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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-06-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 5 - Juni
Date
1916-06-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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le cht. Man fühlt sich als Vertreter der Religion geradezu gezwungen, zu einer solch' gottergebenen Gemeinde, die dem Feinde und dem Tode nicht selten ins Antlitz gesehen und ihnen Trotz geboten Int, zu reden, ihnen zu danken für das, was sie dem Vaterlande bisher geleistet und ihnen neuen Mut und neue Hoffnung in die empfänglichen Herzen einzuflößen, auf daß durch neue Taten neue Siege erfochten, bis ihnen dann endlich der siegreiche Frieden, dj: Heimkehr zu Weib und Kinc, zu Eltern "und Gschwistern verbürgt Solch ejne Soldatengemeinde ist die andächtigste, die man sich denken kann,! lin<j gar manchen, darunter auch ganz jungen, habe ich beobachtet, wie ihm die Tränen das Gesicht benetzten, kbarkeit i 1 Ihjung lichke wohl Tränen der Wehmut und dei Sehnsucht, r Jugendhort aber auch Dan Air Seder, tage Betei Feierli ich es allen jederifa Zauber Gedanl en Soldateplpb Jahre i herzliche ein Abend versammelten der ebenso wje gleich würdig a verlief, iten von in der Gew Stück Heimat Is durch die Macht seiner Feste, d liebliche Stunden ens gefloch: der friedlichen Wunsch, mit Als den ti der August Lamey-Loge tyjmg, wir uns zum zweiten der Gottlesdienst am zweiten r Weise unter ebenso großer S ich mich am Schlüsse afller Soldatefl verabschiedete,' tat iheit, vielen, vielleicht auch gezeigt zu. halben, vielendes Judentums, durch den c|i die Kraft seiner .religiösen in die ernsten'Tage, dieses zu häbeh. „Im nächsten en Heimat," das war der frohe, dem wir :schieden. Seit Gründung unseres Hortes,einer derjüngsten Schöpfungen der August Lamey-Loge, sind nun vier Jahre vergangen, und es erscheint wohl angebracht, über Tätigkeit und Erfolg dieser Einrichtung an dieser Stelle zu berichten. Gegründet wurde der Hort in der Absicht, die Kinder der zugewanderten Ostjuden und der hiesigen jüdischen Armen,, deren Zahl sich im letzten Jahrzehnt vervielfachV hs tte, dem verderblicien Einfluß der Straße zu entziehen und ihrer Ertwicklung eine Richtung zu geben, durch die sie dei Anforderungen einer westeuropäischen Kultur mehr und mehr angepaßt und instand gesetzt werden so Iten, ihre Zukunft günstiger zu gestalten, als es ihnen die oft traurigen Verhältnisse des Elternhauses ermöglichen konnten: Um dieses Ziel zu erreichen, mußte der Hort zu einer planmäßigen, für tlie speziellen Verhältnisse zugeschnittener Einrichtung ausgestaltet werden. Nach dem Vorbild der in Mannheim bestehenden allgemeinen Jugendhorte umfaßt auch der unsere die Kinder yorjil 4. Schuljahr bis zur IEntlassung aus der 1 Schule, also jvom 9. bis 14. Lebensjahr, Knaben.und Mädchen getrennt. Die Kinderzahl wurde gleich bei Gründung £uf jeweils je 20 Knaben und Mädchen festgesetzt, m ganzen 40. Von kleinen Schwan- ' kungen abgesehen, wurde diese üahl bis jetzt beibehalten und hat sich auch in der Praxis als den hiesigen Ver laltnisseti genügend erwiesen. Während der Madchei hört von einer geprüf ien Kindergärtnerin geführt wird teilen sich in die Leitung des Knaben- ' ■ ■ H " ". ■ 1 •' , — 71 nnheim. hortes iwei Volksschul ehrer, denen' die Knaben fast alle schon vom Klassen- oder Religionsunterricht ,her bekann sind, und von denen die Kinder sehr wohl ~ wissen, daß sie mit iiren Klassenlehrern in persönlicher Fühlung stehen nid übe* das Verhalten des Kindes in Schule und Hort sich, gegenseitig verständigen. :j V$ . [ Hat die Schule am Nachmittag ihre Pfortengeschlossen, dann versarime|n sich die-Kinder direkt im Hort, wo ihnen bereits ein Vesperbrot /urecht gestellt ist Selten haben wir zu Beginn",des Hortes die Kinder gleich alle beisammen 'Ein Teil kann erst eine Stunde später kommen, weil er,durcrj Religionsunterricht zurückhalten1 ist Ein anderer muß früher weg, um den hebräischen Unterricht; der „Claus" jzu besuchen. Dieser bat Barmizwahsründen und jerejr jtnuß ins „O eder". Aber 'den Lelterti ist es genau1 bekannt, zu welcher Stunde die Kinder am Besuch des Hortes verbinden sind, und jedes; Fahlen ist begründet und nachweisbar auf der ausführlichen' Liste, die über die persönlichen und häuslichen |Verhältn/ssi: des Kindes genauej Aufzeichnungen enthält. Indem so jeder Schüjer sich, auch für die Zeit, iri der er sich außerhalb des ttortes befindet, beobachtet weiß, ist;die erste Grundlage der Erziehung! zur Ordnung bereits gegeben. -4l Alserste und selbstverständlichste Arbeit machen sich die Kinder an4 ihre Schulaufgaben, die unter Aulsteht und- Anleitung des gefertigt werden. Gerne, und'mit nicht ge- Stolze helfen auch die größjeren Schüler bei Lehrers ringem 4.' .

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