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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-11-01 · Nr. 8 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 8 - November
Date
1916-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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die härteste, die Ausschließung, empfohlen. Was wäre nun 'die Folge einer Annahme dieses Vorschlags? Entweder würden Pflichtvergessene, unterrichtet von der ihnen drohenden Ausschließung, wieder einmal eine Logensilzung besuchen und hiernach wieder jahrelang fernbleiben — oder sie verharrten bei ihrem Verhalten und erklarten ihren Austritt, um einer möglichen, vielleicht gar nicht beabsichtigten Ausschließung zuvorzukommen. Die Präsenzzahl würde, sogar die sehr hohe Zahl von 100 Mitgliedern, auf welche die Voraussetzung zuträfe, eingesetzt, und einen alljährlichen zweimaligen Besuch, also das sechsfache des zu statürerenden Minimums angenommen, um nicht mehr als durchschnittlich ungefähr 6 steigen, während die Gefahr entstände, alljährlich eine Zahl von Mitgliedern zu verlieren, die möglicherweise höher "wäre als die, um welche der Besuch durch Drohdng gesteigert worden u.ire. Mit diesen ausscheidenden Mitgliedern gingen der Loge aber zugleich auch Einnahmen verloren, welche, freiwillige Beiträge und Geschenke eingerechnet, vielleicht nicht leicht entbenrt werden könnten. Bemerkt sei zudem, dalli die gegenwärtigen Bestin mujigcn zu einer Bestrafung,' "selbst zur Aussei! ießijing, schpn auszureichen scheinen, denn unter Art kel 7 in g 1 heißt es: „Ein Mitglied, welchejs die' Grundsätze des Ordens verletzt, sich uiAvürdiges oder unehrenhaftes Betragen inner- oder'außerhalb der Loge zuschulden kommen läßt oder gegen die Konstitution, diese Gesetze eder die Nebengesetze und Ordensregeln seiner Loge handelt, kann unter Anklage gestel l,'* mit Geldbuße, Verweis, Suspension oder Ausstoßung bestraft werden." Und einer der Grundsätze des Ordens, die Verbreitung von Bruderliebe unter dci Mitgliedern, ist sicherlich verletzt durch diejen geh, welche die VerSarJrwIuugen andauernd und mit Bedacht meiden. Von Verschärfung der Pflichten, von Drohungen und Bestrafungen ist aber überhaupt sehr wenig Ersprießliches zu erhoffen, sehr vieles aber von eigenem Antrieb und freier Entschließung. Welches sind uun die Ursachen von schwachem Lojenbcsuch? lautet die alte trage, und in ziemlicher Ucbereiustimmung erfolgte darauf schon .vor cinerReihe von Jahren die Antwort: Mängel inbezug auf geistigen Inhalt von Sitzungen und inbezug auf Zusammenhang unter den Mitgliedern. ManhatdcshaibdieNotwendigkeit betont, die Sitzungen durch geeignetes Zusammenwirken riet Präsidenten und der Mitglieder fesselnd und anregend zu machen und die Beziehungen der Mitglieder zu einander durch eifrige Pflege der Geselligkeit"zu wo'lte, UM l verbessern. So wurden Refer ite und Vorträge, welche allgemein interessieren und zugleich geeignet sein ollten, eine Debatte herbeizuführen, zu einem festen estandteil cjer Sitzungen, und sp bemühte man sich, en Mitgliedern, Kenntnis gebend vön allem, was f.oge, Orden und Judentum angeht und beschäftigt, hnen Wissen vermittelnd aus vielerlei Gebieten, die Sitzungen interessant, belehrend und inhaltsreich zu gestalten.! Der Herstellung ei nes .engeren Zusammenhanges zwischen den Mitgliedern sollten dienen : Qernütliche Nachsitzungen, zwanglose Zusammenkünfte, Brudermahle, offene Logen, Ausflüge^ Und Bälle, •, Mit; ciesen und anderen Maßnahm tu sind auch große Erf3lge erzielt worden! Trolzd<rü-ätJet taucht dip uns beschäftigende Fragei-in I gewissen "Zeiträumen immer w eder auf, wie zulegt ih dem Vorschlag des Br. Dr. Grünwald-Erfurt,- und gilt derrnach immer noch als ungelöst. Wenn wir nun'darum wjeiter den"vermutlichen Ursachen nachgehen, sp "drängt sich unk die 'Beobachtung' auf, daß; <:ä' döcH, eigentlich auffallend ist, wie häufig dardbet 'geklagt.wird, daß der anfänglichen Begeisterung Neuhi^izugetretener .oft schon n ich kurzer Zeit Enflä lschtmg .folge, die dann in Mejdnng der;-Sitzungen' tum Ausdruck kommk Dieseöt Fernbleiben ist um so bedauerlicher, als damit zugleich von vornherein die Möglichkeit Verloren geht, innerhal) der Loge durch Mittel, die,•diesjtm Zwecke dien en ibllten, heranziehend ünd fegthaltcirra auf diese Mitglieder einzuwirken, und jd müß vor.allem dem Aufkorn nen jener Ent äuschihgen.entgegengearbeitet werden. . •■> iWplIen wir nun die Verahlassuig zu dieser Enttäuschung finden, so müssen trit vof aHem denjenigen Beweggrund zu* erkennen suchen,* der. vornehmlieh Viele nr Bewerbung angetrieben hit.- Denn wo die höcbstjg steigerte Frwartung vjar, riiir'äbrt kann an^h., die tiöfsle Enttäuschung eingetreten Sein.. Waresnijin der Wunsch, belehrende Vorträge, interessante "Debatten jlänzende Reden zu hbreft, jzu. geselligen-Vtränstaltu igen zugelassen zu'wei den,'*ar k|der Wunsch, au'W»rken der Wohltätigkeit Aiitetl zf nehmen uid miizuar jeiten? War hierunter der (HaUptreiz?. Nein! Wenn si ch jeder Bcverner auch ürW«nl'ahrt6ange"egenheitenj interessierte, belehfence yo^träge iri sich aufnehmen, an durch Scharfsinn und Schlagfertigkeit gewürzten Debatten Gefallen haben - Zusammenkünften und bei Fest reichend gewesen, um die iuge^öKg"keit zur Loge atlzusWbcu i CTv. und bei fröhlichen ichkeiten sich vergnügen *o wäre dies alles doch { ir-.Vi:le nicht hirr- 117 Erst «.Icf magisch U->' wirkende Begriff

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