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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-08-01 · Nr. 6 - August · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 6 - August
Date
1916-08-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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128. Sitzung^ der Generalkomitees am 4. Juni 1916, vormittags 9 Uhr in den provisorischen Logenräumen, Berlin, Nettelbeckstr. 9 hpt Anwesend sind die Brüder Timendorfer, Kuznitzky, Stein, Ginsberg, Apfel, Baumann, Beer, Cohn.i Goldschmidt, Heinema.nn, Liebhold, Lisser, Merzbach, Moritz, Nußbaum, Ollendorf, Schulhöfer ,undj Wolf. Br. Großpräsident eröffnet pünktlich um |9 Uhr vormittags die Sitzung und begrüßt insbesondere Br. Ollendorf-Barmen, dessen Sohn von schwerer Verwundung auf dem Wege der Genesung sich befindet, und Br. Großsekretär Goldschmidt, der zur Sitzung eigens Urlaub genommen hat. Entschuldigt fehlen die Brüder Jeselsohn, August, Baerwald, Peiser, Schleyer, Pick, die zum Teil aus" beruflichen, zum Teil aus Gesundheitsgründen verhindert sind. ." _ I Br. Timendorfer spricht die besten Wünsche für die baldige Wiederherstellung der erkrankte^ Mitglieder aus. . . ' -I ' An der Sitzung nahmen ferner nicht teil: Br. Plaut- Eschwege, der aus Krankheitsgründen sein Amt niedergelegt hat. Auch ihm gelten unter Anerkennung seiner bisherigen Tätigkeit im Generalkomitee die besten Wünsche für seine Genesung. 1. Bericht des Großpräsidenten. Diesem Bericht folgt I Punkt 2 : Beibehaltung de* Haubenstreifens. Dem, Eintritt in die Debatte über diesen Punkt geht eine kurze Aussprache über die frage voran, ob der Geschäfisausschuß in der Lage sei, einen Beschluß des Generalkomitees zu suspendieren und eine Wiedererwägung im Generalkomifee zu veranlassen. Diese Frage, die von_ der Rheinland-Loge in Cöln! aufgeworfen und von. Br. Apfel zur Besprechung angeregt I I ist, wird mit Rücksicht auf §.16 der Großlogengesetze verneint. Da der Geschäftsausschuß ein Unterliortiitee des Generalkcmitees ist, so' läßt sich dies sta'atarisch nicht begründen, jedoch wird anerkannt, \ daß gewisse Anlässe ein derartiges Verfahren rechtfertigen könnten, wofür dann Indemnität eingeholt, werden müßte.] Eine weitere statutarische Frage, ob .die einzelnen Logen vor der Beratung eines Gegenstandes inj der Generalkomitee-Sitzung oder Großloge miteinander in Verbindung treten könnten, wird gleichfalls an dieser Stelle berührt. Auch diese Frage war von der Rheinland-Loge angeschnitten worden. Es wurde zum Ausdruck gebracht, daß dies wohl angängig sei, und daß auch eine Agitation unter den einzelnen Logen stattfinden könne, nur dürfe diese keine unbrüderlichen Formen annehmen. In diesem Augenblick erscheinen die Brüder Dr. Josef Hirsch mit Rücksicht auf Punkt 2 unc Helfft mit Rücksicht auf Punkt 4 und 5 der Tagesordnung Beide Brüder werden vom Großpräsidenten tegrüßt. Br. Hirsch führt aus, daß das Intere<se des Ordens es erfordere, daß wir den Haubenstreifen beibehalten. Es sei für uns ein ertaubtes urd notwendiges Propagandamittel. Alle Krankenschwesternorganisationen besäßen eine Tracht, die ihre Inhaberin als zu einer bestimmten Gemeinschaft gehörend kenntlich mache. Alle katholischen und evangelischen Organisationen könnten als Beweis hierfür heran- 1 - .L -gezogen werden.; Wir brauchten nicht allen Wünschen des D V. J. K. nachzugeben; wenn wir da > taten, würden wir erdrückt werden. Der D. V.J. <. habe auch auch keinen stichhaltigen Grund, uns den Wunsch auf Beibehaltung des Haubenstreiiens zu versagen. Es habe aber [auch der Gedanke nichts schreckhaftes für uns, daß wir durch irgen 1 einen Grund veranläßt-werden könnten, aus ,dem £.V.J.K, auszutreten. Br. Timendorfer führt an dieser Seile an, daß eine Abstimmung unter den Mitgliedern unseres Krahkenschwesternkomitees ergeben habt, cäß nur 11 Mitglieder für Beibehaltung des Hauberstreifens seien, nur 5 Milg ieder härten sich schriftlich dagegen ausgesprochen. Br. L i e b h o 1 d tritt für. eine j gleichmäßige Tracht ohne Unterscheidung ein. Es komme nur darauf an, daß man die judischen Krankenschwestern als solche erkenne. Dies werde dadi rch er leichtert, daß all leeine einheitliche "rächt trügen. Es se viel wichtiger, daß die Kranken Schwestern Propaganda für das Judentum als für den Orden machen, j Auch mache die Brosche d|e Großlogenschwester als solche kenntlich Nachdem der Großpräsident keiten hingewiesen, die reichlich gemacht habe, auf die Schwieriguns der D. V.J. K bereits erklären die Brüder Apfel, Moritz und Schulhöfer, daß bei ihnen eine Wandlung ihrer Ansichten im Sinne der Anschauung des Groß-. Präsidenten eingetreten sei. Br. Wolf hebt dagegen hervor, daß es doch unser Wunsch gewesen sei, eirie einheitliche Tracht - 83 + i

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