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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-06-01 · Nr. 5 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 5 - Juni
Date
1916-06-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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sich nicht damit, das Erscheinen von Büchern zu ermöglichen, sondern las sie auch und verarbeitete ihren Inhalt. Im Kuratorium der Zunz-Stiftung war er dasjenige Mitglied, das nach Beruf und Erziehung, den dort zu erörternden wissenschaftlichen TJingen am fernsten stand; als aber die Aufgabe in Angriff genommen werden sollte, die längst vergriffenen Meisterwerke von Leopold Zunz neu herauszugeben, da war es Siegfried Brünn, der rtiit dem größten Eifer ans Werk ging, alle Vorbereitungen für den Neudruck einleitete und auch die nötigen Mittel zusammen brachte. Wo er eine Aufgabe erfaßte,1 schritt er un verdrossen an ihre Lösung. Da er die Notwendigkei erkannte, die systematische Errorsclung des Judentum zu fördern, errichtete er zum 70. Geburtstag Herman Cohens an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums den „Hermann Cohen-Lehrttuhl für jüdische J - ..l - ä Religionsphilosophie und Ethik", ein herrliches Denkmal edelster Freundesliebe und jüdischer Glaubenstreue zugleich. |!1 Nur ein starker Geist in einem I stählernen Körper konnte so Umfassendes und Vielseitiges leisten. Doch nicht im Umfange der Lebensarbeit unseres hjeimgegangenen Bruders allein liegt Grüße, -weit mehr noch in der Art seines Wollens und Tuns. Sein gemeinnütziges Wirken war ihm Herzenssache, unter Hintanan für a I iche für Hindtrnisse Wette-, keine ihn davon reichen Pläne Frische und unermüdlich auf dir Sein Gewi Ii, die den reu besetzt nie an fahrts zwecke ihm als M Jlles G u i nnen strelbungen, des J udentu wartet heimgegangenen reget, damit das Verdienst am Leben Zur Frage der Kriegswaisejnpfleß Die. .letzte Sitzung des Generalkomitees vdm 26. März d. J. brachte eine Anregung des Br. Expras. Baum-Wiesbaden, welche sich mit der Kriegswaisen - pflege beschäftigte. Das gab mir Gelegenheit, kurz über die Verhältnisse in Dresden zu berichten, wo ein interkonfessioneller Verband für Jugendpflege sich mit dieser Frage bereits beschäftigt hat und auch die Fraternitasloge praktische Kriegswaisenpflege ausübt. Auf Wunsch, des Generalkomitees gebe ich hiermit ein etwas erweitertes Referat über diese Angelegenheit. Es besteht in Dresden seit etwa Vier Jahren ein interkonfessioneller Verband für Jugendhilfe. Ueber die Mitarbeit der Fraternitasloge in diesem Verbände und über seine Ziele ist schon früher in diesen Blattern berichtet worden. Neuerdings hat der Verband Wohlfahrtsbestrebungen in die Wege geleitet,, Welche klein beginnend - möglicherweise später jn groflem Maßstabe dazu' beitragen werden, die Zukunft enes' Teiles der deutschen Jugend sichern zu helfen. Es handelt sich um die Kriegspatenschaft irjit Ausbildungs-- die also der « den in daß, - 67 - erh ilt setzung seiner Person beschäftigte er sich unausgesetzt mit den Institu en, denen er sein Interesse zugewandt hatte; er mochte keinen Tag verliefen, ohne sie zu .fördern. Trotz seiner nahezu 78 Jähre kannte er keine seine Tätigkeit; kern Sturm und (kein Mühe und keiiie Anstrengung hielten zurück, die Verwirklichung seiner zahlpersönlich zu betreiben. Mit jugendlicher jjnännl icher Tatkraft;wirkte, der" Greis zum letzten I Tage vqr seiner Rejse, l '^1 ' ♦ "1 * I l " hn'der Tod ereilte. .■] '.. . LI ■ 1 '/» .J;" Hinscheiden hinterläßt; ejne große Lücke. Ehrenämter, die Br. Brünn Bekleidete, werwerden; es wird aiich, wie wir hoffen, Männern mit offener Hand für unsere Wohl- Aber unersetzlich bleib», was wir ensch verloren hahjeri; das warme, e empfängliche Herz, die persön- Anteilnahme an allen edlen Bedie Begeisterung'für die Zukunft jns! Möchte das Beispiel des so üner- Bruders zu^ Nacheiferüngf andas alte Wort iur Wahrheit.werde, daß j,uch.über den Jod hinaus den Menschen und ihm die Unsterblichkeit sichert! I. Elbogen (Berthold Auerbach;Löge).;e und Kriegspatenschaft kapitilsversicherung. Die Sache ist schöner als das ■ ' L ' " L. ' \~" langatmige Wort vermuten läßt Es handelt sich — kurz gesagt — darum, durch Uebernahme einer Kriegspatenstelle bei — während des Krieges geborenen — Kind :rn von Kriegsteilnehmern eine Versicherung desjenig :n Kapitals zu schaffen, welches die Ausbildung der Kinder zU einem gewerblichen-Berufe nach Ent lassu ig aus jler Volksschule ermöglichen sojl. Zu diesem Zwecke werden zunächst einmal Kriegspaten gesucht. Kriegspate kann jeder werden, der sich verpflichtet, während der nächsten 14 Jahre monatlich ingfügjge Summe vqn I M. bis 1,50 M., d.h j;eni jährlich von 12^18 M J oder im ganzen während auer von 14 Jahren 168 M. bezw. 252 M. an Verband abzuliefern. Diese Summe kann auch F>rm einer letztwilligen Verfügung sichergestellt werden, für e nen etwaigen Todesfall zur Auszahlung an den Verpand, nach Abzug der bei' Lebzeiten bereits geleisteten Summen. Der Verband will aber, irgend möglich, die Eltern bezw. die im

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