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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-08-01 · Nr. 6 - August · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 6 - August
Date
1916-08-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Diese Zahlen sind nicht ohne Interesse, da sich daraus ergibt, daß ein Drittel der Graßlogen-Beiträge wieder an die Logen zurückfließen. J D>c innere Logentätigkeit hat auch darunter gelitten, daß eine Anzahl Logentempel für vaterländische Zwecke zur Verfügung gestellt worden ist, und daß äuch die Stiftungsfeste, die sonst mit größeren Feiern verbunden sind und dadurch den Logen mancherlei Anregungen bieten, in der Kriegszeit natürlich in aller Stille begangen wurden. Im Jahre 1915 haben die Lessing-, Caritas-, Fraternitas-, Mendelssohn- und Araicitla-Loge ihr dreißigjähriges, die Pommerania- und die Nassau-Loge ihr fünfundzwanzigjähriges Stiftungsfest in aller Stille gefeiert ■* Die Großloge hat sich mit der Uebermittlung herzlichster Glückwünsche begnügen müssen. Sie wiederholt alle diese Wünsche für eine gedeihliche Fortentwicklung dieser Logen aufs herzlichste. Die c h a r i t a t i v e Tätigkeit der Logen hat erfreulicherweise nicht nachgelassen. Wieviel die.Logen und Brüder zu dem ..Jüdischen Hilfsfond 1915", dessen Aufruf vom Hilfsverein der Deutschen Juden, Großloge die i otleidenden osteuropäischen Juden (Frankfurta.M.i unte zeichnet ist, geleistet haben, kann nicht festgestellt werden, da die Beiträge, selbst diejenigen, die an mich gesandt sind, unmittelbar der Zahlstelle für den Hilfsfond überwiesen wurden. Sicherlich war der warme Dank verdient, den der verehrte Vorsitzende j des Hilfsvereins der Deutschen Juden, unser lieber Br. Dr. James Simon den Bnei-Briss Logei des deutschen Distrjkts des U. O. B. B. in der Generalversammlung am 9. April d. j. gezollt hat. Was toV der Großloge namentlich für in den befreundeten Ländern und in die Juden den besetzten Ges' der , 1 des wan dasl armi welc dem 40% die Sam häftsausschußprotokolle. Aber zweier Leistungen Logen möchte ich besonders gedenken, n Monat Februar 1916 hat sich der Vorsitzende hlilfsvereins, Br. Dr. James Simon* an \nich gelt mit der Mitteilung, daß im Lodz er Bezirjc :leckfieber wüte, daß es durch die herumreisenden ■n Juden verbreitet werde, und daß die Lumpen, he diese armen Juden statt Kleider und Wäsche auf Leibe haben, die Träger der Ansteckung sind, der Erkrankten verfallen dem Tode. Er sprach Sitte aus, daß die Logen in ganz1 Deutschland eine ( I mlung von Kleidern« und Wäsche veranstalten sollt :n. Zwei Tag e später erließ c ie Grpßloge den —— für Deutschland VIII U. O. B B., Hilfskomitee für bekannten Aufruf um Sammlung .von Wäsche und Kleidungsstücken und von Barbeträgen unter Hinweis darauf, daß e? sich um die Rettung vieler Menschenleben mit verhältnismäßig geringen Mitteln handle. Der Aufruf hatte einen ungeahnten Erfolg. Von 29 Logen, 11 Frauenvereinen und 4 Gemeinden kamen 285 Kisten, Säcke und Pakete, von 72 Brüdern und Schwestern noch weitere 93, sodaß im ganzen 378 Gepäckstücke im Gewicht von über 300 Zenlnern abgesandt werden konnten. Die Lessing-Loge allein sandte 26 Kisten, die Zion-Loge 14 Kisten, "ebensoviel die verhältnismäßig kleine, aber selbst in der Kriegszeit ausgezeichnet arbeitende Ostpreußische Loge. Die Breisgi iu- Loge spendete außer Kleidern und Wäsche direkt an den Hilfsverein 300 Mark. Bei der Großloge selbst gingen von 24 Logen und einer Anzahl von B üdern und von 5 - Frauenvereinen etwa 10 000 Mark bar ein. Hervorzuheben ist, daß sich die Danmark-l.oge in Kopenhagen bei diesem' Hilfswerk mit dem verhältnismäßig hohen Betrag "von M. 1296 60 beteiligt Hat. j .Besonders erfreulich war es auch, daß auch Gemeinden, Frauenvereine und eine Anzahl Witwen verstorbener, Brüder sich an der Sammlung beteiligt haben, was als erfreulicher Beweis dafür anzusehen ist, daß dit einzelnen Logen es verstetien.die Verbindung mit den Hinterbliebenen verstorbener Brüder aufrecht zu erhalte i.—Die {einzelnen Brüder und Schwestern, welche Wäsche, Kleidungsstücke und Geld gestiftet haben gehörten fast ausschließlich den lieben Berliner Logen an. Dei größte Teil der Wäsche ging nach Lodz, Warschau und Wilna und deren Umgebung. Bei den reichen Eingängen konnten auch ap die Solidaritas- Loge in Krakau fyr Westgalizien 25 Zentner Wäsche und Kleidungsstücke abgesandt werden. Voraussichtlich wird Galizien noch mehr Ansprüche erheben; die aber ebenso wie die weiteren Ansprüche in Pojen durch die yoch vorhandenen Bafbeträge erfüllt werden können. j Allen Spendern und Helfern in dieser Angelegen heit sei hiermit der herzlichste Dank der' Großloge ausgesprochen. .,'.>' / Er reulich ist auch das Resultat der Sammlungen der Logen für die „K r i egs w o h 1 f a h r t s f o nds der rollloge" Der Geschäftsausschuß hatte den Antrag beim Generalkomitee gestellt, eine Umlage von 10 Mark für jedes Mitglied der Logen von diesen , einzufordern. Die Stuttgart Loge erhob Widerspruch aus formalen Bedenken, namentlich aber auch, weil sie glaubte 0

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