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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-08-01 · Nr. 6 - August · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 6 - August
Date
1916-08-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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wm daß ohne zwangsweise Umlage auf einfache Bitte der Großloge derselbe Zweck, ja vielleicht noch in tiönerem Maße, erreicht werden könne. Dieser Gedanke der Stuttgart-Loge scheint ein überaus glücklicher gewesen zu sein, denn der Wert der freiwilligen Leistung ist größer und erfreulicher als die Wirkung des Zwanges. Die Erwartungen der -Stuttgart-Loge sind au^h nicht getäuscht worden. Sie selbst hat als erste d^r Logen einen Betrag von .1500 Mark eingesandt Nur 2 Logen — die Leipzig-Loge und die Humanitas-Loge!— haben erklärt, daß sie mit Rücksicht auf ihre Finanzlage und darauf, daß die Brüder schon unverhältnismäßig viel in Anspruch genommen worden sind, es nicht für zweckmäßig halten, nochmals,an die Brüder heranzutreten. — Die Berliner Logen und die Lessingloge habeh Beträge noch nicht eingesandt. Voraussichtl ch sind sie mit den Sammlungen noch beschäftigt. Es i.ist ausgeschlossen, daß eine große Loge sich deh Sammlungen fernhält. " j Wie immer, hat in erster, Reihe die Rheinlandloge in Cöln «der Großloge treueste Gefolgschaft geleistet; sie hat bei 286 Mitgliedern den Betrag von| 3000 M. eingesandt Den -gleichen Betrag hat -die Frankfurtloge_bei 475 Mitgliedern eingesandt — voraussichtlich nur als vorläufigen Betrag*) —. Außer der Stuttgart-Loge mit 146 Mitgliedern hat auch die Märkische Loge mi; 105 Mitgliedern 1500 M. beigetragen. I Die Cortcordia-Loge mit 1 IQ Mitgliedern, die August Lamey-Loge mit 155 Mitgliedern und die FrarJken-Loge mit 107 Mitgliedern haben jer 1000. M. gesandt. Die Bergische Loge mit 103 N itgliedern 1020 Mark. Im ganzen haben sich 36 Logen a"n den Sammlungen für die Kriegswohlfahrtszwecke der jüroßloge bis jetzt beteiligt und 28.256 Mark gespendet. Von einzelnen Brüdern und Witwen von Brüdern sind bisher 4220 Mark eingegangen. Ei ist wünschenswert, aber auchzu erhoffen, daß der erwartete Betrag von etwa 75,000 bis ßOOOO M. erreicht werden wird. — | Die Großloge verspricht schon jetzt, daß diese Beträge nur mit Zustimmungzumjndestens des Generalkomitees bei evtl. schriftlicher Abstimmung verteilt werden sollen. Das soll den Dank der Groß - löge für die treue Anhänglichkeit der Logen bilden! Ganz hervorragend sind selbstverständlich nach wie vor die Leistungen der Logen für besondere * Inzwischen sind von dieser Loge eingedangen. weitere Spenden D. Verf. Kriegszwecke. S o 1 dat e n h Eine Reihe, von Logen haben e i m e errichtet, in welchen an Sonntags nachmittagen die in den Garnisonen und Lazaretten befindlichen Soldaten mit Kaffee, Tee und Kuchen und durch deklamatorische und gesangliche Dar bietungen erlreut werden. Eine noch größere Anzahl von Logen haben Festlichkeiten für Soldaten an Chanukka, Pdrim und Sederabenden veranstaltet. In einer Loge ist eine Rechtsberatungsstelle für Soldaten eingerichtet worden. Ein zusammenfassender Bericht über die Kriegsleistungen def Großloge und der Logen wird selbst verständlich efst nach Beendigung des Krieges gegeben werden können. Wie naturgemäß bei den Logen die geistigen Arbeiten gegen die charitativen Leistungen etwas zurückbleiben mußten, so auch bei der Großloge selbst Während im Jahre 1913 noch 13 Nummern von den Monatsberichten erschienen, ging-die .Zahl im Jahre 1914 auf 10 und im Jahre 1915 gar auf 8 Nummern zurück. " Während die „Beilage" 1913 noch 5 Nummern be h"ugi gab es ha Jahre 1914 keine Beilage, 1915 nur eine . Der „Wegweiser" wurde im Jahre 1913 noch in 6 Nummern herausgegeben, im Jahre 1914 gab es nur Nummern, im Jahre 1915 keine einzige. Die Monktsberichte haben seit 1913 eine Be reicherung" durch die „Frauenbeilage" erfahren, unc gerade dieser Teil der Monatsberichte-erfreut sich be den Frauenvereinigungen so großer Anerkennung daß ein Sonderabdruck für diese Frauenvereinigunger und die Witwen von BBr. hergestellt wird. Daß auch die Behörden die Tätigkeit der Großlog : zu würdigen wissen, ergibt sich daraus,daßdieKomman danturin Berlin unsere wiederholten Anträge, zu gestal ten, den in Ru hl eben internierten Brüdern Liebesgaber pakete anläßlich der/Feiertage zu übersenden, anstands los genehmigt hat.J Auch bezüglich des Pogromknaben Nissah Safianikoff haben wir Förderung durch die zuständig: Behörde erfahren. Dieser Knabe, der in Straßburg lebte, mußte bei Kriegsbeginn die Festung verlasse und wurde in Traunstein interniert. Auf unsern Ai trag bei dem zuständigen Kommando wurde er fre gelassen und erhieltdurch Vermittelung derw.Münchei Loge sodann eine Stellung. Bei der Manneimer-Stiftung ist anstel des ausgeschiedenen Grafen Baudissin mit Zustimraunjg des Rektors - 86 - der Berliner Universität Herr Geheimrit Förster als Preisrichter eingetreten

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