Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1916-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1916
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1916-02-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4864325-6029084-6074370--2007-4866115
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

\ Unter den obwaltenden Umständen muß der schöne Plan der Schaffung einer Lehrlingsabteilung für unsere älteren Zöglinge, für die der Erweiterungsbau unserer Anstalt bestimmt ist, bis nach Kriegsende vertagt werden. Dieser Bau war vor Ausbruch des Krieges begonnen'und ist unter erheblichen Schwierigkeiten und Kosten ausgeführt worden. Die Leitung des Erweiterungsbaues, der sich organisch dem Knabenflügel anschließt, lag auch diesmal in den bewährten HSnden des'Herr Baumeisters Alterthum. Er bietet Raum für 14 weitere Zöglinge und enthält außerdem Platz für eine Tischlerei, eine Schneiderei und eine Korbmacherei, fernpr 3 Schulzimmer, je 1 Spiel , Sprech- und Lehrerzimmer. Da die 14 ncue.i Plätze ihrer Bestimmung für Lehrlinge noch nicht1 zugeführt werden können, werden sie mit jüngeren Zöglingen belegt und der Andrängest ein so großer, daß in absehbarer Zeit unsere jetzt für 60 Zöglinge bestimmte Anstalt wieder voll besetzt sein wird. Die derzeitige Frequenz beträgt 55, davon 43 Knaben und 12 Mädchen. In den nun seit Eröffnung der Anstalt verflossenen 7 Jahren sind •' bereits insgesamt 109 Kinder, darunter 70 Knaben und 39 Mädchen, verpflegt und in der Mehrzahl der Fälle auch geistig gefördert worden , -iDurch cen Verlust der.Zinsen der voraussichtlich 40,000 M. (betragenden Bausumme und durch die herrschende Teuerung ist die finanzielle Lage der Anstalt eine ungünstige geworden. Unsere Anstalt ist daher der Fürsorge unserer Logen angelegentlich zu empfehlen. Erwünscht wäre es auch, wenn Wohltäter und Erblasser aus den Kre'sen unserer Brüder sichjhrer »annehmen wollten. Dr. W. Neumann. Jugend schritten Gelegenlhch der letzten hielt der Unterzeichnete nommenen Vortrag, Kommission. Inhalts unterbrach, || ' v V vt wie die Jahre zuvor. Da kam dejr Krieg und wie so viele andere segensreiche Bestrebungen, auch die Tätigkeit unserer Jugendschrift« n-Kommission^ Zu den hohen-Fe ertagen J914 brachten wir noch eine Nummer heraus, die in ihrem Inhalt der neuen Lage Rechnung trug. Dann aber stellten wir-das Erscheinen .des Wegweisers ein. Die Gfoßloge, nicht minder aber die einzelnen Logen infolge des Krieges starke Ausfälle'an Einlen n' r und eine so große Eijhöhung d;r Ausgaben", mit ihren Mitteln möglichst sparsam umhatten nahm daß « gehen J mußten. Dazu kam, daß das Ihterejsse der Jugend durch die Kriegsereignisse, nartreiitlich infolge der stich in den ersten Wochen ub:rstürzenden Siegesnachrichten, später durch die''verschiedenen, auch von der Schale begünstigten Samm ungen vollauf in Anspruch genommen war. Entsprechend dem allgemeinen „Burgfrieden" wollten wir. es ferrler verunsere Jugend 5 rjnderbestr;bungen zu wäre auch nicht leicht gewesen, ■ 't i A . t . . -. - _ 1 meiden, für verfolgen, und es gerade in dieser alle Glaubenshekehntnissi! in gleicher Weise erregenden und begeisternden 2 eit die Ereignisse vom konfessionellen Standpunkt aus zu betrachten und zu beleuchten, ohne dabei in Stil und Ausführung gegen die von uns bisher vertretenen Gesetze für die Jugendliteratur zu verstol en. Es. ist neuerdings vorgeschlagen worden, eine Sammlung von jüdischen Kriegsnovelle i zu v.eran ftalten. Die Kommission steht noch immer in Unterhandlungen über diese Frage, die Entscheidung wird äHer Wahrscheinlichkeit ob geeignetes nach Material handen' sein wird. Tagung der Großloge einen mit Beifall aufgein dem er cie anwesenden Vertreter der Logen mit den Bestrebungen der Kommission vertraut machte und ihnen deren Förderung warm ans Herz legte. Talsächlich war ein gewisser unmittelbarer Erfolg dieser Rele festzustellen; weit reger als sonst waren die Nachfrage räch den Schriften, welche die Billigung der Kommission erhalten hatten, und das Interesse für den Wegwe'scr. Unsere Zeiischrift ertigsten schien Ende 1913 und in der ersten Hälfte 1914 in voller Regelmäßigkeit, mit gleichem Reichtum des in ersler R^ihe davon abhängen, genügender jlCeise vor- In der Organisation ist eine kleine Äeiiderung zu verzeichnen. Da der Unterzeichnete infolge anderweitiger starker Inanspruchnahme um Entlastung bat; ist ihm in Gestalt von Br. Gallii er (Expr. ier D.R.L.) ein Vizepräsident an die Seite gestellt worden". Ferner hat Br. Dr. Spanier-Magdeburg sich aus Gesundheitsrücksichten genötigt gesehen, qie Leitung des Wegweisers niederzulegen. Unsere Bitten vermojehten nicht ihn umzustimmen, wir konnten nicht umhin, seine Beweggründe anzuerkennen. W^- wollen r icht unterlassen jr|m auch an dieser Stelle für seine selbstlose Mühewaltung und seine von warmem Vers ändnis für die Jugend unid für die kulturellen 'Besrrebtini;en Unserer Zeit getragene aufopfernde Tätigkeit, unsern aufrich Dank auszusprechen. —'• 25 i- } V ogen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.