Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 6 - August
- Date
- 1916-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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Stabilität der Mitglieder wünschenswert sei. 'Da diese Feststellung Widerspruch erfährt, läßt Br. Tiniendorfer abstimmen und formuliert die Frage dahin: „Wer ist dafür, daß in. gleicher Wejse wie beim Generalkomitee im Prinzip eine Auffrischung durch evtl. Wechsel der Mitglieder des Geschäftsausschusses wünschenswert sei?" Diese Frage, wird n it '8 gegen 7 Stimmen bejaht Auch hier wird jede gesetzliche Bestimmung zur Herbeiführung dieses Zweckes abgelehnj. Br. Timendorfer stellt sodann die Frage, ob diese Auffrischung auch bezüglich der Beamten d;r prdBloge als wünschenswert erachtet werden sollte^ Hierfür stimmen nur die Brüder Merzbach-Frankfurt i. M. und Wolf-Stuttgart. 4. Finanzbericht. Br. Schatzmeister S t e i n berichtet! über die.Finanzen der Größloge. Er weist daraufhin, daß die Zuwendungen für Witwen und Wajisen und die Unterstützungen für Brüder den Etjt überschreiten werden. , Inbezug auf .die Ausgaben für. die Krjnkenschwesterninstitution muß betont' werden, daß ein Kriegsfond für die Krankenschwestern! im Etat überhaupt nicht vorgesehen ist. Es handelt) sich hierbei um b:sondere.Ausgaben für* unsere jm Felde stehenden Krankenschwestern, und zwar um Unkosten, die .nicht von den KrankenschwesternstatiorrÄ aufgebracht werden. Diese Unkosten für deji Kriegsforid setzen sich etwa wie folgt zusammen :: Gehälter für zehn Schwestern, die nicht im Dienst der Krankenschwesternstajionen stehen, Pensionsversichei ung und UnTallhaftpfiicht für dieselben, Bekleidung usw. Bis jetzt sind diese Unkosten mit ca. 1 2 00 ) M. zu berechnen. Zur Deckung dieses Kriegsfonds dachte man daran, de:n Julius Bien-Fornf 10 000 M. zu entnehmen, nachdem diesem Fond ein Betrag aus dem amerikanischen Gelde zugewiesen war. Der Referent empfiehlt, den Kriegsfond für die Krankenschwestern lieber aus den Geldsammjungen zu decken,: die jetzt für Kriegsaufwendungen der Großloge im Gange waren, und die einen günstigen Verlauf nehmen. Auch sonstige außeretatsmäßige, durch d£n Krieg herbeigeführte Ausgaben aller Art dürften | nicht zu Lasten der regulären Etats im Zentralfond vkid Großlogenfond gestellt werden, sondern werden i aus den gesammelten neuen Geldern bestritten werden müssen. 5. Aasgabebewilligung*des Geschäftsausschusses. Auch hierzu liegt ein ausführliches Re erat von Br. Wolf vor. Br. Wolf erkennt an, daß der Geschäftsausschuß sich in der letzten Zeit Reserve in demgegenüber an die seinen Ausgaben auferlegt habe. Der G< schäftsausschuß habe die Freiheit der Bewilligung innerhalb des Rahmens der Etatsaufstellung. An diese aber möge er sich halten und Etatsüberschreitunj ren dürften nicht vorkommen. Anders stünde es bezüglich der Verwendung von Mitteln wie beispielsweise derjenigen aus den Spezialfonds. Bei diesen könnten je nach der Höhe des zur Verfügung stehenden Betrages Bewilligungen ausgesprochen werden. Natürlich bleibt die Verantwortung vor dem jGeneralkomitee bestehen. Im Einzelfalle aber sollten vom Geschäfts^ ausschuß Bewilligungen nicht über 300 M., in dringenden Angelegenheiten nicht über \10( KJ M. ausgesprochen werden. Br. S t e i n| hält die Notwendigkeit, die <ompetenz des Geschäftsausschusses einzuschränken, nicht für vorliegend. Der Geschäftsausschuß halte sich nicht allein an die gesetzlichen Grundlagen, s indem sei stets darauf bedacht, Geldbewilliungen größeren Umfangs" vor da< Generalkomitee zu bringen. Dringliche Maßnahmen während der Kriegszeit dürften nicht als Maßstab gellen. Br. Wolf habe ayeh keinen bestimmten Fall angeführt. Br. Bau mann erinnert Etatsüberschreitung in der Kr^nkenschwestlernsache. Br. Merzbach empfieilt keine Destimmten Zahlen für dea Geschäftsaussjchuß festzulegen." [Es müßteri eben möglichst Etatsürjersehreitungeh vermieden werden, bei dringenden Fällen aber könnten keine Grenzen gezagen werden. Br. Wo Fr würde keine Bedenken erhi ben, wenn die Grenze v0n 300 M. bezvJ. 1000 M. auf 500 VI. bezw. 2000 A)l. erhöht-würde] aber eine bestimmte Festlegung sei doch empfehlenswert. Das Generalkomitee lehnt! eine bestimmte Festlegung ab urid entscheidet sich im Sinne Jer Brüc er Stein und Merzbach..— Nunmehr wird die Debatte zu Punkt 2 über di:n Haubenstreifen fortgesetzt. Br. Hirsch ergreift noch einmal das Wotf und betont, daß v^ir Uns zum Austritt aus dem D. V-.J. nicht gerade zu drängen brauchten, ohne jede Rü«;k sieht aber sollten wir für Beibehaltung des Hauben Streifens eintreten. Br. L i s s e r bemerkt im Sinne seiner bereite früheren Sitzungen gemachten Ausführungen, daß der Haubenstreifen keine Aeußerlichkeit sei. Nach deim, was er am heutigen Tage über den D. V.J K. gehört habe, sei sein Wunsch, daß man aus dieser Organisation auf a le Fälle austreten solle. Der Hauben- IC in - 90 -