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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-11-01 · Nr. 7 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 7 - November
Date
1915-11-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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auch nicht das beste Medikament zu Gesundung. Die bldße Einsicht in die Fehler ist noch nicht ihre Heilung, die Diagnose ist noch keine Therapie. Darum soll die Toleranz, eigentlich eine passive Tätigkeit, sich-mit den aktiven Aeußerungen der Gerechtigkeit und der Menschenliebe in innerer Gebundenheit verknüpfen. Diese drei Faktoren sollen planmäßig ineinandergreifen. Aus dieser gehaltvollen, sich gegenseitig steigernden Verbindung kann erst die wirkliche Erlösung "der Menschheit ersprielien. Darin liegt die große Bedeutung dieser Stiftung, daß sie - anstrebt die Befreiung der Menschheit von den schweren Fesseln, die Haß und blinde Leidenschaft ihr anlegen. Wir sollen freie, starke Menschen 21 werden, um unsere göttlichen Gaben zu entfalten und zum Nutzen der Allgemeinheit schöne, herrlicle Werte zu entwickeln, die das groß«: hcit bereichern sollen! Jfeiner Zug unseres Bruder«, der Ausführung betraut hat. wiesen als ein würdiger IBerr Briss, ein verständnisvoller Anhänger unsetesi Ordens, des treuer Hüters der Lebensideale, des starken Trägers des Glaubens an den Fortschritt der Menschheit durch treu durch schlichte Pflichterlüllun j, jeder fm seinen P/atze, jeder als tätiges Glied dem Öanzen sich fügend. Nur die Ideen haben Ewigkeits^ehalt, welche an höhung der Menschheit l ildpn. Schatzhaus der Mensch Und es ist ein eben so daß er die Großloge mit Er hat sich dfirnit er- 1001. Sitzung der w. Rheinland-Loge, Cöln. (Ansprache des Br. Expräsidenten Ludwig Cahen ') ■* Die Loge hat in der vorigen Sitzung den Wunsch ausgesprochen, daß der Eintritt in das zweite Tausend .der Logensitzungen durch eine Ansprache hervorgehoben werde, nachdem Br. Expräsident Blumenau in der 1000. Sitzung durch einige schöne dichterische Worte das Ereignis feierte. Der Bitte unseres würdigen Prä;identen, diese Ansprache .als sein Vertreter zu halten, komme ich heute nach. Es liegt dabei nahe, an die Jubelfeier, zu denken, die wir vor etwas mehr als zwei Jahrert gemeinsam bedangen haben, das Fest der 25jährigen Wiederkehr unserer Gründung. Man darf aber vielleicht aussprechen, daß für uns Logenbrüder selbst das Ereignis der 1000 Sitzung größer ist, als der Ablauf von 25,Jihren seit der Gründung der Loge. Die Feier vor zwei Jahren war durch die Tatsache des Zeitablaufs .gegeben, ohne daß notwendigerweise dabei hätte zur Sprache kommen müssen, ob nun auch diese 25'Jahre im Sinne des Ordens ausgefüllt worden "sind; Es iit ährlich wie bei einem Menschen, der alt werden kann, ahne daß nennenswerte Ereignisse seinen Lebensgang bezeichnen. Anders heute. Wenn wir uns vor Augen In Vertretung des Br. Expräsidenten Bing, der zu den Fahnen einberufen worden ist, leitete Br. Cahen die 100.. Sitzung, bei welcher Gelegenheit er nachstehende Ansprache — nach dem Gedächtnisse wiedergegeben — kielt. -i Dm die Ansprache allgemeines Interesse hat, so bringen wir sie hier unseren Lesern zur Kenntnis. | * . ' D. Red.-Kom. Arbeit, der Erführen, daß 1000 Sitzungen stattgefunden haten, daß 10C0 mal die Brüder dieser Loge sich in den Räumen der Loge versammelt haben, um gemeinschaftlich Dinge zu besprechen und zu beraten, die (iberhalb des Gesichtskreises des gewöhnlichen tätlichen Lebens liegen, dann bekommen wir ein Bewußtsein davon, daß 10C0 einzelne Silzungen mehr und, wichtiger sind, als der Zeilraum von 25 Jahren, auf die sie sich verteilen. Die 1000 Sitzungen rufen uns unzählige Fragen ins Gedächtnis, mit denen wir uns beschäftigt haben; sie führen uns das Bild lebender und verstorbener Brüder vor die Augen, mit denen wir uns in brüderlicher Gemeinschaft zusammenfanden; sie erwecken in Uns das Bild einer geregelen und segensreichen Tätigkeit. - Wem aber wo Ite nicht ein anderer Uht rschied bedeutend vor die'Augen treten, der zwischen jener Feier vor zwei Jahren und jderii heutigen Tage besteht? Damals waren wif iri jubelnder, froher' zjkunftssicherer Stimmung. In großem Kreise, in Anwesenheit unseres hochwjürdigen Großpräsidenten, begrüßt von zahlreichen Sthwesterlogen, gaben wir u is ganz der Freude über das Erreichte, der Hoffnung für das Zukünftige hin. Und doch drohte damals) schon über unsern Häupten das Verhängnis, das inzwischen über unser Vaterland, über die Menschheit hereingebrochen ist Wir waren ahnungslos, und nur wenige unserer deutschen Mitbürger in hervorragendsten Stellungen wußten und sorgten um das, was uns die nächs'e Zukunft bringen würde. — 08 — Wenn

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