Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 3 - März/April
- Date
- 1916-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Wf*. IhC //> fiiy der Qroßloge vorhandenen Fonds, nämlich dem Hilfsfond, dem Unterstützungsfond für Logen und dem Unterstüfzungsfond für deutsche Juden, sowie aus einem für die Dauer.von drei Jahren zu zahlenden Beitrage von 10 Mark jährlich für jeden Logenbruder. Laufende Mittel, die durch möglichste Einschränkung der sonstigen Unterstützungstätigkeii der Grpßloge frei werden, sind dem Fond gleichfalls zuzuführen.— Der Antrag der Mamreh-Loge auf Abhaltung einer Delegierten-Konferenz wird nach Ausführungen der Brüder Baumann und Beer abgelehnt. Eine Delegierten-Konferenz sei ein. Zwitterding zwischen Großloge und Generalkomitee, das auch gesetzlich gar nicht vorgesehen sei. Die Meinung der. Versammlung ging dahin, daß für die bisher 'vorliegenden Wünsche und Anregungen das Generalkomitee und die Logenverbandstagungen wohl als ausreichend angesehen werden können. Desgleichen gelangt der Wunsch derFreiheit-Lo'ge in .Oppeln aut Abänderung des Logenverzc ich nisses in dem Sinne der alphabetischen Aufzählungen der Logen nach Städten geordnet, nach den Ausführungen des Br. Schulhöfer zur Ablehnung. Der historische Sinn spräche dafiy, die Aufzählung nach der Entstehungszeit der Logen zu belassen .' Die Lessing-Loge in Breslau regt an, die Monatsberichte den Witwen verstorbener Bruder'zugängig zu mTcUi'en! Die Zion-Loge empfiehlt, nur die F r a u e n 1 e i 1 a g e als Sonderabdruck in diesem Sinne zu verwenden. An der Diskussion darüber beteiligen sich nach den Ausführungen der Referenten Baerwald und Mdritz die Brüder Heinemann, Merzbach, Cohn und Goldschmidt. Die Anregung wird allgemein sympathisch aufgenommen. Als strittige Punkte werden nur betrachtet erstens die Frage, ob die Berichte allen Witwen zugehen sollten oder nur denjenigen, die sich ausdrücklich dafür interessieren und von den einzelnen Logenpräsidenten namentlich bezeichnet würden, ferner die Frage, ob das ganze Blatt oder nur ein Teilabdruck zur Verschickung gelangen solle. Entsprechend dem Vorschlag des Geschäftsausschusses wird der Verband der Frauenvereinigung gebeten werden, sich gutachtlich über diese Frage zu äußern. Die Kosten müßten von den Logen übernommen werden. Eine längere Debatte knüpft sich an den Antrag des Br. Baum-Wiesbaden, betreffend Aufklärungs- IL Seitdn arbeit mich dem Kriege. Von allen Wichtigkeit dieser Frage betont. B r. Baerwald erwartet ein starkes Anschwellen der antisemitischen Bewegung nach dem Kriege, wir genistet gegenüber treten müssten. Na ürllch sei es nicht unsere Aufgabe das Arbeitsgebiet des Zentralvereins bezw. des Vereineszur Abwehr des Antisemitismus zu übernehmen. Redner führt Beispiele vön antisemitisch tief stehender Gesinnung aus den Spalten d :r Deutschen Tageszeitung an. Wenn dieses in Zeiten der Burginedens geschäht, so dürfte man sich auf weitere Dinggefaßt machen. Br. Merz als besonderes Vorliebel verwendet Wird, auch in Bezuk* auf .Nichtb a c h regt an, dasjenige! Material] das Belastungsmaterial geger Juden mit juden zu Überstellung zu. haben. Auch empfehle Tätigkeit nehmen. Br. hin, die fassung. Bau mann weist auf die Schwierigkeiten die Statistik häufig für eine gerechte Aufunserer Verhältnisse biete. -Es sei schwer sie sammeln, um späterhin eine wirk same Gegen der Ausschnittsbüros mehr in richtig zu lesen, und darum müße die besonderer Vorsicht gehandhabt werden. wird die sich, die \nspruch zn Statistik mit , wenn i tnch Br. Beer bemerkt, daß das Sichten der Zeitungen bereits .durch Vertrauensmanner des Zentralvereins, unter denen viele Logenmitglieder sich befanden, erfolge«. Br. Goldschmidt führt selbstverständlich die Logen nach aussen hin keine offizielle Stellung nehmen könnten, so sei es doch von Bedeutung, gewissermaßen jedes einzelne Logenmitglied in dieser Frage zu mobilisieren. . ] Die Debatte ergibt, daß die Anregu igen.des Br Baum zustimmend aufgenommen werden. Die Art ihrer Ausführung wird dem GeschäftsauschuiS übertragen. 1 : \ Desgleichen gelangt die Anregung des Br. Baum- Wiesbaden betr Kriegswaisen pflege zu einerpositiven Verabschiedung, nachdem Br. Cohn als lehrreiches Beispiel die Art der Jugendfürsorge angeführt hat, die unter Mitwirkung der Logen in Sachsen in der Form einer Kriegspatenschaf t zur Ausf ür runggelangt Es tritt eine Versicherung bis zum 15. Lebensjahre ein, für welche die Kosten als nicht übtrmai ig -erheblich bezeichnet werden können. Br. Beer: ersucht Br. Cohn» um eingehende schriftliche Darstellung und beantragt sc dann Ueber Weisung des Materials an den Geschäftsausschuli zur weiteren Behandlung, 43 - I I m