Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1916
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1916-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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-Am 8. November begann die 20. Ausreise des Zuges. In O. und S. wurden am 10. und 11. November die Verwundeten aufgenommen und am lß. November in Posen ausgeladen. Die Angehörigen der Amicitia-Loge bereiteten dem Zuge die liebevollset Aufnahme und erwiesen ihm während der Abstellung herzliche Aufmerksamkeit. Dem Lazarettzuge der deutschen Bne Briss-Logen sind reichlich Liebesgaben gespendet worden für die Lazarette an der Front. Die erste Liebesgaben-Verteilung nahm der Großpräsident selbst vor; große Mengen von Wollsachen, Hemden, Wein, Kognak, Stärkungsmitteln, Konserven, Fuchtsäftin wurden an die Lazarette verteilt. Als es sich schließlich herausstellte, daß zwar die an der Ba in gelegenen Lazarette viel Liebesgaben erhielten, dagegen die mehr an der Front liegerden Lazirette nicht versorgt werden konnten, ist die Verteilung der Liebesgaben eingeschränkt worden; dieselben sollen an eine bestimmte militärische Behörde abgeliefert werden, die die Verleitung vornehmen soll. Aber häufig ist doch der Zustrom der Verwundeten zu den Etappenlazaretten so groß, daß es doch recht notwendig ist, auch den Etappenlazaretten Spenden ' zu übergeben; wir sind daher sehr dankbar, daß dem [ßr. Rechnungsführer besondere Fonds dafür zur Verfügung gestellt worden sind. II ', ■ Der Orden Bne Briss hat sich in der Friedensärbeit die Aufgabe gesetzt, Kranke zu besuchen Und zu pflegen; jetzt im Kriege hat er sich auch in den Krankendienst gestellt und hat den Zug hinausgesandt, um unsere Verwundeten aufzusuchen, sie zu pflegen und sie zur Wiederherstellung nach der Heimat zu; bringen. Möge das Werk Segen stiften in dieser schweren Zeit und sich dem Vaterlande und unseren braven Kriegern bewähren! Expräs. Dr. Staub, leitender Arzt des Vereins-Lazarettzuges M 3. Die innere Verwaltung des Zuges wird vou Br. Rechnungsführer .Dr. Holländer demnächst geschildert werden. ' ( ■ * *i ff . IW' ' '! ' Russische Waisen. Die eingeforderten Berichte über die russischen Waisen lauten fast durchweg günstig; sowohl die körperliche als auch die geistige Entwicklung der Kinder ist fast durchaus zufriedenstellend bis auf drei Knaben, von denen einer herzkrank, einer geisteskrank und der dritte lungenkrank ist In dem ersten und dritten Falle ist wenig, Aussicht auf völlige Genesung m v. ■ vorhanden. Die Nachrichten von den beiden adop-, tierten Mädchen sind recht erfreulich. Bei einigen männlichen Progromwaisen hat die Aufenthaltserlaubnis [zufolge des 1 Krieges einige Schwier gkeiten ergeben. Einige mußte \ ihren Wohnsilz, da er zum Festungsgebiet gehörte wechseln, bei einfgen haben die Pfleger bgzw. die'Logen für das Wohlverhalten und die; deutschfreundliche Gesinnung gebürgt sodaß die Betreffendei in i irem Wohnort bleiben] I durften, nur einer ist in Traur stein interniert worden. Wegen seiner Befreiung hat die Großloge, nachdem sie dies erfahren hatte, Schritte unternommen. Seit dem jaire. 1913 sind' T Waisen, darunter drei Geschwister, in die ussiscl e Heimat zu> rückgek ehrt. Von den unter d<p"|Obhut d :r Grof flöge stehenden 46 Waisen sind 9 männliche und eine weibliche kaufmännisch, 12 männliche und 12 weibl che gewerblich tätig, (iarunler eine Krankenschwest :r. L männlicher und 5 weibliche, darunter die bei den adoptierten Mädchen) besuchen <4ir Schule, und — wie bereits erwährjl — sind 3 krank, 1 interniert lnd 4 seit 1913 ausgewandert. 1 ,; '■ Da der früher bei[di:r Großloge besi ehende Russenfond fast ganz aufgebraucht war; vurde in der. 389. GjdchäftsausschnßtSitzung vom 29. April 1915' beschlössen, daß im Jahre 191.5 nur. für 26 Kinder, die unter 18 Jahre sind, Spareinlage! zurückgelegt weiden, — Die Spareinlagen der Po< romwaisen betragen zurzeit M. 16 416.94, dazu <ommen Ende Dezemhr 1915 26 Spareinlagen ä W: 40.— (davon M- 20von der Großloge unl M. 2t— vom Hilfsverein) und die üblichen Zinser. f- I a'sches Fürsorge- und W aisenheim oßloge für Deutschland VIII U.O.B.B. 1914 1915 Die Anzahl der Zöglinge blieb in Ben beiden Berichtsjahren im allgemeinen dieselbe vrie in den Vorjahren und beträgt gegenwärtig 21, ui d zwar: zehn Knaben und elf Mädchen. Nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres wurden seit Ostern 1914 bis heute 5 Zöglinge aus unserem Heim entlassen: 4 Knaben und 1 Madchen. Sie sind sämtlich geeigneten Berufen zugeführt worden und kehrten entweder in das Elternhai s zurück, oder wir besorgten ihnen anderweitige Unterkunft, die ihr körperliches und sttliches Wohl gewährleistet. j-. — 23 — IJh'i ü