Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 8 - Dezember
- Date
- 1915-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ihren Unterstützungsgesuchen an die Großloge'zu verweisen. Der Zweck der Großloge ist nicht, ihr Vermögen an einzelne Personen zu verzetteln.' Ich bitte daher dringend,"daß die Mitglieder des Generalkomitees mir ihre Zustimmung dahin" erteilen, daß wir in der Gewährung von Einzellinterstützungen noch viel strenger sein sollten als bisher. Selbstverständlich wird es immer Ausnahmen geben. Die Protokolle des Geschäfts-Ausschusses bestätigen dies. Ebenso natürlich bezieht sich die prinzipielle Ablehnung von Einzelunterstützungen nicht auf Logenmitglieder und deren Angehörige, Wir haben ferner den Julius Bien-Fond um über 11 000 Mk. erhöht Es geschah dies deshalb, weil dieser Fond der einzige -ist, der keine besondere Bestimmung hat. Aus diesem Fond können bewilligte Beträge zu irgend welchem Zwecke entnommen werden. Das Generalkomitee wird sich in seiner heutigen Sitzung ja mit Bewilligungen zu beschäftigen haben, für die vielleicht kein besonderer Fond vorhanden ist, die Auffrischung des Julius Bien-Fond macht solche Bewilligungen möglich. Aber wir haben -der Ordensleitung in Amerika nicht nur für das Geld Dank abzustatten, sondern müssen ■ I i *.--*"'-'• . 1 * ' ihrer auch noch aus anderen Gründen in Liebe gedenken. Es ist ja bekannt, daß die Redaktion unseres Ordensblattes „B'nai B'rith News?' durch ihr Verhalten eine ziemlich schwere Verstimmung zwischen dem deutschen Distrikte und der amerikanischen Ordensspitze verursacht hat. Es ist sicher dem Einfluß der Ordensleitung zuzuschreiben, wenn die Haltung des Ordensorgans sich sehr bald geändert hat. Man wird dem Blatte das Zeugnis jetzt nicht versagen können, daß es strikte Neutralität wahrt. Nie aber hat trotz der Verstimmung die Ueberzeugung im deutschen Distrikte gewankt, daß unsere höchste Ordensbehörde, insbesondere unser Ordens- 1 r x " »■ . ' T > . .. ' ~ . i Präsident Br. Kraus zu allen Zeiten eine echt brüderliche Gesinnung bekundet hat Ich kann nur wiederholen, was ich. bereits an anderer Stelle gesagt habe: wäre es noch möglich gewesen, das Verhältnis des deutschen Distriktes zu dem Br. Kraus noch inniger zu gestalten als bisher, der Krieg und die dadurch? hervorgerufene Tätigkeit des Br. Kraus hätten dies vermocht / ' Es ist natürlich, daß die Großloge gerade während des Krieges besonders tätig sein mußte, und man "wird ihr zum mindesten das Zeugnis des Fleißes nicht versagen können. Während im Jahre 1913 10887 Ein- und Ausgänge bei der Großloge zu verzeichnen waren, ist die Zahl im Jahre 1914 auf 13 4 000 gestiegen und wird im Jähre 1915 vielleicht noch mehr betragen. Es ist hierbei noch zu berücksichtigen daß erst seit deni 1. Jantlar 1913 Protokolle, Rund schreiben usw. nir etne Journalnummer erhaltan, was natürlich sehr erheblich ist Es ist naturgemäß, daß während des Krieges die Hauptätigkeit dem Geschäfts-Ausschuß oblag, und daß das Generalkojmitee niir selten zusammenbenjfen werden konnte. Die iGroßloge hat sich nicht nur damit begnügt, die Logen zur größtmöglichsten- Leistung auf den einzelnen Fürsorgegebieten anzuspornen, sondern selbst soziale Einrichtungen geschaffen und unterstützt. Als weithin; sichtbares Zeichen der Tätigkeit der Großloge ist der L a z ä r e t t z u g zu erachten, den die Großloge mit Hilfe der deutschen Loge Auf Anregung-der Rheinland-Loge geschaffen hat. Er hat " seine'21. Ausfahrt vollendet, hat Tausende von Verwundeten von {den Schlachtfeldern zur Heilung in die Heimat gebracht und die uneingeschränkte Anerkennung von Privaten! und Behörden gefunden. Einen ganz besonderen Dank verdienen die Logen für die Unterstützung dieses Werkes. Abgesehen Von den Liebesgaben, die noch immer eingehen,! hat da-, Konto des Lazarettzuges noch einen Bestand von über 13 000 M. Dieser Bestand wird für i die voraussichtliche Dauer des Krieges schwerlich ausreichen; Auch die Liebesgaben müssen erheblich vermehrt ^verden Aber ich persönlich habe im Ausschuß immer auf dem Standpunkt gestanden, daß die Größloge, gerade was den Lazarettzug betriff!, sich absolut keine Sorge zu machen braucht. Die Logen werden ihr Werk nicht im Stiche' lassen. Sie haben noch nie versagt, und es ist bezeichnend für den Wohltätigkeitssinn der Logen, daß selbst für Ablösung der Neujahr s w ü n s c h e 4 967 M. eingegangen sind, erheblich mehr als wir selbst erwartei haben. — Die sonstigen Geldleistungen der Gtoßloge' ergeben sich aus den Protokollen der Ausschuß Sitzungen." j Sehri wichtig erschien d^r Groliloge der Verkehr mit den Großlogeh und Deutschland verbündeten Ländern. Die politische und die uns mit Oesterreich-Ungarn verbindet, gab natür lieh auch den innigen Beziehungen des Logeilebehs beider Reiche das Gepräge.! Für die Hilfstätigkeit iti Galizien haben wir uns'für die spätere Zeit z ir Verden Logen in den mit und in den neutralen militärische Gemeinschah, Ks ±