Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 8 - November
- Date
- 1916-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4864325-6029084-6074380--2112-4866214- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Bauern und ziehen sich deren Haß zu, der schließlich zu gewaltsamem Ausbruch kommt und irrt Osten, besonders in Podolien und Ukraine, katastrophale Folgen für sie zeitigt. Der Kosakenaufstanp" unter Chmielnicki vom Jahre 1648 bringt 700 jüdis<jhen Gemeinden völlige Vernichtung, fast der gesamten Bevölkerung Ted und Verderben: Was auch! immer das europäische und außereuropäische Judentum in einer ans Wunderbare grenzenden (jjbfervMlligkeit für die Unglücklichen zu ihrer Rettung und Aufrichtung unternehmen mochte,-der Glanz deS^po nischen Judentums war erloschen, die geistige.Blüte gebrochen und dahin. Die politische Katastrophe, der der polnische Staat unaufhaltsam entgegeneilte, r Ji auch jenes in ihren Strudel hinab, wie es denn wDhl r.ur wenige Staaten gibt, in denen das Schicksal dir Juden mit dem politischen Schictsale des Landes verknüpft ist wte in Polen.. . Das zeigt am deutlichsten ihre Geschichte m den letzten, anderthalb dcrlen mit ihren unablässigen Zuckungen so eni alnliunmd Er schütterungen, deren Efklärungsgrund fast ausschließlich am politischen Barometer abgelesen werden kann. Auf diesen Teil der Schrift Meisls, der das Interesse des Lesers in stärkstem Malie spannt und der für das Verständnis der polnischen Jjlden, ihrer Bestrebungen und Aufgaben in Gegenwart und Zukunft von grundlegender Bedeutung ist, soll hier nicht näher eingegangen, sondern auf ihn angelegentlichst hingewiesen werden. Nur der Schlußsatz, in demder Verfasser gleichsam das Fazit seiner Betrachtungen zieht, mag noch zur Kennzeichnung seiner politischen Stellungnahme hergesetzt werden. Er lautet: „Alles in Allem: Eine Assimilation der Juden an dieses oder jenes anders geartete nationale' Element kann nicht in dep Sinne cints Aufgehens, sondern nur auf der Grundlage einer1 beiderseitige Gleichberechtigung erstrebenden Verständigung wünschenswert und möglich sein, welche alles) ausschaltet, was dieser elementaren Fordcrnng der Gerechtigkeit und Inclividualfrcihcit Aus dem Büro der Nationen A-ides spricht." itz Die \v. 11 tun a n 11 a s - L o g e in Gleiw unter Bezugnahme auf den -Bericht des Giößp deuten fcttr 128. Sitzung des Gencralkomitees merketv daß sie in den letzten zwei Jahren jl liehe Sitzungen abgehalten habe und daß (Mutig gesellige Zusammenkünfte der Brü gefunden hätten. bittet riisizu beordentßerdem der stattan Xcufteririgen im Logenverzcichnis. Rheinland - Loge, Cüln. Wegen Einbettl w. Präsidenten zum Heeresdienst sind bis aujr ruf alle .Briefsachen cfc. an den Br_. Vtcepras A I c x a n d e r (i a n z, G ö Ina. Rh., Großi: gasse 6, zu senden. der Großloge, Saar-Loge!, Saarbrücken. ' •Aus gleichem Anlaß sind Briefschaften! etc. bis auf Weiteres an die Adresse des. Br. Expräs. Dr. Oscar S<?Jieucr, Saarbrücken 3, zu richten.! '. Moritz Lazarus-Loge, Göttingein. Desgleichen sine! Briefe etc. au Br. Viccpiäs. Rabb. D.r. Behrens zuHscndeu. j , Leipzig-Loge. Die l ogemäumc befinden sich im Vereins ha u s, Schul tetr. 3 lung des Wrderidenteln Buden Julius Bitn-Logc. Die Logenräume befinden sich im Hotel tl ö w e n s t c i n neben dem Postamt. teopold Zunz-Loge. D sidenten Realschuliehrer W o I f c n b ji 11 c I, Neuer — Wilhelmstr. rv> i des Br. Prä DL Eichengrün isl Weg 27a. , Friedrich^ Adresse Aus den Logen des VIH. Distrikts. die Zeit Amicitia-L.oge in Posen.' (Bericht für vom 1. April fy 15 bis 30. September 191<>.) Wie überall litt auch bei uns (las I.ogenlcbeii unter den kriegsverhältnisseu. Dies prägte sich schon darin aus, daß die Sitzungen nicht jede Woche, son dem nur alle 14 Tage stattfanden. Diese Sitzungen, von deaen eine Anzahl unter Teilnahme der Schwestern .gehalten, waren-jedoch im allgemeinen ganz gut besucht , hierbei wollen, wir allerdings nicht verschweigen, daß leider die allgemeine Klake über m.uigcliulen Besuch schon im Frieden auch für unsere Loge zutraf. Immerhin wies auch jetzt noch, die A imcsenhcilslis't durchschnittlich 30 Brüder auf wobei zu berücksichtigen ist, da'll wir zwar 143 Buidcr zählen, hierunter aber 30 auswärtige, und daß ferner von den hiesigen 28 bei den Fahnen sind. Fast in jede- Sitzung wurde ein Referat gehalten, an das sich auch regelmäßig eine Diskussion anknüpfte. Entsprechend unserer geographischen Lage und unseren Begehungen zum Osten befaßten wir uns hauptsächlich mit den Verhältnissen im (f)steu, und zwar seit der Besetzung Russis:h-Polens vornehmlich mit den dortigen Juckn, ihrer Geschichte, Sprache, gegenwärtigen Lage und bfcsonders ihter großen Not. Von Einzelheiten des I ogcnlebcns sei folgendes hervorgehoben': /