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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-12-01 · Nr. 8 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 8 - Dezember
Date
1915-12-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Was lebt, muß sterben, doch zu neuem .Leben Ersteht der Mensch, zu höherem Sein jverklärt, Wenn er in\ schweren Kampf der Welt, im Streben Nach Höchstem, auch im Kleinsten sich bewährt. Den Mit Nur reinen Funken, den ihm Gott gegeben reiner Hand zu heil'ger Flamme nährt, wen'gen Auserwählten ward beschieden Unsterblich fortzuleben schon hienieden. Einer dieser wenigen Auserwählten war im Kreise ies Orde ns Siegfried Laqueur. In seiner Seele klang Jas, Stret en nach dem Höchsten, das Suchen nach der Erkenntnis des Ewigen und Menschlichen, SO t^ird er zum Gottsucher und zum Menschensucher. Er suchte seinen Gott in den Werken seiner Größe, nicht in den Formen der Ueberlieferung, sondern vom eigenen Standpunkt inneren Erfassens aus, und das ( ieibe - Wort gilt für seinen Glauben: Ei i>t der Glaub' ein schöner Regenbogen, Der zwischen Erd und Himmel aufgezogen, E n Trost für alle; doch für jeden Wanderer, •Jej nich der Stelle, da er steht, ein anderer. So sachte er die Menschen, und er fand das . Bei einem Menschen von den Fähigkeiten tung: hinaus tut agen in die Lande, zu Wecken und zu begeisteri. Die hoch würdige Großloge schätzte ihn'ob dieser Gabe als einen ihrer Besten, und er ist unersetzt giblieben und unersetzlich als verbildendes Glied zw sehen den Arbeilsstätten.'des Orden! . Dil se Erkenntnis sprach aus den teilnehmenden Schrei Den der Schwesterloger»; in ihnen allen war Br. Laqueur eine vertraute Erscheinung,- ihnen allen war es, als hätten sie einen Bruder der eigenen Loge verloren. Und nun erst die Lessing-Loge. Wie oft hat sein Wort in diesen Räumen die Brüder belehrt, wie oft in den Arbeiten zum Guten geleitet- Win wußte er in Reit er verbindlichen Art auszugleichen md aus den Erfahrungen seines Lebens zu beraten. Unfaßbar erscheint [es, daß sein Platz, an dem er sehe i fehlte, fortan leer bleiben soll; aber zu neuem Leber ersteht . Cr um als einer der Unsterblichen Gottes-Erkenntnis und Menschlichkeit wurden zur handelnden Nächstenliebe, und wie of Menschliche in den Werken der Liebe. Im schweren Kampf der We|t blieb ihm diese; Strebei nach dem Höchsten, und im Kleinsten be währt«? tf in unermüdlicher Treue, was er im Höchster] erstrebt, in ihm seine I in <e Hand nicht wissen ließ, was die recht gegeben, so wurde er nicht müde, den reinen Funken, den ihn Gott gegeben, wejrter zu tragen und der Herzen; inderer einzuflößen, so wurde er zum Apostel unseres Ordens und seiner Grundsätze. In vi :len Logen hat er für diese Grundsätze gewirkt, h it er die Lehren "reinster Menschlichkeit mil selige Schicksal der wenigen Ause wählten ward Ihm zu teil. „Nur wen'gen Auserwählten Urard,beschitden Unsterblich fortzuleben schon hrenieden:" war Rabtiner inheim^egarigenen Bruders reizt es nachzuspjiren, den 'feinen Fäden, dener das Talent gesponnen wird schafl t. ' D:r Großvater des Verewigter Städtl in Oberschlesien. David Lac ueur, ein bekannter Schachspieler, ein edler Menschenfreund;, ene Be^ rufung roch Gjroß-Glogau! lehnte er ab, wi:il'seine, Gempindje für 1 Thaler Wocheng :halt keine t Ersatz '{. Den Sohn schickte er nach Preßburg ium nach der Jeschiwali,. und eine n Band zündendem Worte getragen! Denn er war ein Meister ein Mann, in dem sich Glaube uni Wissen de Wage hielten sein, Lottet der Rede, hinreißend, überzeugend, begeisternd strömte ihm das Wort von den Lippen. Wo von Judentum und Met schlichkeit die Rede war, da klang sein Won mit, da sah man seinen jnteressanten Charakterkopf, dem jjestige Arbeit durchgeistigte Züge eingeprägt hafte. Ein schönes Wort von Emerson hat für ihn Gel eder Mensch hat seinen besonderen Jieruf. DasTajejnt ist der Ruf. Nach einer Richtung stehen^ ihm alle Wege offen. Er hat Fähigkeiten in sich; die ihn djanin stillschweigend zu endloser Verwertung anreiz Die Gabe der Rede war der Ruf, der an Br. Laqueui ergangen war, er war wahrhaft berufen, den öeisl den 1-27 — besonderer Gedächtnisstärkei praktisch und weit erfah en Gesciw war' <jr" ihm in nisse Üe f rom wer Seine Persönlichkeit muH er wurde! in seiner neuen eelnnehmer und Ratsherr. IjoC finde i zum Stu Schilerseher Gedichte Reise kork Djs war legte er der Vater des Order s'. Das unseres der Entwicklung nachzugehen, aus das den C haracter dem Sohn in den Siegfried L iqueurs, eine starke jewesen Heimat Feienberg Die Frau var von Aus die er Ehe stammte mit .fünf anderen iitern Siegfried Laqueur. Bis zum 12. Jahre in elterlicher Obhut, dann erschlossen sich Arnstadt durch Pastor Stjrauss die jeheim- Lateiit, und der fromme Onkel Toe kuss, in dessejri Familie er wohnte, führte den Knaben in den Väterglauben ein. Strerig. orthodox waren Lehrer, und Schüler, bis diesen eigenes Suchen freiere mm____ ri__i: o j__L __"u:- Weg: finden ließ; dem Glauben der Standpunkt hatte sich geändert War er trt u bis in ». ' - V . i' . ><■■ -};. ,.V r •' 1* * '

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