Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 8 - Dezember
- Date
- 1915-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Realgymnasium zum heiligen Geist schloß seine Schulbildung, die das Lehen erweiterte und vollendete, vollendete an dem Tage, an dem ihm ein Stärkerer das Buch entwand, um ihm die Wege letzter Erkenntnis zu erschließen. - Von der Schule kam Br. Laqueur in das elterliche Geschäft, dann ging er nach Glogau, ein gern gesehener Gast der dortigen gebildeten Kreise. Münk und Arnheim "erschlossen ihm ihr Haus. 1870 heiratete BH Laqueur, und seine Gattin war in geistigem Streben eine würdige Gefährtin seines Lebens, das wechselnd ihm frohe und ernste Tage bescherte. Nie war er seines Schaffens Knecht, stets stand er über ihm. Seine Kraft wurzelte in tätiger Arbeit, aber sein Geist stand in den Höhen, bewährte sich im schweren Kampf der Welt, im Streben nach dem Höchsten. . ' " ■« - . Die gute Kinderstube führt den Menschen durch das ganze Sein. Br, Laqueur in seiner abgeklärten, liebenswürdigen, anspruchslosen Persönlichkeit erscheint als das natürliche Produkt seiner Entwicklung, die Eigenschaften seiner Vorfahren kamen in, ihm zu voller Blüte. „Und ,er war unser." Ein Denkblatt habe~.icn an seinem Grabe niedergelegt, ein Dankesblatt flechte ich dazu. Dank, lieber Bruder, "für alles Gute, das du dem einzelnen unserer Gemeinschaft getan, Dank für die Förderung, die Orden und Loge durch dich erfahren haben, Dank für die Werke edler Menschlichkeit, durch die du den Glauben an die Menschlichkeit gestärkt und als Vorbild die Brüder zu\f Nachahmung geführt hast. Dank von Großloge und Loge, in deren goldenem Buch des Gedächtnisses jede Seite, von deinem Namen geschmückt wird, die unvergänglich dein Gedächtnis hüten und Liebe um Liebe vergelten wollen. Lassen Sie mich zur^i Schluß Ihnen eine' Ideine Episode aus erzählen: den letztfen Tagen des Verewigtet) Einer unserer Brüder mußte Br. Laqueur wenige Tage vor seinem Tode besuchen, dem das schrnen - volle Leiden schon den verändernden Stempel aul- 1 m '] gedrückt hatte; da bat ihn Br. Laqueur beim Abschied: „Vergessen Sie miejh,. wie Sie mich jefc t sahen, und behalten Sie mich; in Erinnerung, wie ich war'.' Welche antike Charakterstärke liegt in diesen Worten, wie vervollständigen sie das Bild des Dahingeschiedenen. Aber die letzte Bitte des;Dahmt i geschiedenen gilt auch Ihne«, meine lieben wüder Behalten Sie unseren lieben Br. Laqueur in der Eiinnerung, wie er war. Lassen Sie mit seinem Bilde seinen Geist unter uns weilen, lassen Sie ihn wie bei Lebzeiten auch in künftigen Zeiten unter uns wirken, unsterblich, als den guten Geist der Lessing-Loge. Namens der fGrößloge aber kann ich den Ar - gehörigen unseres lieben Br. Laqueur versichern, da8 die Erinnerung an ihn in den Kreisen der Großloge nie erlöschen wird. Veränderungen im Logenverzeichnis. Unitas-Loge XXllt 375, Straßburg i. E. Logen räume: Hoher Steg 4 (Kleine Metzig). Briefadresse Dr. Grombacher, Manteuffelstr. 12. Mitteilungen der Logen i' Danksagung Anläßlich des Heldentodes unseres Br. Expräs. Dr. Hugo Mattes und des Hinscheidens unseres Br. Expräs. Siegmund Cahn sind uns von so vielen Schwesterlogen und einzelnen Brüdern Beweise herzlicher Teilnahme zugekommen,- daß es .uns unmöglich ist, dieselben einzeln zu beantworten.;'Wir sprechen deshalb Allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Mainz, 13. Dezember 19,15. 1 Mit herzlichem Brudergruß in W. B. u. E. Die Rhenus-Loge Ludwig' Kronenberger Max Gochsheim er Präsident. prot. Sekretär. Verantwortlich für den Inhalt: Dr. E. Kinkel, Berlin, KleisUtrafie IS. — Druck: Max Cohn, Berlin SW. 68, Hollmannstr. 10. lerlin SV