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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-11-01 · Nr. 7 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 7 - November
Date
1915-11-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Eis mtib «ch begann von neuen:: Mah nischtann . A . Das zw eil: Komitee hatte vollkommen versagt, es gab wirkt cr| nur Moraur, weiter nichts. i Nun segnete ich meine Vorsicht. „ <ämeraden, ich habe kosch:re Wirst nitgebrtcht!" Die aßen sie jubelnd, und als ich s e sah, unsere Helden, -gestiefelt 'und gespornt, in d:r einen Hand das Wurstende, in der ande-en dei Trinkbecher, stehend, Stühle gab's ja nicht, da mußte {ich an das biblische Gebet denken, das nach Jahr hunderte n das erste AJal wieder buchstäblich befolgt wurde: . „So sollt \hr es essen, unigiirtet, eure Schuhe an den Füßen . eure Lenden i« die Stellung' zurückreiten, da er kein Quartier war fast 3 Uhr früh als wir aufbrachen, er zurück in den Schützengraben. Ich stand mt :ir em> Assistenzarzt auf dem Markt, er wollte zu se ner hate ein ans Da erinnerte ich mich, daß mir auch Plätzchen für die Nacht fehle. Ich klopfte nächste Fenster. Ein bärtiger Judenkopf lugt heraus .Kennst Du mich?" „Wie soll ich nicht kennen den Dr. Rabbiner!" i(Wo werde ich schlafen?" „Bjali wird sein Platz!" „Und für den Herrn Doktor, er is: auch ein Jude?' „Wird auch Platz sein." Und so warfs, nach kurzer Zeit halte ein jeder von uns sein Bett , Am\ nächsten Morgen besuchte ich den Gottesdienst }n K. Da sämtliche Synagogen „vernommen" w. ren, Iwie der Jargonjude sagt, wurde in der Stube des Rabbiners gebetet. Wohl an 100 Menschen preß en sich im engen Raum zusammen, iIi r Beten wjt herzerschütternd. Wie sagten sie die Psalmen! As ob ein Wildbach von hohem Berg ins tiefe Tal sich stürzt, so brauste es auf voll Leidenschaft und Lebenshunger: „Ich will nicht sterben, ich will leben urd von Gottes Werk erzählen!" Hier verstand ich d«n Sätz. — Sie riefen mich zur Thora, und als ich ihaei aus den mir'zur Verfügung stehenden Mitteln 1C0 Mark spendete, da hatte der Rabbiner, ein pric ltiger Mann, Bedenken es zu nehmen; er glaubte, das Elend, das ich sah, ließe mich unüberlegt handeln, die andern hielten mich für — nicht normal. So vi:l Geld gibt's dort nicht .... Nachher fuhr ich' nach Scz. Hier im prächtigen Bctr hamidrasch wurde 'der Höhepunkt unserer Fcierni erreicht. Das Komitee unter Leitung des (richtigen jüdischen Bürgermeisters hatte wirklich Erstaunliches geleistet An den langen Tafe'n gab es sögir — Servietten und Blumenschmuck. War das an späten Nachmittag ein. Kommen und Gehen, immer mehr brachten sie heran, dazu die Zuschauer- ■ 'it '* r #l »''" meige aus dem Städtchen, die r ameraden, die sichjillmäilich einfanden; in der r^cke;bersaßeri sechsGreise, hatten sich Talmudfoh'anreri .aus' den Schränken olt 'lund . lernten, sie deba Uerterr, ..als wären sie im Beth hamidrasch, sah :n an uns: vorüber als :i<n wir Luft, lebten eine änaere Welt, unsere war sie versunkenI . ...! Sämtliche Offiziere des 'Ortskommänrjlos als Gäste angesagt, vom Oberkommando Arrneeintendant erschienen; sjie bilcJefen /Ii i 4 1 Kapieräden bunte' Reihe, um die Tische ert: der Scz . . .er Juden, pn üns.aHc liclies Bild. Im Hause des greisen Rabbiner ehrfurchtgebietenden Gestalt, war gekocht brsten worden, so fürstlich hatten unsere scl on lange nicht gespeist. Da gabs rrti" dis Menu auch $pr Reihenfolge nach Hä rte Eier, Fische, Rote Rübensuppe,- viererlei Ziinmes (Gemüse), Bouillon, Apfelsinen-, über saß ein Hauptmann, der rief plötzlich: hiiaten steht ja mein ganzer Lahdsturm die gell allt in für SIC i Tasachlich di< dii im VOl sei da be - IM dri ngt Herbeigelockt durch den ü verlockenden Dijfte unserer Mahlzeit Leute so sachte herangerr acht und" Bett hamidrasch in der Pessachnacbt dankte der Gemeinde für das «ei uns bot in schwerer Zeit.1 Und Ich sie da i dp- Tragik ihres Lebens.sprach, ihnen sajrte, Freund und Feind litten t nd, was da< der Fejnd sei ihr Freund, (der Freund nickten sie mir verstehend zu, sie hatten war der mit den en sich unvergeßs, einer und ge- Jungens ich habe «femerkt —: Braten, Mir gegen- Nanu, da ißt mit." l sang oder hatten sich leierten mit und den so klagte, die Er kel }"J hatte in Wi griffen, die.andern auch. Und wied:r mußte ich mich losrei warteten die letzten SedergästNach e Stunde rascher Fahrt war ich da: ' 70 meiner in der spärlich bsleulhteten Tischen brannten die ries gen hatte ich» angeordnet und (dem'Vorsteher, man habe keine Lampen, gesagt Menorah auf den Sedertis(|h, es/sitzen Makkabis!" Das gefielt ihm, dii meinte er und tat so. Auch ein Dutzend ischer Russen war erschienen, der Ört&k sie beurlaubt, und wieder rauschten durch den geweihten Raum, Und wieder glänzende, wohl auch feuchtschimmernde r fanden kein Ende, nicht genug bekommen vom Sagen und Singen Q( fangenen dankte uns: Er hal >e nicht geglaubt Jalir Pessach feiern zu körnen, und heil Einer : * rrlkrhe Fest, als ich von wie sie Traurigste ihr Feind, hatten mich Ifen, in, G. ner. halben Mann harrten Synagoge. ^^Auf Chanukkaleuchter, der mir „Stell nur ja-an ihm g^utes Wort' gefangener ommandant ilige Lieder schaute ich Augen, konnten sie von den , dieses sei die nun >«•]-!i

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