Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-06-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 5 - Juni
Date
1916-06-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4864325-6029084-6074374--2062-4866167
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

y ondenz spondenz zwischen der hw. Gtaßloge für Deutschland und der hw. Konstitutionsloge besorgten. '. Folgende Vorträge sind gehalten worden: 1. Am 23. Oktober 1915 der Präsident: „Ueber jüdische Tagesfragen"; 2. am 30. Oktober^ Br. Dr. E. Wormser: „Referat über die jüdische Krankenschwester"; 3. am , Aus alten Kantons- Br. Dr. F. Arnstein: 6 November der Präsident: blättejn"; 4. am 20. November .Heinlrich Heine"; 5. am 18. Dezember Br. Expr. Wyleh „Betrachtungen über die letzte Tagung der Konstitutionsloge in St. Francisco"; 6. am 8. Jan. 1916 Br. Er. F. Arnstein: „Palästina im Kriege"; 7. am 5. Foruar derselbe: „Ludwig Kömpert"; 8. am 4. März Br. Dr. E. Wormser: „Paul Ehrlich"; 9. am 25 März Br. Dr. F. Pinkus aus Zürich: „Pro causa nuar 1916 Br. Fritz Springer: „Leber Erziehung zum Zahlreich sind die leicliten und schweren Erkrankungsfälle, die unsere Brüder betroffen -haben. . Von den Institutionen der Loge ist vor allem der Schwesternbund zu i;r * ahnen. Unter der tatkräftigen Leitung seiner fr üherciti Präside,rrt,in, Frau Marcel Wormser, und seiner gegenwärtigen Präsidentin, Frau Henri Wyler-Rosenbauni, hst[ er durch Beschaffung von Heimarbeit an unbemittelte Frauen, vorzüglich östlicher Herkunft, eine außerordentlich reiche und vorbildliche Tätigkeit entfalte .' in aufopfernder Weise haben die Schwestern ihre Arbeitskraft diesem sozialen Werke gewidmet und cjadurrh nicht wenig zur Linderung der sozialen Not beigetragen. Nachdem die Krankensc njwestefn - Institution an einen kritischen Punkt gelan rt |st, hat die Loge bejudaica". In offener Loge sprachen: 10. am 16. Jaschlössen, sie auf eine jbreftixe Basis zu stellen. -Es ist der opferwilligen Tätigkeil |vqn Bn Expr, Wqrmser Judentum"; 11. am 12. Februar Belgrad: „Ueber die Lage der Br. R -A. Pops aus Juden in Serbien". Am 15. Mai 1915 veranstalteten tyr. Dr. Arnstein und Br. Otto Jacobsohn in offener Loge einen wohlgelungenen Rezitationsabend. Größere gesellige Zusammenkünfte wurden im Hinblick auf den Krieg nicht abgehalten Die Jahresrechnung verzeigt an Einnahmen Frcs 4117.05jjcls., an Ausgaben Frcs. 5349.60 cts. Unter, den Subventionen steht das israelitische Hilfskomitee mit zwei weiteren Beiträgen von Frcs 1000 und Frcs. 400 an erster Stelle. Was die persönlichen Verhältnisse' unserer Brüder . angeht, so sind zum Teil tiefgreifende Ereignisse zu erwählen. Br. Dr. L. Weil befindet sich immer noch t im deitschen Heeresdienste. Wi: haben ihm wiederholt lurch Liebesgaben ein /eichen der Erinnerung zukommen lassen und stehen in steter Korrespondenz mit ihm. Er ist als stets eifriger Logenbruder bei uns u ivergessen, wie auch er der Loge ein dankbares Erinmrn bewahrt Möge ein gütiges Geschick ihn bald gesund in unsere Reihen zurückführen! Uejer das Schicksal unseres I. Br. Dr. Paul Blomberg lanri ich leider bestimmtes nicht mitteilen. Wie Sie wissen, ist er nach kurzer Ausbildungszeit an die Kirpal henfront versetzt worden und ist bei einem Gefechte verschwunden. Ueber sein Verbleiben hat seine Familf: noch keine Nachricht erhalten. Unter diesen Umstä iden bleibt uns nur die Hoffnung, daß er in russiscie Gefangenschaft geraten sein könnte. Br.N athan Lemle ist nach mehrmonatlichem Garnisonctienst zu uns zurückgekehrt. Br. Dr. Nordmann beindet {sich außerhalb des eigentlichen Kriegsgebietes. ° \— 77 i* <i gelungen, die finanzielle Situation der Institution auf Jahre hinaus zu sichern,) sodaß sie auf absehbare Zeit normal und zum Segen der hiesigen Gemeinde funktionieren wird. •" ' -'... "'• Ich" habe in meinem Vortrage fom 23. Oktober 1" 15 „Ueber jüdische Tagesfragen" Loge ein Programm vorgezeichnet; meine Ideen h jberi Anklang gefunden; daß sie noch nicht ins praktische Stadium getreten sind, ist, wie Sie wissen, nijht unsere Schuld." |ch hoffe, daß der neue Termin (iel'genbeiV geben wird, dieses Programm in Angriff;]ü rjehrnerl. Liebe Brüder! Am 14. Mail 1*115 waren zehn Jahre, verflossen, seit unsere _oge ge »rundet worden ist. Sie hatten beschlossen, iine-Sf ftupgsfeier-in'einfachem Rahmen abzuhalten. Als si< h. aber die' politischen Verhältnisse, statt, wie wir gehofft hatten, sich aufzuklären, noch mehr verwickelten, wurde die Feier auf günstigere Zeiten verschobt n. Wenn viele Brüder, nach guter Basler Art, über unsere Loge klagen", so rufe ich ihnen so viele Stunden geistiger Anregung und' geselliger Freude in Erinnerung, die sie in unserer Mitte verlebt haben. Das wollen wir nicht vergessen,'nicht in Undankbarkeit vergessen, vras wir in dieser Hinsicht der Loge Schulden. Allerdings kann und muß mehr geleistet werden^ Ich muß aber immer wieder, betonen, daß hier def Beamtenrat nicht alles tun kann, sondern jeder Bruder muß das Seinige dazu beitragen, das Logenleben im Sinne seiner Ideale zu belruchte i, durch eifrigen Besuch ihrer Sitzungen, durch Anteilnahme an ihren Aufgaben und dadurch, daß er »einen Mitbrüdern Liebe und Verständnisentgegenbringt. Dam wird der-neue Termin für uns und unsere Gemeinie ein gesegneter, sein 11 ve!rderftl

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.