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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-11-01 · Nr. 8 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 8 - November
Date
1916-11-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Mitj lieder Schichten. und so nehmen sie, und müssen sie nehmen ihre aus den verschiedensten Kreisen und Infolge dieser Praxis kann eine Logesich niemals im Zustande eines homogenen Körpers befind :n, und da trotz dieses ihr bekannten Umstandes Loge daran festhält, über alle Schranken der Bildun i und Lebensstellung hinweg alle Mitglieder in brüderlicher Freundschaft miteinander verbinden zu wollen, viele von ibn^n aber, wie die Erfahrung lehrt, aus eigener Entschließung oder eigener Kraft den Weg zueinander nicht finden können, so muß für diese eine Instanz, dieser Ausschuß geschaffen werden, der die einander Fremden aufsucht und die Verbindung zwischen ihnen herstellt Wenn es auch nie gelingen wird, Persönlichkeiten einander zu befreunden, deren geistiges Gefüge ein von Orund auf verschiedenes ist, und sie im besten Falle dahin kommen werden, den andern, den Ausgangspunkt seiner Entwicklung in Betracht ziehend, zu würdigen, so würde man dagegen mit Bestimmtheit erwarten dürfen, das Ordensziel „Bruderliebe" zu verwirklichen für die große Zahl derer, die, obgleich wesensverwandt und von gleicher Denkart, einzig darum nicht längst einander Freund geworden sind, weil sie noch niemals miteinander in Berührung gebracht wurden. So könnte man von Begründung eines solchen Ausschusses, ohne überschwängliche Hoffnungen zu hegen, mit Bestimmtheit segensreiche Ergebnisse erwarten. Freilich wäre die Aulgabe dieses- Ausschusses dine außerordentlich schwere, vielleicht die schwerste, welche in der Loge gestellt werden kann, und sie könnte nur dann den erwarteten Erfolg haben, wenn diej mit ihrer Ausführung Beauftragten in ihrer Art hervorragende Männer wären. Zu ihrer bespnderen Aufgabe gehörte eine besondere Begabung, eine Kunst, die man nicht erlernen kann, die Kunst, Menschen zu erforschen und zu behandeln. I Gelänge ihr Werk, so würde nicht mehr Enttäuschung verdrängen können die Begeisterung neuer Mitglieder, und Scharen jener, welche heute .der Loge fernbleiben, würden zu ihren Versammlungen zurückkehren Das Wort von der Bruderliebe würde jbetinnwi eine Wahrheit zu werden Tür alle Brüder, und sie alle würden sich willig hingeben dem veredelnden Einfluß ihres geliebten Ordens. . Bern e rl:u n g de-r Redaktion :.D'r Artikel von Brj. Fürth ist im'November, 1914 eingegangen. Er wurdt? damals für ruhigere Zeiten zurückgestellt, weil man-in nicht gar zu ferner Zeit d.n Frieden erhoffte Nun ist bii der Länge des Krieges auch 'die Frage des Logenbesuches wieder aktuell geworden. Der. hochw. Grolipräsident hat in' seinem Bericht zur 12°.. Sitzung. des Generai-Komitees mit besonderem Nachdruck auf diese '< Frage hingewiesen. Wir geben nunmehr dfrn br Fürth durch Veröffentlichung seiner Ausführungen Gelegenheit, sich zu der Frage der'Hebung des Logenbesuches zu . äußern, und e warten weitere Aeufle ungen von Brüdern. .* Das Thema ist auchfrü'ner bere ts in den.Monatsberichten ' behandelt worden, und zwar in den nächstehenden Jahrgängen und Nummern: 1892 September und Mai; 1S93 September, 189P August, Oktober, Nov*ember und Dezember; 1899, rebruar und März: 1965 Februar; 1908 ^-I|ezember; \9\0 Februar, März und Juni; 1914 Juli. ~ Aus der Kranken Schwesternorganisation. Seit dem letzten Bericht vom April 1914 hat die Krankenschwestern Organisation der Groß löge große Veränderungen erfahren, teils durch Ereignisse, die den engen Kreis unserer Organisation betrafen, Hls durch die gewaltigen Ereignisse des Weltkrieges, die unsere Schwesternorganisa ion über den bisherigen Rahmen der Oroßloge urd ihrer einzelnen Stationen hinaushoben. Der Kreis unserer Organisation hat einen schweren, ur ersetzlichen Verlust erfanren durch das Hinscheiden ut seres Br. Dr. M e t z e n b e rg. Jetzt, nachdem eine große Spanne Zeit vorüber ist, seitdem uns der sc iwere Schicksalsschlag betroffen bat, auch jetzt noch kennen wir den Namen des verblichenen Bruders nicht ohne tiefes Empfinden des Schmerzes und der Wehmut erwähnen. Was er für den Orden geleistet * -.1 hat, ist er' uns, ¥ an den iSI, vtrmag seiner zielbcvt « anderer Stelle gewürdigt worden.. Was Mtarbtitrn bei seinem Liebhqgfwtrk, Schwesie nor^auisation der Qrjißl-ge, gew«sen lur de'j mge zu emptn den, der ihn in, iußen Arbeit bewundern konnte. Der Abbruch des Krieges hat naturgemäß unsere Schwesternschaft vor vollständig neue Aufgaben ge- I stellt, Aufgabeh, die ein besonders hohes Bewußtsein der Pflichterfüllung von jeder einzelnen Schwester | erforderten. Zu unserer Freude dürfen wir sagen, daß der größte Teil unserer Scn western den auf sie gesetzten Erwartungen inj vollem Maße gerecht wurde Von den 17 im Diensteides Vaterlandes stehenden Schwestern haben 15 die Rote-Kreuz-Medaille'erhalten. Auch organisatorisch hat unsere.- Sch wettern -! einrichtung manche Veränderung durch den Krieg l,H " :F-'^fliÄli l.jl. - tr. t .tl . 1' . 1 ..... . r '. jt

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