Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 8 - Dezember
- Date
- 1915-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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u fügung gestellt, und es dürften neue Oedankenwege fi r den Verkehr der deutschen und österreichischen Loge: 1 als Folgen des Krieges erwachsen. . I Bedauerlich ist es, daß die Loge in Zürich Anstoß an dem Briefwechsel zwischen der deutschen Grot - loge und der | österreichischen Oroßloge anläßlich des Eingreifens Italiens in den Krieg genommen hat. Wir wollen hoffen, daß dies keine weiteren Folgen nach sich ziehen wird, was um so bedauerlicher wäre, als bisher die beiden Logen in der Schweiz und d c Loge in Dänemark während des Krieges in alter. Anhänglichkeit und Brüderlichkeit dem deutschen Distrik e ihre Treue bewahrt haben. Sie erteilten uns bereitwilligst Auskünfte über Vermißte, zogen Erkundigungen über deutsche Gefangei le ein, beförderten| unsere Briefe, Zeitschriften, Zeitunge i, Broschüren nach Amerika und nach den neutralen Lärdtrn. -; '.( . < > , I . Es'war freilich ganz selbstverständlich, daß wir von den Logen in den neutralen Ländern hur di;- jenigen Dienste verlangten, deren Erfüllung die strengste Beobachtung d\er Neutralität zuließ. Andere Dienste hätten uns die Logen in den neutralen Ländern audi nicht geleistet, t I!'. ' Unsere Beziehungen zum Orient sind ebenfalls durch die Waffenbrüderschaft mit der Türkei und Bulgarien'sehr erstarkt. Es waren äußere Kundgebungen der Sympathie, wenn wir dem Roten Halbmond ein« n Betrag bewilligten und einen ähnlichen Antrag für dis bulgarische Röte Kreuz dem Generalkomitee unterbreiten. Aber nicht nur durch unsere neutralen Logen, sondern auch an änderen Stellen waren wir bemülit, gegen den Lügen feldzug der Feinde unseres Vaterlandes zu kämpfen und das neutrale Ausland aifzuklären. Wir standen mit den Aeltesten der Kaufmannschaft und mit der später eingerichteten Zentra e für Auslandsdienst in Verbindung. Wir haben den n Arbeiten, aber auch sonstige geeignete Artikel ins Ausländ befördert Und dem Exekutiv-Komitee'zum Abdruck übermittelt, wenn die Verbreitung des Buches ven BinjaminlSegel „Der Weltkrieg und das Schicksal der Juden" in übet 10000 Exemplaren erfolgte, so können wir uns rühmten, einen guten Teil zu dem Erfolge beigetragen zu haben. Die Zentrale für Auslandsdienst hat dies tauch anerkannt, indem sie uns schreibt: „Es freutuns, daß die Segeische Schrift durch Sie nach Amerika an Ihre Ordensbrüder gelangt ist und dort auf Interesse stößt." £ Auch die Rede des Duma-Abgeordneten Friedmann, die n der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" unter den Titel „Denkmäler russischer Schande" erschienen ist, haben v|ir sowohlnach Amerika als nach der Schweiz und nach Dänemark geschickt und die'Genugtuung erfahren, daß diese Rede in dor igen Zeitungen abgedruckt worden ist. \uf unsere Anregung hat das ExecTrtrr-Komitee eine n Protest gegen die russischen Gre lel in der Seplembernummer der B'nai B'ritf News veräff entlicht unc auch sonst Aufsätze unseres Br. Dr. Pi ul Nathan gebracht und auch anderweitig veröffentlichen lassen. Besondere Genugtuung muß es uns beniten, daß Präsident Wilson unserem Br.' >imou Wolf, dem bekinnten Politiker gegenüber, n einem Jriefe zur Konstitutionsgroßloge schreibt: — „Besonders interessiere ich mich für Ihre Bestrebungen, die Kassen Vorurteile nach Kräften /u bekämpfen. Wollen hie die Güte haben, ihnen meine warme Anerkennung zu übermitteln und meine Versicherung, «daß ich es für einen Vorzug halten werde, den Interesse i, welche v Sie vertreten, wann immer und wo mtjper zu dienen. '] Y';,' Herzlich und aufrichtig;.. Ihr tWoodrow Wilson." .. vlit den internierten.Brüdern ,in Ruhlet e'n haben wir mit Er aubnis der" zuständigen Behörde unsere brüderlichen Beziehungen aufrecht erhalten ind ihnen auch wiederholt Liebesgabenpakete zugesandt. Dem Br. Expräs. Dr. Eschelbacher und dem Seelsorger Dr. vleisr Hildesheimer sind wir, für diese Vermittlung besonders dankbar. k- - Auch unsere Beziehungen zu den verschiedensteh ■"• jüdischen Organisationen [sind glejcii freundschaftliche geblieben. Mit dem Hilfsverrin der deutschen Juden, mit dem wir schon seit Jahren besonders innig verbunden sind, haben vjriij zweimal einen Aufriif für den Hilfsfonds 191' 15 erlassen. Die Beiträge aus Logen und von Logjnbrüdern werden meist direkt an die Zahlstelle gesandt, und auch die Beträge, die an die Großloge oder an mich eingegangen und nqch eingehen, wer Jen! nach der Verabredung {mit dem iilfsverein im Mamen der Spender direkt an die Zahlstelle gesanc t gegen einlache Quittung derselben. Da her kömmt es, ilaß die Beträge von Logen und Logemnitgl jedem für — .119 - den {Hilfsfonds ziffernmäßig nicht werden können. Es is,t notwendig, dies zx betonen festgestellt