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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-11-01 · Nr. 7 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 7 - November
Date
1915-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Auch diese Behauptung ist unwahr. Es gibt in chland eine erhebliche Anzahl' Engländer, die nicht'interniert worden sind, und der Hilfsverein der Deutschen Juden ist in. der Lage gewesen, einer Anzahl unserer englischen Glaubensgenossen ihre Freiheit 7 u verschaffen, indem wir uns für die friedliche Haltung der in Betracht kommenden Persönlichkeiten verjbi rgten. , Ich möchte feststellen, daß jede einzelne der Behaup ungen, durch die Br. Dr. Epstein das Ansehen Deutschlands vor der Welt herabzusetzen sucht, als ur.wahr nachgewiesen werden kann. Nicht eine der Behauptungen dieser Art in dem angezogenen Artikel ist zutreffend. Es liegt mir fern, voraussetzen zu wollen, daß Br. Dr. Epstein absichtlich tendenziöse Nachrichten über die Zustände in Deutschland und über die Haltung der deutschen Regierung den Juden gegenüber verbreitet. Wer in England lebt, wer die Unwahrheiten dei englischen Presse läglfch auf sich einwirken läßt, dei kommt nur allzu leicht in die Gefahr, erfundene Angaben, die in den englischen Zeitungen enthalten sini, für Wahrheit zu nehmen. i Wenn ich gleichwohl auf diese Tatsache glaube hinwi isen zu sollen, so g schieht es nicht aus Freude an e ner billigen Kritik. Ich bin auch nicht ein deutscher Chauvinist jene- Art, der jeglichen Anlaß benutzt, um lärmend ihr NatjonalgefiihJLaA betätigen. w Polen Hei Nah is:b meihpn Oijte, V H j< n j* H< rzfen ter ir : ■ ■ ■ ' ■ ■ "■ ■ '; ->■':•';'f i .{'■■'' V-v I Nichts liegt mir ferner als solches Gebaren, obwohl ich für mich als Jude das Recht in Anspruch nehme ein guter Bürger des Deutschen Reichs zu sein genau wie dies Recht Juden in, England oder in den Vereinigten Staaten,für sich reklamieren. Wenn ich auf den Brief des Br. Dr Epstein in den „B'nai B'rith News" hinweise, so bin Ich hierzu durch einen zwiefachen Grund {veranlaßt: als Mitglied der Loge, und weil die große und verantwortungsvolle Mission der Juden in den Vereinigten Staaten nicht durch falsche Iniformationen beeinträchtigt werden darf. Als Logenbruder ist es meine. Pflicht schädliche Irrtümer, falsche Auffassungen, wie sie,- Br. Dr. Epstein verbreitet, zu bekämpfen. Und da in hege ich die Auffassung, daß die furchtbaren Leiden der Juden in Rußland bei der heutigen politischen * Konstellation vor allem durch die Bestrebungen unsere * Glaubensgenossen in den Vereinigten Staaten gemildert und vielleicht schließlich einmal beseitigt werden, können. Wie aber sollen die Juden der Vereinigten Staaten das, was geschehen kapn und was geschehe n sollte, zutreffend in Erwägung ziehen, wenn sie von der internationalen Lage,, von der Lage der deutschen Juden ein falsches Bild erharten; wenn sie glauten müssen, daß die deutsche Regierung und die deutschen maßgebenden Kreise in hohem Gr« de antisem tischen Regungen zugänglich sind? (gek.) Dr. Paul Nathan i Feiertag fm Felde. (Feldpostbrief.) Von Eiquäsident Br. Dr. Sdnderling, Armeerabbiner beim A.-O.-K. Nj;men lagen seit der Ma ' I ■ surenschlacht in Russischii festen Stellungen;. Pessach nahte, ich mußte draj-arj denken, den Kameraden das Fest zu rüsten. Ur d — da» nahm ich m r vor — es sollte ein echter Se der* werden, damit üie gerade an diesem'Abend die| Heimat nicht allzusehr vermißten.; unserer Front (agen vier Städtchdn mit starker jüdischer Bevölkerung; mit ihrer Hilfe konnte ich Plan ausführen. Ich fuhr in die einzelnen verhandelte und beriet mit den Rabbinern und drsjehen; es war wirklich rührend, mit welcher freude sie' meine Vorschläge anhörten. An Straßenecke-lauerten'sie mir auf mit immer neuen Ideen und Fragen. Alles wollten sie für cie dis-hen Soldaten besorgen, namentlich Moraiir gäbe es in diesem Jahre reich lächelnd ein alter Jude . . . Nur besten Willen nicht beschaffen, und ih" gebräu mochte ich uns doch Bruder der Kamloge, der mir schon öft:r ich, meint« Wein konnten nicht zum hatte,, stiftete 100-Liter, und ML i 4 ji Kaineraden durch Armeetagesbjefehl zur „O .tergötlesdiehst und Abendmahl für did Mannschaften am 29! und 30. v Aärz in St. „Abendmahl!" Ich wählte langer Üeberle^ung. Jede Kompagniemuttler ho le Bedeutung des Festes begreifen Leite c|azu beurlauben; jeder damit der Seder gemeint is: stimmte - Up nun konnte diesen Ausdruck Jude wisse Meine wehmütig sie beim Rosin enufen. Ein ^geholfen ich die Feier laden: jüdischen K. Scz. G." nach -wird die und die dali Vermutung

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