Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 3 - März/April
- Date
- 1916-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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'■■ [ ' Ii1 ■' Berlin, März/April 1916. BERICHT der GROSSLOGE FÜR DECTSC1LAND VIII Eingetragener, Verein. [s Eigener Verlag der Grossloge. Bureau: W62, Kleiststr. 12. Telephon Nachdruck iimtlIcher Artikel aus dleten i=C= Berichten verboten. 0. Amt Lützow 4619. Pos Scheck: 163» •' 1 ■: ~ Nummer 3. IB. B k Inhalts Aufruf. — 127. Sitzung de» Generalkomitees. — Au! dem Verb inde der Frauenvereinjgungen. ■ ■ ' . .. i ' ■ i Zur Stärkung der Kriegswohlfahrtsfonds der Großloge. Gemäß der Entschließung, die das Generalkomitee in r chtet die Großloge an die Brüder und Schwestern seiner 127. Sitzung vom 26 März fj. gefaßt hat, nachstehenden Aufruf: ausbrach, Ida' Liebe Brüder und Schwestjerln! Als der schwere unserem Vaterlande von skrupellosen Gegnern aufgezwungene Krieg mobilisierte auch unser friedfertiger Orden und stellte seine gesamte Organisation in den Dienst vaterländischer Wohlfahrtspflege «Die Großloge, sämtliche Einzello&en und unsere gesamte Brüderschaft wetteiferten in der opfetfreudigsten Förderung aller sozialer; Werke der Kriegszeit. Eigene Lazarette und Erlolungsheime, Kriegsküchen und Unterstirl zungskassen wurden errichtet, die vo t uns ausgebildeten Krankensch vestern zogen ins Feld, unser Lazarettzug wurde ins Leben gerufen, eine tausendfältige Hilfstätigkeit setzte ein und gab unserem Ordensleben das Gepräge. Es verstand sich von selbst, daß wir mit dem Aufgebo aller unserer K räfte für alle vaterländischen interkonfessionellen WohHahnsertordernisse eintraten. Die. Not jüdischer Kreise greift uns naturgemäß besonders ans Herz, weil diese in erhöhtem Maße auf unsere Mithilfe an jewiesen sind. Der furchtbare Krieg hat während seiner langen Dauer besonders viel Not und Elend über unsere Glaubensgenossen in den verschiedensten Ländern gebracht, /ahllose Existenzen wurden vernichtet oder erschüttert, viele Familien, die sich früher eines Wohlstandes erfreuten, sind jetzt auf Unterstützungen angewiesen. Der Schrei der Not und der Ruf nach Hilfe dringen zu uns von nah! und fern. Aus R u s s i s c h - P o Le n , Westgalizien, den Balkanstaaten und dem Heiligen Lande gehen uns unaufhörlich Bittgesuche zu, die die trostlose Lage der dortigen Glaubensbrüder in den düstersten Farben schildern. Hier gilt es, Säuglinge durch Verabreichung von Milch vor dem sicheren Tode zu retten, dort Krankenhäuser, Altersheime, Blindeninstitute und Herbergen, die infolge der Not belegter sind als sonst, in ihren .Betrieben zu erhalten. Da sollen hungernde Schulkinder gespeist, dort Witwen gefallener Krieger unters ützt werden. Die einen bitten um Errichtung von Darlehnskassen, um erschütterte Existenzen um Beschaffung von Arbeitsm'öglichkeiten für Arbeitslose, andere wiederum Halbwaisen und für Kinder vermißter-und verschollener Väte: Auch in unserem Distrikte selbst, in den Kreisen un Wirkungen des Krieges und der Teuerung sehr bemerkbar; Ordensangehöngen ihren Einzug gehalten, pie Zahl der | Gesuche von Brüdern und Witwen ist serer Brüder, Frau Sorge hat Vergleiche ' mit den früheren Jahren bedeutend gestiegen. Da eikener Kraft helfen zu können, wird die Großloge um entsprechende Zuschüsse angegangen 33 aufzurichten, um' Fürsorge die für änderen Waisen, machen sich di: ungünstigen so manches jiius unstrer manche Logen nicht in der L ige sind, aus •H ' * *• * J r * 1 im 1;