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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-03-01 · Nr. 3 - März/April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 3 - März/April
Date
1916-03-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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\ wn Logen und den einzelnen Mitgliedern volle Bewegungsfreiheit lassen, sich der einen oder der anderen Vereinigung anzuschließen. Da jede Vereinigung sicherlich nur Gutes will, würde ich sogar nichts dagegen haben, daß jedes einzelne Mitglied beitragspflichtig bei allen Institutionen ist. Nur Stellung darf der Orden oder die einzelnen Logen für den einen Weg nicht nehmen, da sie damit die andere Institution bekämpft und dies unsere bisher so segensreich wirkende Neutralität vernichten würde. Aber ich' habe, da ich ja selbst bei allen Vereinigungen gearbeitet habe, den Eindruck gewonnen, daß auch alle diese Vereinigungen in ihren Bestrebungen daran kranken, daß sie die politische Zukunft und das Schicksal namentlich von Polen nicht voraussehen -können. Ich habe deshalbimmer das Empfinden gehabt, es sei mit dem Versuch der Regelung der politischen Fragen zu zeitig begonnen worden. Deshalb bin ich nach wie vor der Ansicht daß wir-in politische/ Beziehung uns nur und zwar jedes Mitglied nach seinem Geschmacke den bestehenden Vereinigungen 'anschließen sollen. Nach dem Kriege wird für den Orden'freilich eine außerordentliche umfangreiche Wirksamkeit in ethischer Beziehung einzutreten haben. Neben den politischen und ethischen Fragen gibt es aber auch eine c h a r i t a t i v e Frage. Nach dieser Richtung wird ja wohl endlich bei den Logen bekannt sein, daß wir als ein Teil des "Hilfsfonds" in charitativer Beziehung tätig sind. Das Verlangen einzelner Logen, auch in dieser Beziehung selbständig vorzugehen, bezeugt einen Mangel an Verständnis über den Umfang der nötigen Hilfsmittel. In den besetzten Teilen Polens befinden sich allein 700 000 Juden, die unterstützt werden müssen*- Eine solche Hilfsaktion kann nur im allergrößten Maßstabe unternommen werden und deshalb meine ich, kann der Orden auch in charitativer Beziehung nur einen kleinen Teil des großen Ganzen bilden und muß sich mit der Genugtuung begnügen, nach seinen Kräften dabei mitgewirkt zu haben.' Trotzdem wird es aber in charitativer Beziehung viele Gelegenheiten geben, daß der Orden, abgesehen von seiner allgemeinen - Mitwirkung bei dem Hilfsfond Bewilligungen wird auszusprechen haben, um Gutes zu schaffen. Nach dieser Richtung liegt ja bereits der Antrag vor, den Be rag von 15 000 Mark zur Begründung einer Darlehnskasse in Warschau zu verwenden. Da Br. Haas bei der Verwaltung dieser Kasse mitwirken will, würde ich es Sehr bedauern, wenn das Generalkomitee die Bewilligung der 15 000 Mark zu diesem Zwecke nicht gutheißen würde. Mit diesen 15000 Mark kann eben etwas sehr Gutes geschaffer werden, resp. der Grund für eine gute Einrichten; j gelegt werden. Ebenso kann etwas sehr Gutes mit den 3000 A l für die K i n d e r p o 1 i k I i n i k in WMna geschaffe i werden. Freilich wird die Großloge nach Schaffun» dieser Poliklinik sich nicht entziehen können, vielleicht noch weitere Beträge dafür zu zahlen. Auch werden wir nach meiner Auffassung uns nicht einer größeren Beitragsleistung an die G r o ß - löge des Orients en ziehen können. In dir Türkei sieht es nach allen Informationen, die wir ehalten, noch viel schlimmer aus als in Polen und Galizien. Die von uns verlangten Beträge von 12000/1 pro Quartal sind natürlich viel zu groß. Wir wolle i auch nicht an in der Türkei bestehende Vereinigunge l Geld zahlen, sondern an die Großloge selbst, dam t die notleidenden Brüder in erster Reihe berücksichtig t werden können. Ich würde es schmerzlich empfindet i, wenn das Generalkomitee den Betrag von 10 000 IV? an die Großloge des Orients nicht bewilligen würde. Br. Baumann: macht den Vorschlag, eine Generaldebatte vorangehen zu lassen, da ja fast al e Punkte miteinander in Zusammenhang stünden. Der Antrag findet nicht den Beifall der Versammlung. Nunmehr wird in die Tagesordnung eingetreten. Br. Maretzki berichtet, daß er im Gegensaiz zu den Mitgliedern des Geschäftsausschusses bereit sei, zum Zwecke der Einheitlichkeit der kranket-' Schwesterntracht im gesamten Verb a n d e de - Krankel h Schwestern auf den H aubenstreifen mit Jen Buchstaben U. O. B. B. zu verzichten. Wenn einje Einheiles nicht Ausdru<k die Rü:ksicht auf eine Iichkeit hergestellt werden solle, so wäre angängig, daß wir besondere Wünsche zum brächten. Ah erster Stelle müßte die Tatsache der Mitarbeit stehen und nicht einzelne Organisation. Br. P e i s e r fragt an, ob wenigstens die Brosche mit der Bezeichnung U.O B.B. in Zukunft unseren Schwestern getragen werden könne, vom Referenten bejaht wird. Br. L i s s e r wünscht die Frage beantwortet zu wissen, welchen Nachteil wie durch den Austritt aus dem Verbände haben würdea Br. Alexander- Katz führt als Korreferent aus, daß der gesamte Geschäftsausschuß mit alleiniger Ausnahme des Br. Maretzki besonderen Wert auf vc n was

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