Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 6 - August
- Date
- 1916-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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einzuführen. Man lege auf den Haubenstreifen einen zu großen Wert. , Br. M e r z b a c h wünscht die Einheitlichkeit durch den Haubenstreifen nicht gestört zu sehen. Anders Stünde dagegen die Frage, ob uns die Gegensätzlichkeiter mit dem D. V.J. K. nicht aus anderen Gründen zum Austritt veranlassen sollten. Die Debatte wird hier unterbrochen. Eine Mittagspause tritt ein. Nach der Wiedereröffnung der Sitzung beantragt zunächst Br. Großpräsident die Bewilligung von für ein Genesungsheim in /dunska Wola im nement Kaiisch. In diesem soll die arme e Bevölkerung, weiche den Flecktyphus übern hat,-durch bessere Ernährung und Pflege vor aheliegenden Gefahr der Erkrankung an Lungentuberkulose geschützt werden. Oberbürgermeister Dr. Rösner hatte sich an unseren Br. prößpräsidenten mit der Bitte um eine Unterstützung gewandt, da die •um der großen 500 Oouv jüdis stanc der städtischen Mitfei nicht ausreichten," Not zu steuern. Die Bewilligung wird erteilt in der Lage ist, betreffend Br. Apfel Cöln: Generalkomitee Da Br. Hirsch erst um 31/, Uhr an der Verhandlung den Haubenstrei weiter teilzunehmen, wird zunächst Punkt 3 verhandelt: Anregung des Das turnusmäßige Ausscheiden 'der Mitglieder. Vonseiten der Brüder A p f e 1 und Merzbach liegen hierzu ausführliche! Referate vor. auf diese Referate äußert Sich Br. Apfel nur kurz, indem er ausführt,'daß in Berlin sicherlich viele Persönlichkeiten vorhanden seien, die in Frage kommen konnten" Jedoch wünscht Br. Apfel die Beamten der Großloge und die Mitglieder! des Geschäftsausschusses ausgenommen zu sehen, der turnusmäßige Wechsel solle sieh nur auf die übrigen Mitglieder des Generalkomitees beschränken. Br. Bau man p wendet sich entschieden gegen jeden automalischen Wechsel. Es seen o Jahre für den Turnus vorgeschlagen worden. Das seieine zu lange Zeit für untüchtige und eine zu kurze für tüchtige Mitglieder. Viel empfehlenswerter sei, das Augenmerk auf geeignete Persönlichkeiten zu lenken und diese Aufgabe dem sogenannten Wahlausschuß, der für permanent erklärt werden solle, zu übertragen. Br. Merzbach verzichtet angesichts seiner ausführlichen schrittlichen Darlegungen auf weitere mündliche Erörterungen! In seinen eingehenden schriftlichen Ausführungen verweist er auf die Erfahrungen, die in Frankfurt am Mein Lei den Gemeindeorgane i und bei Vereinen hinsichtlich der Karenzzeit gemacht Worden sind. In-. Anschluß hieran legt er dar, daß für ein Executivorgan wie es der Geschäftsausschuß darstellt ein gewisser Wechsel notwendig sei, und daß dieser am leichtester, durch die statutarische Bestimmung der Karenzzeit erreicht wird. Fiir ein Organ wie es das Generalkomitee ist, sei eitie solche Bestimmung deshalb weniger notwendig, weil Mitglieder ihre Arbeit vor Erstarrung bewahre, weil ferner (urch die General komitees das mi unter der verhindat wird, die mehr gelegentliche Tätigkeit der große Anzahl von Mitgliedern des ein zu starkes kollegiales Empfinden, Sachlichkeit Abbruch tun könne, und weil schließlich die Erfahrung lehre, daß die Vollversammlung der Großloge* schon hinreief end iür eine ständige teilweise Erneuerung des General komitees sorge. Br. Merzbach schlägt vor daß au: dem Geschäftsausschuii der'Großloge nach je einen oder nach je zwei Jahren ein Mitglied ausscheiden müsse; die Karenzzeit soll ein jähr betragen, Wieder vahl alsdann zulässig* scitti Dagegen erklärt er, für die Mitglieder des Generalkomltees ein zwangsweises Ausscheiden mit Karenzze it nicht für erforderlich Br. Kuznitzky erklärt s ch gegen den Antrag. Für ihn liege keinerlei Bedürfnis vor. Dagegen müsse es als Schaden angesehen werden, werjn der Geschäftsausschuß relativ häufig wechsle. Das Gesetz gibt an sich die Möglichkeit, einen h: ufigeren Wechsel' eintreten za lassen. : -f.' ' . : -•' Die Brüder Nußbaun, Beer, Ol De n - dorf md lieb hold äußern sich -im Sinne des Br. Kuznit/ky, insbesondere möchte Br. Liebhold keinesfa ls die Beamten oder Mitglieder des Geschäftsausschu ises herausgewählt kehe iv Wolf hält die Vörsclifäge.der Brüder Apfel> und Mer/bach für beachtenswert. Es sei gutwenn für einen gewissen Nachwuchs gesorgt werde. Moritz äußert sich cähin, daß ein gewisser notwendig sei, daß er aber mit. den vör- Br. Wechsel handenen Mitteln erreicht werden könnte Br. Timendorfer stellt nunmehr als Resultat der Aussprache fest, daß im Pr nzlp eine Auffrischung im Generalkomitee als wünschenswert zu" erachten sei. Dagegen wird der Antrag', diese Auffrischung durch gesetzliche Bestimmung :n gelehnt. Br. Timendorfer glaubt dürfen, laß nach dem Resultat der Mitglieder des Geschäftsausschusses eine Auffrischung nicht wünschenswert, im Gegenteil eine 89 - #t. f;l erzwingen, abrt sodann feststellen zu der Debatte bezüglich