Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 5 - September
- Date
- 1915-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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söhnen bei einem Mitgliederbestand von 120 Brüdern ist ein Beweis für die große Anzahl von Mitkämpfern die die jüdische Bevölkerung in diesem Kriege stellen tlarf. Diese Ziffern sind aber auch ein Beweis für die Richtigkeit des Wortes, das unser engerer Landsmann, Scharnhorst; seiner Denkschrift über die Einrichtung derallgemeinen Wehrpflicht voranschickie und das lautete: „Jeder Bürger eines Landes ist der geborene Verteidiger desselben." Es ist unsere Hoffnung, daß unsere Brüder! von weiteren Verluste© verschont bleiben mögen, und .daß wir nach Beendigung des Krieges einen weiteren Aufschwung in unserer Logentätigkeif-erleben werden; denn was gebraucht die Menschheit auch nach Beendigung dieses riesenhaften Kampfes ittehr als Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht? Gerade diese drei Faktoren werden dazu geeignet sein, d|e Schäden des Krieges zu lindern und zu beseitigen.1 Mit Stolz aber kann es uns jetzt schon erfüllen, daß das gesamte Deutschland sich in d eser schweren Zeit zur; Wohltätigkeit, zum Burgfrieden und dadurch auch zur Eintracht einmütig zusammengetan hat. Dieser Rückblick Verheißt uns einen schönen Ausblick in die Zukunft. Wir - sind voll fester Zuversicht,'- daß unsere Erwartungen nicht getäuscht werden. R. fferzberg, Präsident der Zion-Loge. '"* -: j ■' i r *,; ' : * " ' I - I I * * '" * ' I * Nassau-Loge. Das- Logenjahr 1913,14 war für unsere Loge ein segensreiches, unsere Mitgliederzahl wuchs . um 21 Brüder," das Leben in den Sitzungen war neu angeregt und der Besuch ein guter; es wurden r0 Referate und ein Vortrag in offener Loge gehalten. |~ i J •' - -j Das Logenjahr 1914 ß begann so unter den besten Voraussetzungen, unser w Präsident und die Beamten gingen voller Schaffensfreude an die Arbeit Gleich zu Anfang konnten wir wieder 5 neue Brüder e nführen. — Unsere Sitzungen waren gut besucht und interessante Fragen, wie die Jugendbewegung und der Schulsprachenstreif in Palästina, beschäftigten uns in angeregter Diskussion. 'Froh begannen! die Ferien unkd am 21. Juni machten wir zusammen mit den uns j verbundenen Logen den wohigelungenen Ausflug kn den Rhein. Ein herrlicher Tag war es für alle Teilnehmer, unfl frohe Lieder und heitere Laune ließen die Stunden viel zu schnell entschwinde i; keiner dachte daran, wie bald wir unseren lieben Rhein, dieses Kleinod" unserer Heimat, gegen den Feind verteidigen mußten. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam dann der Krieg über unser Volk. Wir alle haben die aufregenden Tage gemacht, , in denen ein Jederj glauben mußte steht alles still, jetzt ist alles verloren! Uns stackte der Atem, als von allen Seiten die Feinde uns angriffen und es schien, als sollten nun alle Werk« und Werte, die in langer Friedensarbert geschaffen waren, untergehen. Aber i}ur einen Augenblick dsuerte diese Furcht und Beklemmung; als dann unsere braven Thippen schnell den Feind an allen Fronten gestellt hatten, da stellte auch das ganze Voll sich mit aller Macht gegen die inneren Feinde des Alltags, , dje der Krieg mit iich brachte. Ein wundei bares mitjetzt Erleben war es, dieses Aufbäumen der Volkskraft, in allen Bevölketungsdieses Erwachen des Wollens schichten, die schnelle Anpassung der Industrie und des Handels an die neu geschaffene Lage, und nur ganz kurze Zeit vfrgjrig, da wurde in unserem lieben Vaterlande wieder gearbeitet und geschafft mitvollen Kräften,. e n Jeder hattie den eisernen Willen auszuhalten und durchzuhalten, und gestärkt durch es vorwärts — und wir die Erfolge unsere; Heeres ging1 werden durchhalten. Auch wir in unsejrer Nassau-Loge waren au für die schnellste was in langer e rnster September beginnen Posten, um das zu |erhalten, Arbeit errungen waf. Am wir wieder mit unseren Sitzungen, und sogleich erstattete uns der Beamtenrat Bericht, daß er Vo sorge Einrichtung troffen hatte. Unsere Loge hatte sofort für Mk. I KK). Kriegsversi<:herungs Anteile für die be dürftigen Familien der ins Fell gezogenen Glaubens- „ genossen aus Wiesbaden und Umgegend erworbei f. Wie segensreich diese Einrichtung erst nach dem Kriege?eigen, — gefallen, oqer Gatter der Versicherten geopferten Sohn setzen, aber wir können den wir den Hinterb iebenen hei wenn zu erziehen und zu ernähren und] ihnen Haus und Hof zu erhalten — urid dazu hilft beste. Dann wählte unsere Logi Jedem, der durch der Kriegsfürsorj;e ge dem wirken wird, dürf :e sich 1 T, \ , hidersind schon mehtere Pen für das Valerland können wir nicht er¬ Schmerz lindern, en, die Waisen diese Versicherung aufs einen Ausschuß, der detn Krieg in Not geraten, beistehen soll,.—jeden Mittag ist diese 78 _ Arbeit ist schon geleistet worden. und eine reiche Jeder Bruder zihlf irtonatl Loge erhöht den Betrag; auf zu diesem mit dem Israelitisch gemeinsam unternommenen Hilfswerk. Mancher No. ist schon abgencilfeu. Vpr allem werden] jeden Kommission in Tätigkeit ch Mk. 1.4ubd die Mk. 200,—, als Zuschuß en Unterstützung sverein