins Leben zu rufen. So hören wir in der vorliegenden Nummer von einem „Amerikanischen Hilfsverein für miltel^und obdachslose Ein wanderer", dem die hervorragendsten Glaubensgenossen — Bruder B. B. in Amerika angehören : der hochw. Ordenspräsident Br. Ado 1 f Kraus, Reichsgerichtsrat Louis D. B r a n d ei s - Boston, Jacob H. Sch.iff-New York, Lucius L. Solomons, unser Vize - Ordenspräsident, B r. OS ka r S. Strauß- New York und natürlich Simon Wolf. Br. Wolf hielt in der letzten Sitzung eine bemerkenswerte Rede, die in die Worte ausklang: „Wäre ich der Piäsident der Vereinigten Staaten und hätte ich Gesandte in irgend einem Lande, wo Bürger meines Vaterlandes unfreundlich behandelt werden, so würde ich zu Rußland sagen: wenn du n einen Mitbürgern nicht volle und gleiche Rechte gewährst, wie sie in zivilisierten Ländern üblich sind, so werde ich meinen Gesandten abberufen." Als B r. S c h i f f die nämliche Sitzung verließ, verkündigte der Vorsitzeade, Amtsrichter Leon Sanders, er habe von Herrn Schiff einen Brief empfangen, mitder Maßgabe, ihn erst zu