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Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1916-02-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Von den Zöglingen sind* alle, bis auf 2, die aus Rußland stammen, deutscher Nationalität. Ein Kind ist Vollwaise, die übrigen sind Halbwaisen oder haben noch beide Eltern, Der jüngste Zögling ist 6 Jahre alt, der älteste vollendet in kurzem das 15. Lebens-;ahr- . - .' Die Kinder besuchten die Qsmeindeschule, ausgenommen 2 Mädchen, die wir ins Lyzeum und 2 Knaben, die wir in die Realschule schickten. Das Schulgeld für. die betreffenden Kinder, die wir höheren Lehranstalten zuführten, wurde von privater Seite aufgebracht.. Ein; Schülerin war wegen ihres Fleißes und hervorragender Begabung vom Schulgeld befreit. Abgesehen von einigen .ungefährlichen Erkrankungen, ließ der Gesundheitszustand der Zöglinge nichts zu wünschen übrig." Die Sommerferien 1914 verbrachten sie in den Ferienkolonien, dagegen mußten sie in den Sommeiferien» 1915 auf diese Wohltat infolge der durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse verzichten. Trotz der durch die .herrsehende Teuerung bedingten vereinfachten Lebensführung erfreuen sich die Kinder einer fortgesetzten Gewichtszunahme. Eine rationelle Ernährungsweise und ,häufige Spaziergänge in frischer Luft sichern das körperliche Gedeihen unserer Zöglinge. Bei Gelegenheit ihrer Barnizwofeier wurden die Knaben von den Herren und Damen des Kuratoriums reich beschenkt. Einige Mädchen erhielten' nach Vollendung ihres 12. Lebensjahres ansehnliche Geldbeträge für ihre Spartassenbücher. Die Ctianukifeier im Heim nahm wie immer einen schönen und alle Teilnehmer befriedigenden Verlauf. An der Feier " des 50. Geburtstages seinet Stifters, des Brüders Max Jaffa, beteiligte sich das Heim rn der Weise, daß dem Jubilar in seinem Hause von einer Abordnung der Zöglinge in Begleitung des Leiterpaares ein Gesamtgruppenbild der Heimkinder überreicht und deren Glückwünsche ausgesprochen, wurden. Außerdem fand einige Tage später in den Räumen des Heims eine kleine' Festlichkeit statt-, zu. der sich der Stifter und dessen Angehörige sowie Freunde der Anstalt eingefunden hatten. Bei dieser Gelegenheit wurde in mehreren Ansprachen dem philantrppischen Wirken des Jubilars die gebührende Anerkennung gezollt. Die Jahrzeitsstiftungen haben sich seit dem letzten Bericht um 7 vermehrt, sodaß jetzt im Laufe eines Jahres 27 Jahrzeiten von uns begangen werden. In den meisten Fällen beteiligen sich auch die Anver- 7 :vßfm-. ■ ...f I _24 des Jaffaheims ich wandt:n der Verstorbenen an den Gottesdiensten^ im Heim. Das Vermögen ca 133 300 Mk., v|or Verrechnung kamen beiträge beliefen si An einmaligen Zu« betrug Ende 1914 ca. 52Ö0 Mk. Zinsen zur Die Jahresbeiträge inkl. Logenim Jahre 1914 auf ca. 17 900Mk. endungen gingen ein: 2800 Mk. Dr. Grünthal. Israelitische Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder Wilhelm Auguste Victoria-Stiftung in Bee itz, E. V. Die Berichtszeit bedeutet einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte ier Beelitzer Anstalt. In der Leitung sind folgendi: Veränderungen zu verzeichnen: Herr Professor Dr. Philippson, der den Verein seit seiner Begründung geleitet hat, hat aus Gesundheitsrücksichten den Voisitz niedergelegt, gehört aber mit dem Titel eines Ehrenvorsitzenden dem Ausschuß weiter an. Den Vorsitz hat Brader Öroßpräsident Timendorfer übernommen, während der DIGB. als die andere Gründercörperschaft in der Person des hochverdienten Herrn Dr. Nawratzki aus Nikolassee den stellvertretender Vorsitzenden stellt. Auf diese Weise sind die beiden Gründerkörperschaften satzungsmäßig vertreten. Die Anstaltsverwaltung ruht, nach wie vor in den bewährten Händen des Bein'schen Ehepaares, dessen ^Aufgabe durch die ^eitverhältnisse sehr erschwert ist, denn beide Hilfslehrer wurden zur Fahne einberufen. Von diesen ist der eine, Herr Albert Levy, der im Juli vorigen Jahres jn unsere Dienste trat, aber schon vor 10 Monaten dem Rufe des Vaterlandes folgte, am 9. September als Gereiter der 1. Kompagnie des Inauf dem östlichen Kriegsschaugestorben. Albert Levy, der am 5. Februar 1S91 in Bollendorf, Kr. Bitburg, geboren wurde,'war ein strebsamer junger Lehrer, dessen frühes Hinscheiden unsere Anstalt aufs herzlichste beklagt. Fast gleichzeitig mit dieser Trauerbotschaft erreicht uns die Nachricht, da Ii auch der Korbmacher Göres aus Treuenbriezen, [der als tüchtiger Meister und pflichttreuer Beamter; unsere Zöglinge in seinem Handwerk unterwiesen hat, als 'Ländsturmmann in der Champagne für das Vaterland gefallen ist Ehre dem Andenken unserer braven Beamten! Der Unterricht wird nach einem abgekürzten Lehrplan von den Bein'schen Eheleuten erteilt. fanterieregiments 335 platz den Heldentod

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