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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-11-01 · Nr. 8 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 8 - November
Date
1916-11-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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gegangen -ist, auch durch die deutschen Juden ging. Ich kenne die Statistik, in ihren Zitfern noch nicht, sie exfsliert wohl noch nicht; aber ich kenne die Ziffern von einzelnen Verbünden, von einzelnen Korporationen, insbesondere auch von studentischen Korporationen, und ich darf wohl sagen : die leulschen Juden haben sich im Kriege*bewährt . Ich möchte aber auch, von dieser Stelle aus den deutschen Juden sagen : Laßt Euch wegen dieses Vorkommnisses, zumal wir jetzt die Aufklärung des Kriegsministeriums besitzen, nicht (n eine verzweifelte Stimmung drängen. Die deutschen Juden werden sich darüber klar sein müssen, daß uralte Vorurteile auch durch diesen Krieg nicht plötzlich uind restlos verseil* irden. Die Erkenntnis schid<:t nichts, daß noch mancher Kampf gegen den Antisemitismus notwendig sein wird Nicht von Dank und Undank sei die Rede! Die deutschen Judea haben ihre Pflicht erfüllt inicht um irgendwelchen Dankes willen, nicht in der kleinen Idee: jetzt wird zum Lohne die Gleichberechtigung durchgeführt Die GreicMjertchtigijng wird als ein. Recht verlangt; aber die Pflicht wird nicht erfüllt um irgendwelcher ''orteile wilie.n. Dem Vaterland dient man des Vaterlandes wegen! Im Interesse des ganzen Heutsclieii Volkes aber wurde ich allerdings wünscv.cii/daß man jetzt, zumal auf die und im ernerhin ilick auf!üi- ± während des Krieges, im Hinblick auf die Arbfit, die wir gemeinsam zu leisten (laben, im Hinblick auf die Arbeit, die uns nachi dem kriege gemeinsam bleibt, doch alles unterlassen soll, was das deutsche Volk auseinanderreißt. Noch eines: im Hinblick Toten die wir gemeinsam 'beerdigt haben, Hinblick auf die Toten, die wir leider auch noch gemeinsam beklagen müssen, im Hin die Lieben, die wir gegeben hiben und im ner noch geben, sollten wir jetzt wenigstens die gegenseitige Hetze und Verdächtigung unterlassen. Das wertvolles Ergebnis des heutigen Tages, wenn recht viele von uns hinausgehen würden mit dem Willen, draußen zu sigen: jetzt und auch nach dem Kriege keine Hetze, jetzt kein gegenseitiger Kampf, jetzt vor allem Einheit und Geschlossenheit im Intenesse des Vaterlandes! (Lebhafter Beifall links) Ein Erlaß des neuen Kriegsministers Nach Mitteilungen in jüdischen Zeitungen Erlaß des neuen Kriegsministers ergangen^ gegen jede Ausdeutung des bekannten 11. Oktober jd.J. im antisemitischen Sinne klarstellt, daß jede Beeinträchtigung jiid angehöriger dem Zwecke, des Erlasses widjelsp urlasse^ de Hebung des Logenbesuchs. ' Von Br. Dalid Fürth, Frankfurt a In der Jülir.ummer 1914 dieser Blätter wurde Artikel 1 dieses Thema, das fast so alt ist wie die Loge selbst, Bne'i-Briss wiederum aufgenommen, nachdem es seit mehreren Jahren aus ihnen verschwunden war. Der diesnälige Vorschlag, von Br. Dr. Grünwafd Erfurt ausgebend, bestem in einer Aiäneerung der Statuten bezwi der allgemeinen Gesetze für. Logen. '. . Nach der vorschlageuen Abänderung soll M. 1. „J'.de Tochterloge des Oildens der $t ein Bund von Männern, und sich verpflichtet hiben, an den aKwöchentlichen an einem bestimmten Abend statt ist ein der sich, vom £ndet und Heeresrichl. ndenden ordentlichen ordentlichen 1. jedes Mitglied einer Loge verpflichtet sein, wenigstens dreimal (oder fünfmal) im Termin seine Loge zu besuchen, 2. die Loge berecht gt (nicht verpflichtetr sein, ein Mitglied, das ohne triftigen Orund seine Loge drei Jahre hintereinander gar nicht besucht, ohne weiteres auszuschließen. Vergleichen wir hiermit die gegenwärtig gültigen ) Bestimmungen, so finden wir m Ordensgcsetz bei „Allgemeine Gesetze^für Logen": *J Die angeführten P.efcfimmurigen sind einer a(l t e n Satzung entnommen. | r Das Red-Kom. und vorschriHsnjäßig ar!beraUm|cn außer- Versammlungen, so häufig wie möglich teilzunehmeit." Demnach waic die vorgeschlagene Aenderung ni:ht, wie man erwarten ' sollte, eine - tlt> - Vergrößerung, sondern im Gegenteil eine Verringerung des bestehenden. Pflichtmaßejs; denn niemand wird wohl bisher die zitierte Bestimmung dahin ausgelegt haben, daß unter „so häufig wie möglich" für die lange Zeit des ganzen Termins nur 2 resp. 4 mal zu verstehen wäre. Würde die Löge von Viornherein ihren Anspruch auf Teilnahme an ihren Sitzungen auf ein so bescheidenes Maß herabsetzen, so| wäre zu befürchten, daß der Logenbesuch nicht, wie erstrebt, zunehmen, sondern im Gegenteil abnehmen würde. In Punkt 2 des Vorschlags wird zum erstenmal in diesen Blättern die Androhung einer Strafe, und zwar V

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