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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-06-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 5 - Juni
Date
1916-06-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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1- .V Wochen ihres Werbefeldzuges brachten sie 536 Neuanmeldungen zusammen. Unzweifelhaft hat die Propaganda ihren Zweck, tausend Mitglieder zu gewinnen, beim Erscheinen dieses Berichtes erreicht.; Die Cleveland - Loge durfte - wie gemeldet — eine so große Anzahl neuer Mitglieder bereits ein¬ Führen. Vor Beginn der Einführungsfeier überreichte Expräsident Br. Max M e i s e 1 den Brüdern Benson und Klinger je einen silbernen Pokal, weil sie die meisten Kandidaten geworben hatten. Beim Festmahl hielt unser unermüdlicher Br. Simon Wolf aus Washington eine längere Rede, in! der er einen Rückblick warf auf die Zeit, als er vor 67 Jahten nach Cleveland kam, wo Br. Benjamin Peixotto gerade den „jüdischen Verein junger Männer" gendet hatte; Br. Peixotto wurde bekanntlich vom ' rden nach Rumänien geschickt, um bei der Regierung rsönlich Widerspruch gegen die gewaltsame Berückung der Juden zu erheben. Hier in Cleveland entstand 1868 die erste Waisenanstalt des Ordens in Amerika, welcher der hervorragendste Rabbiner Amerikas, Dr. Isaac M. W i s e, die religiöse Weihe gab.;l Nach einer ausführlichen Darlegung der Leistungen unseres Ordens auf amerikanischem Boden spricht Br. Wolf prophetisch über die j Zukunftshoffnungen Israels und schließt: „Wenn die Stunde schlägt, wo dieser Weltkrieg sein Ende erreicht, dann wollen wir - ihoffen und vertrauen, daß unsere Regierung -rwie sie es bereits versprochen hat - all ihren Einfluß geltend machen wird, um unseren1 Glaubensgenossen in anderen Ländern jene Rechte zu sichern,' auf die alle Menschen ihren gerechten Anspruch haben". Auch in St. Louis, wo 1130 Kandidaten eingeführt wurden, gestaltete sich die Feier zu einem wahren Ereignis-für den Orden und die jüdische Gemeinde. Hier hielt Br. Jacob Fürth, Mitglied des Exekutiv- Komitees, als Vertreter der Groß löge des 2. Distrikts, die Festansprache, in der er mit stolzer Freude die Tatsache feststellte, das dies die größte Anzahl von Kandidaten sei, die jemals in eine Loge B. B. .eingeführt wurde. Br. Adolf Kraus, unser Ordenspräsident, hatte ein Begrüßungs1telegramm gesaeidt. Den eigentlichen Festvortrag hielt Rabbiner LeonHarrison übejr das Thema: „Pflichten und Verpflichtungen des amerikan isentn Juden". Nicht unerwähnt bleibe die Tatsache, daß die Rimmon-Loge zu Richmond in Anwesenheit von über 500 Brüdern das Jubelfest ihres fünfzigjährigen Bestehens gefeiert hat. Zwei Bruder, welche einstmals die Loge — die älteste des fünften Distrikts — mit- : i 1; [ '.• ' :' "• i —'75 |. fm -v;# - : : *i ■ h begründen halfen, Philip , Whjtlock und Charles Mitteldorfe r, gehören ihr noch heute als Mitglieder an. Zu einem geistigen Wettkampf hat GrolSpräsidertt HarryK. W o 1 f f die jüdischen Studenten der/kalifornischen Universität aufgefordert und/vier Preise von 200, 100, 60 und 40 M|<. für die besten Aufsätze über Themata aus der jüdischen Religionslehre, Geschichte und Litteratur ausgesetzt. DieThemen stellten Hillel-Loge zu Chicago Präsident angehört, Vortrage soziale Hilfsarbeit" gehalten •4'. Vi' . Otto Irving Wisel Professor'. William Popper und B. A. Bern s t e i n, die auch das Preisrichteramt übernommen haben.; In glanzvoller Weise hab«n die Logen in Baltimore . den „Bnai Brith-Tag" gefeiert Aufch hier war Br. H '* J l ll I ** ' ' Simon Wo I f der Hauptredner. Dieser.ehrwurdige, allezeit tätige Kämpe hielt eine denkwürdige Rede, in der er bemerkte: „Keine an lere jüdische Organisation ■'! ist, so befähigt und geeignet wie unser" OrdenB internationale jüdische Angelegenheiten zu " behandeln". •' Im Hinblick auf Rußland erklärte Br. Wolf, wie er . zuversichtlich glaube, werde die amerikanische Regierung keinen Vertrag mit Rußland schließen, wenn dies Land den Juden ni:ht den Vollbesitz aller politischen Rechte gewährle s|e. Sehr treffend sagte Rabbiner Dr. C a 1-i s c h|: gleich der modernen medizinischen Wissenschaft suche der Orden irr Seinen Wohltätigkeitsinstitutionen eher den Leiden zuvorzukommen, als sie zu kurierer, nachdenxsie aufgetreten sind. Dr. Calisch meinte mit h|esem Präventivmittel den vom hochwürdigen Exekutivkomitee neuerdings eingerichteten „Sozialen Hilfdienst', ein Arbeitsamt, zu dessen Leitung es den Rabbine - Dr. K a f f e e aus Pittsburgh berief. Dieser neue 2Weig jüdischer Fürsorge soll den jugendlichen Insassen der Gefängnisse und den anderen des Rates, ds guten Zuspruchs, kurz der moralischen Einwirkung bedürftigen Personen zugute, kommen, damit ihnen geholfen Werde, ehe sie, hilfsbedürftig jwerden oder gar (Ire Banti des Verbrechens" beschreiten. Die vorliegend« Nummer.unseres Bundesorgans berichtet von der e njdrucjcsvolien Abschiedsfeier, welche die Wohltä igkeitsvereine der Stadt Pittsburgh dem scheidenden Rabbiner bereiteten, sowie von seinem Amtsantritt in Chicago, dem Sitze unserer Ordensleitung. Um für di :se neue Einrichtung des Ordens, die eine Notwendigkeit darzustellen scheint, Propaganda zu machen, hat Br. Dr. Kaffee bereits in derMinnesota-LogezUPh iladelphiasowieinderÖiientalw elcher auch der-Ordensübe*;,J udentum' und

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