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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-11-01 · Nr. 7 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 7 - November
Date
1915-11-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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I wir, hab|en an die jptzt nachträglich auf je [je Zeit zurückblicken, so wir die Empfindung, als ob wir uns damals eiiem Abgrund bewegt hätten. Auch diejenigen, die Möglichkeit, ja die Wahrscheinlichkeit, eines solchen Weltkrieges ins A jge gefaßt hatten, waren Tausend ihrer Sitzungen leichte: wäre, als her Beginn nicht aus iu brc me lr imstande, die volle ikhwere desjenigen vor- :mpf.nden, was wirklich über uns hereingefeindselige Stimmung einer Wfelt uns zu und den üris gebührenden P Man könnte leicht auf deij Gedanken daß diese Arbeit unserer Loje m dem chen ist. Solche Eibilterung, solche Grausamkeit, soll hes Zerreißen aller. Verbindungen hätte niemand für denkbar gehalten. Eines aber ist es, was noch als alle diese Dinge die Zeit für uns so schrecklich macht, Einem stehen wir mit fassungslosem Entset; en, mit absoluter Verständnislosigkeit entgegen: ich rreine den allgemeinen naß, den fast alle Völker der Erde uns Deutschen widmen,'' den Haß, ich muß no( h. ein schlimmeres Wort hinzufügen: die Verachtung. Niemand im deutschen-Volke, kann sich ein :n Grund, eine Erklärung für diese Erscheinung schoffen. Niemand versteht sie, niemand war darauf vorbereitet. Niemand, vielleicht mit einziger Ausnahm; von uns, wir deutschen Juden, wir haben ähr liehe Erlebnisse durchmachen müssen. Auch wir bah er Haß, ja Verachtung entgegengebracht bekommen, <da, wo wir uns arglos, vertrauensselig, freundlich uns err$Mitbürgern näherten. Wir waren uns bewußt, c'al wir unser.' Pflichteri als Deutsche und als Me tischen genau in dem i gleichen Maße erfüllten, wie diejenigen, die sich ein Recht anmaßten, uns bei teile zu schieben. Weder an bildung des Geistes und ejes Herzens, noch an Gesittung, noch an gutem Wi lei. standen wir irgend Einern nach. Alle Erör-i teninjjen über die Gründe des troizdem uns Verfolger den Hasses stießen immer wieder auf unerforschte! e Tiefen | der menschlichen Seele Gerade die Arbeit in unserem Örderj, soweit sie die innere Mi sion betraf, die erziehenjde' Tätigheit an uns selbst, wa uns ein Hauptmittel, um den notwendigen Kampf für unsere Anerkennung erfolgreich zu tü iren. Wir werden in diesem Kampfe nicht erlahmen dürfen. Wem man früher einmal die Hoffnung gehegt hat, dal! jüdische Logen eine vorübergehende Eischeinung sei ilhömjten, daß wir in äbjsehbarer Zeit die hohen . Aufgiben unseres Ordens! ^emeinschafiLch mit unser:n christlichen Mitbürgern! zu erstreben in der Lage Mäer, so hat diese Hotfnung leider gitrogen, und auch nach dem Kriege jwerdefn wir uns solchen Erwa tungeh_nicht hingeben können. Wir werden eine noch schwerere .Plltcht auf uns zu nehmen haben, nicit nur.j aksjuden, sondern auch als Deutsche, als jücische peutsche und als deutsche Juden, gegen die ' — *J» Wir haben jetzt lange Erfahrungen, wir haben die Organisation, wir sind an uirs re Tätigkeit gewöhnt, mit ihr verwachsen, unsere Brüder sind rieht mehr Neulinge, wie vor 25 Jahrei, sondern sie kennen ihre Aufgaben .und den besten Weg, sie zu lösen. Dennoch glaube ich sagen zu müssen, da 5 das Ge* ror 25 Jahre n völliges unserer Loge, ähnlich genteil richtig ist. Oewili lag Neuland vor den Gründern wie wir es jetzt nach dem werden. Aber der sieht doch wieder vorfinder Mangel an Erfahrung und Eingewöhnung Wurde bei weitem überwogen durch iIi e B/egeisternig,. das jugendliche Teusr, das alle Bruder damals beseelte und eng aneinanderschloß. Unter Eührung von" Männern wije Br. Dr. Auerbach, Lieben anh und Benjamin hat die Loge siegr;|ch die ersten Schwierigkeiten überwunden und sich verhältnismäßig schneil zu großer Höhe emporentwickelt. Wir müssen zugeben, daß bei uns Alt.rserscheinungen hi irvortreten, die die Auffrischung durch neues Blut unbedingt erfo)Üerlich machen, wenn sie n cht im zweiti :n Tausend •unserer S.tzungstage sich stärker als- Hindernisse beslemmen, kommen, zweiten Kriege nach vieler Hinmerkbar machen sollen. Vor älteren Brüder uns unserer Vei auf dem Wege, weile: zu ar uns gewiesen haben. Von d dieses Saales schauen-die Nam lieben Brüd-r auf uns herab, so rufen sie uns laut zu, dafl Wir ihr "Erbe wanrerf, die Wurde der Loge hochhalten und förejern sollen, Uebtr die Schwierigkeiten, die für unsern Orden und für bringt, müsstn wir uns dtirfch Tatkraft Und Liebe zur Orderjssachc hin*egarbei!eri. Geraele in 'den letzten Tageir ist mir ein Zeichen -aufgefallen, das günstig zu deuten ist. Mochte-man anfargs die iürchtung hegen, daß geradem!ie internationalen strebungen unseres Ordens vö erleiden würden, so hat sjich' allem' aber missen wfr flichtung b :wußt sein, iten, den d e Gründer Tafeln an der Wand unserer ve rstorhenen Stumm - w e sie sind, dieser Wel krieg auch unsere Lö«;e mit sich h'gen Zusammenbruch jitzt gezeig , daß vielersten in den inri :ren Bestrel >unge"n des wieder zun f Ausdruck leicht am Judentums die Internationalität kommen muß. .Nicht nur in Deutschland, und Oesterreich, rieht nur in neutralen- Ländern, wie Amerika, nein, auch in den feindlichen Ländern, in Frankreich und England haben sich Veieinigungen m;\

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