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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-09-01 · Nr. 7 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 7 - September
Date
1916-09-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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selbständige I andwirtinnen haben, die frei imd unabhängig an und in ihrem Berufe erstarkt sind, die eins geworden si^id mit ihrer Scholle; die der Welt zeigen, daß die moderne Jüdin ihrer Ahnen würdig ist, daß sie mehr zu leisten versteht, als im eitlen Tand ihre Tage verbrirjgen. Und da» dieses! Ziel zu erreichen ist, daß es mit Energie und| Hingebung sogar sehr schnell zu erreichen st, j davoni gibt uns. der Werdegang einer jungen Berliner Dame, die sy»t vier Jahren Besitzerin eines Raitengutes in'der Mark ist, beredtes Zeugnis. Die Erfahrungen dieser Dame erscheinen mir so lehrreich und als Direktive für ihre hoffentlich ' recht entschlossen, Schülerinnen aufzunehmen.' Dabei habe ich nun imncherlei gelernt. halten jüdifche Eltern für eine Spielerei, deiri sie alle kranken, -nervösen, ja . ..I : " sogar geistig unentwickelten können glarben Da esajber sehr wichtig fi Landwirte uhd Gärtner zu eine Zufuhr unireeiuiA zahlreichen NacMieifercriiincn so wichtig und beherzigenswert, daß ich j.cs nicht unterlassen möchte, an . dieser Stelle das Lebenswerk des Fräulein R. näher zi| beleuchten. Angeregt durch . die -'Schriften des „Vereins zur Eörderun? der Bodenkultur unter den Juden peutsehlands," reifte in Fräulein R der [Entschluß, cjie Landwirtschaft als Lebensberuf zu ergreifen, und sie der Sproß eines angesehenen Berliner Bürgerhauses gab mit 24 Ja iren die bevorzugte kaufmännische Stellung, die sie si:h bereits errungen hatte, auf, um sich ausschließlich dehn Landbau zu widmen. Sie besuchte zwei Jahre *2in<■ üärtnerlehraustalt, arbeitete dann drei Jahre praktischi in holländischen und belgischen Gärtnereien, nicht ijur im Garten, sondern auch auf dem Felde und im Stalle, k'kzt ist sie vier Jahre Besitzerin des „Immenhofes", t i*e3 kleinen Gutes in der Mark, das sie in eine Obitplantagc umzuwandeln im Begriff stellt. Und seht 1 vor zwei Jahren erklärten landwirtschaftliche Fachleute, sie hätten bei ihrem Rundgang durch den „lmincnhof" durchaus den .Eindruck gewonnen, daß hier eine einzelne Dame etwas Vorbildliches geschafft i, LeichJ isit es ihr nicht geworden. Als einzige- Jüdin de ganzen Geyend hatte sie anfangs stark unter dei Vorurteilen der Nachbarschaft zu leiden. - Ffierdurc und ' durch andere Widerwärtigkeiten unbeirrt, hat: sie nur um so zäher au ihrem Kiel, festgehalt;n imd durch kluge Ausnutzung auch des ■kleinsten Stückchen Bodens nicht nur einen ansehnlichen Giwinn erzielt, sondern auch ihr Anwesen zu einer wj hren Musterwirtschaft ausgestaltet. „Mein Betriebyc utwjickelt sich ganz erfreulich", so schreibt Fräuleirf R rhir auf meine Anfrage. „Ich habe eine Prämie von der Kgl. Generalkommission für musterhafte Bewirtschaftung eines Rentengutes erhalten..... Jen habe micr, durch den Bodenkulturverein veranlaßt. schwinden, der «ich geschadet. i nj <V w den ländv -Elpmente'. zuführen /u w •.' -V' ngeeigr. des Berufes herabdrücken, anfetatt schade Mahr als jed:r andere daJJ er au^\ als Ackerbürger [ Schlechte Elementevermehren nur zu sehr das -üble Vorurteil, däß der J"üqe nur „hai deln",ka«n. J* gc bildelere und tüchtigerj: Landwirte Lande habch, desto .mehr wird auf absoluter -Unkenhtfüs der Auf dem Lände hat jüdischen Bevölkerung aufba it. man nur d jüdischen Hausierer, deii man verspottet, als Quelle, ujm deif Jüc en Rennen :u lernen.. Daß man gräbt und harte Arbeit tut, jut deutsch spricht usw., ist den Lancleuten hiier fremd, Also, junge Mädchen, und intelligent sinj.1/ d|e -bei meinem Bedauern irtschafllichen Beruf r, inis ist, jüdische hab'ii, so ist natürlich ter Elqinerte, die das, Niveau es' zu heben, doppelt imiß-der Jude zeigen, etwas leisten kann. wir.auf dem (lachen , J ■•* vis* ... - ' der] Antisemitismus kräftiget r •* " iahen, sollten den Berui ] ■■ Element; als S chiileriifien! haben mir Man hat dje Jüdin i an erst spöttelte, »ß es aul|er mir i och ind, „die So die Worte eü r Ausbruch des ziel Sympatl ie bewiesen. Es — 11? er j Ki i der paästi zu in'dif, Nachbarschaft u äciien. über'dercn Ni|in ntochte ich ihnen ihef r jiidimien gibt, eigne Scholle siefr in Liehe, zu. idisclfen Landwirtin. ges .liatte ich .Gelensi selten Mädchenprechtn. ' pie Farm die strebsarr Gesundheit |Liebe zur Natur ergreifen Schlechte, schon sehr allgemein angefangen Vorhaben beweisen, % dieygewillt erarbeiten.' Kurz v< legenheit, 'd e Leiterin farm Kineretli, Frau D'. Maisei ist vom Veribaiid jüdischer rau|en ■ für Kulturarbeit in .Palästina j-ingerichtot worden und besteht seit etwa 12 Jahren. Frau Dr. Maisei .'rzäilte mit großer Befriedigung von dem Fleiß und der Ausdauer,, der Tüchtigkeit!und Emsigkeit ihrer Schülerinnen. .Sie letohte, da Ii die Kolonien ' fers dann den insie jreselzten " Erwartungen entsprachen ,.| afs man. die Frauen zur , Mitarbeit heram og, den| Madclfen eine gediegene Fachausbil Jung argeeeiherj ließ und sie vor" allem m Gemiise- und Obstbau, der Milchwirtschaft, d^r Geflügel- und Biene lzucht ausbildete. — So klein die Ansätze, so gre ß d e 'berechtigten \ussichten! '' . ' ' I ■•" •»•*■;*. , Gerade In Logeif kreisen hat man ja, .angeregt durch unsern Gustaf Tuch, fpr Innenkolonisation ist daher Wold /u er-

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