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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-09-01 · Nr. 5 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 5 - September
Date
1915-09-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Je> Herzens entspringen, nur der begreiflichen Drang Erwäguhg, daß kein Opfer an Gut und Blut grdß genug '.ein kann angesichts der.ruhmvollen und doch so entsagungsreichen Leistungen , unserer Truppen. Das jüdische Herz, das sich noch nie vertagt hat, folgte ur seinem! ethgeborenen Zuge, wenn es in diesen agen les Ernstes und der Größe, der Liebe und des delsinis allerorten waltete. Man darf es als besonders verdienstliche Tat bezeichnen, wenn die Bne- Brith-Lögen aus freiem Antriebe einen Lazarettzug gestiftet halten. Er wird mit seinen trefflichen Einrichtungen und mit seiner sachkundigen Leitung die Wunde 1 t eilen und lindern helfen, die der Krieg nun, einmal schlagen muß. Er wird aber auch -die alten Auschauuigen entwurzeln, die bis in die Gegenwart zu falschen Urteilen und Vorstellungen über die Bekenner, des Judentums geführt haben: Dein n das und mehr, schichtl wände richtet überbr^ck^, heit in stummtL die Haid Verein .all Kaiserwort, ari kleinlichen doch ciesci den Bruder rückt Reihen wenn giösen zu von der Stunde des Kriegsausbruchs galt' Nieder verfung unserer Feinde als heilige Gottesspende weihen. Was wollen dem gegenüber die Zwiste verwichener Jahre besagen? Ist Geist es, der zuvörderst unsere kämpfenbeseelt, sie menschlich einander näher- Hnc kameradschaftlich verbindet,'ja bis in d e der Feldgeistlichen Iiinein ein freudigesHandin-Handgehen bewirkt. Wir müssen es bedaueri, gelegentlich dieser Friede von extremen Teliod;r politischen Gruppen gebrochen ■ wiri.• Wir niüsücn ihnen die Verantwortung überlassen fiir ihr Ttn, das nicht von Verständnis unserer vaterländischen1 j Schicksalsstunden zeugt. Dem Gebot der Stunde haben alle Gruppen religiöser oder politischer' Ait sich einzuordnen. Unbeschadet aller tiefgehenden Gegensätze] begraben wir alten Hader, verzichten wir auf gegenseitige Befehdung und vertrauen, daß der Wie sie « t einst und Duldsa|mk unter lerkehrende Kampf neue Formen schaffen auf dem Grunde achtungsvoller it aufbauen wird. Wir stehen ja alle dem niederbeugenden Eindruck, dal. dem man nicht deuteln ütfeln soll: „Ich kenne .kerne Parteien ich kenne nur Deutsche." Die gewaltige /geiche Größe dieses Krieges hat die Scheideniedergerissen,} die der politische Kampf erhalt?, er hat die konfessionellen Gegensätze die als ein trübes Erbe der Vergangenurislere Tage hineinragten. Der Hader ist verda einstens tobte, einmütig reichen sich alle n wetten Vaterland, um in brüderlichem KräTte dem einen Ziel des Sieges, der diese: .Krieg so unendlich viele Fäden /zerrissen hat» wie sie nur die Kulturgemeinschaft unter den verschie Jenen Stämmen~ und Nationen erschafft, und sorgenvoll schauen wir in-die Zukunft ,Wird sie die Menschen wieder!zu einander führen -in gemeinsamer Arbe t auf den mannigfachen Gebieten der Wissenschaft, der sozialen Fürsorge, der, gegens Jifigen Ver^ Stand igung, wie .sie^vor dem K'ieg so'<erh«ißungivoll begonnen war? Das ist eire Schick; aisfrage für weite Kreise des deutschen Volks und* darum auch, für das deutsche Judentum, das wissenschaftlich und sozia geradezu die Führung angetreten hatte. 'Die Zeit fnuß diese fühlbare Wunde heilen •und der Hoffnung Raum geben, daß man dem Geiit und der Menschenliebe keine unüberbrückbaren Schranken er-; richtet Manchen Traum, marichen>Zuluuiftsplan freilich lat auf Jahre hinaus die harte Wjrllichkeit der Gegenwart vernichtet, und es wird zfl den vornehm $len Aufgaben kommender Logenarb üt gehören, Entfremdung und Miliverstandt ibse zu iberwinden, die i ns einstweilen von vieler! u iserer.Btii der trennen jenseits unserer Grenzen." Wer n-irgend etwas alle Glieder des deutschen Volke* Jini .Gliui Jen' an die Zukinft bestärken kann, so ifet es dfe-R ei i g i o u, die völkerverbindend ulid^ weltumspajnni'nit1. wirken soll. Ohne einem \ gefphrlichttjd Optimist nus zu Vertanen, dürfen wir annehmen, cjaß sie rn:hr als vor-, dem die Gemüterj gewonnen uhd ergriffen hat. Der ideal: Sinn ist weder erwacht,► der Mate ialismus" ist im Schwinden begriffen, er weicht einer leuenjWeltnscbäuung. Die Not hat uns einmal wu der heilsam ierz gegriffeji, sie ist für pianChe K eise.rettend befreiend ers(chienen, hat sie aus Wq Illeben und wiede; den ans und Selbtsicherheit herausgerissen, .hat sie; wirk ichen Sinn <ind Ernst dea Lebens g :Iehrt. AX'ir greif ta wieder zu|r Bibel, zu jifeser atfsj :ezeicl tneten Beraterin und Gewissenskündigerin, wir Verschließen juns kvieder demj^Worte Gottes, das sei fe Wjisheit;und Tiefe 1n neueni Glänze strahlend ur s offenbarf.;Zum sittlichen Erzieheriwird der Krieg ai ans allen^ soweit wir denkend und fühlend durch diese Tage wandeln. Daß er. nicht alle Schaden binnen wird und alle Schatten bese tigen, j das bedarf keine r" Versicherung. Kein Zwei el: W^er draußer. "vbi dem Feinde dem Tod, ins A(ige gekchaut 'hat,/ wird' heimkehren rnit sittlicher Reife, nit religiöser Kra t, die dankbar der eigenen seelischen Erschütter ing und des eigenen Erlebens sich bewußt bleibt. Abfcr er- I TT .' schlitternd würde es sein, wenn diese rcligiösi Tiefe im Breite nicht den Daheimgeb'iebenen sie 1 mit

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