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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-03-01 · Nr. 3 - März/April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 3 - März/April
Date
1916-03-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Um all diesen Anforderungen nur einigermaßen gerecht werden zu können, müssen die Großbgenfonds erheblich gestärkt werden. Wohl waren wir bis jetzt in der Lage, dort, wo besondere Verhältnisse es erheischten neben dem „Jüdischen Hilfsfond", an dem wir und unsere Logen bekanntlich beteiligt sind, helfen] einzu greifen. Allein unsere Fonds sind erschöpft; wir bedürfen dringend neuer weiterer Mittel. L Die Aufbringung dieser neuen Mittel beschäftigte uns seit geraumer Zeit. Eifie Erhöhung der Groß iogenbeiträge hielten wir nicht für angebracht, da dadurch so manchem bewährten und lieben Brider die Zugehörigkeit zu unserem Bunde erschwert werden könnte. Von mancher Seitp wurde die Erhebung einer einmaligen Kriegssteuer in Höhe von 10 M. pro Mitglied angeregt. Eiesen Weg gliubte aber das Generalkomitce nicht empfehlen zu sollen, weil es der Ansicht ist, daß 1 unsere Brüder, die an das freiwillige .Geben gewöhnt sind, eine solche Kriegssteuer als einen Zwang empfinden könnten, und daß freiwillige Gaben voraussichtlich einen noch größeren Betrag ergeben würden Wir gestatten uns daher gemäß dem Beschlösse, den das General komitee gefaßt hat, uns an alle lieben. Brüder und Schwestern mit der innigsten Bitte zu wenden. Ein jeder gebe nach Mäßgabe seiner Kraft Herz antreibt. i seiner letzten Sitzung i freiwillige Spenden Seit dem 34jährigen Bestehen unseres Ordens in Deutschland war der Opfersinn unserer liebe t Brüder und wozu ihn angesichts der großen I Schwestern und Logen stets rege. Ob es galt, „den Opfern der Verfolgung zu Hilfe waiseri und Pogromwitwen zu beschützen oder die Wunden sonstiger Katastrophen Not sein zu kommen' Pogromzu heilen, immer waren in ihrem O. B. B tu einem j Wohlfahrt; Ländern unsere Ordensangehörigen bereit, die Großloge mit den nötigen Mitteln auszustatten, damit sie segensreichen Wirken nicht gehemmt werde. Durch die Opferwilligkeit der .Logen, der Brüder lyid der .Schwestern isi der Orden U in Deutschland aus kleinen Anfängen zu einer achtunggebietenden! Höhe emporgelangt und Machtfaktor in der Judenheit geworden, der gemäß seiner Devise mit allen Organisationen Vereinen zum Wohle der Menschheit einträchtig arbeitet. Die leidende Menschheit in allen hat sich daran gewöhnt, bei eintretender Notlage sich an uns zu wenden, weil sie der Ueberzeugun^ ist, daß die „Söhne des Bundes" ein geschärftes Öhr besitzen für jeden Seufzer, der sich einer gequälten Mens :henbruslt entringt. Die Bedürftigen, Verfolgten, die Mühseligen und Beladenen kommen zu uns, weil sie .wissen, daß die WohItät|gkeit einen Grundpfeiler unserer Bestrebungen bildet, und daß alle unsere Bruder Schwestern denj Bedrängten und von Not Geplagten jederzeit soziales Verständnis, ein warmfühlendes Herj: und eine offene! Hand entgegenbringen. ' Diesen guten Ruf, den unser Orden in jährelanger, rastloser Arbeit sich erworben hat, woller wir uns auch weiter erhalten. . Unser Orden darf und soll in dieser schweren Zeit, da man seiner am meisten bedarf, nicht versagen!! J; -I i i Darum ergeht unsere Bitte an alle unsere lieben Brüder und Schwestern: Helfet uns durch freiwillige Gaben, unsere Kriegswohlfahrtsfonds aufzufüllen, damit wir mit vollen Händen geben und Oberall Segen stiften können!*' Der Oeschäftsführende Ausschuß und das Generalkomitee der Oroßloge für Deutschland VIII U. O BJ B. Geh. Justizrat Ti m e n d o r f er, Berlin. Rechtsanwalt Dr. Max J es e 1 s o h n, Mannheim. Justizrat Dr K u i n i t / k > Berlin. Kommerzienrat Maximilian St e i n, Berlin. Justizrat Prof. Dr. Alexander-Katz, Berlin. Justizrat Cr. A pf e Com. Rechtsanwalt Albert August, Saarbrücken. Justizrat Baerwald, Bromberg. Rechtsanwalt Max Bau mann Danzig. Justizrat Eugen Beer, München. Dr. Alfred Cohn, Dresden. Dr Max Ginsberg, Berlin. Dr. Alfred £oldschmidt. Berlin. Justizrat Gustav Heinemann, Hannover. Rechtsanwalt Max LewinsRy, Neiße. TPerdmand L i e b h o I d . Heidelberg. Alfred Lisser, Hamburg. Geheimer Sanitätsrat Dr. Maretzki, Berlin. Rechtsanwalt Dr. Richard Merzbach, Frankfurt a. M. Justizrat Julius Moritz, Stettin. Rechtsanwa t Dr. Max Nußbaum, Hanau. Sanitätsrat Dr. Ollendorf, Barmen. Justizrat Georg Peiserj Breslai Rechtsanwalt Dr. Arthur, P i c.k , Liegnitz. ' Leopold Plaut, Eschwege. Stadtrat Jakob S c h 1 e y e r, Posen Diplomingenieur S. Schulhöfer, Würzburg. Rechtsanwalt Dr. Heinrich Wo I f, .Stuttgart. 'Beträge bitten wij W62, Kleists-tr. 12, Angabe .des Namens and machen können, i unter Bezeichnung „Kriegswohlfahrtszwecke" an das Büro der Großloge dfirch die Commerz- und Disconto-Bank oder mittels Postscheck N o. 1 ' 6333 unter der betr. Loge zu richten, damit wir den Spendern danken und der Loge hiervon Mitteilung Berlin

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