Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 5 - September
- Date
- 1915-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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meine m :iste Aufmerksamkeit! Wie glücklich wären wjc, wem i unsere Glaubensgenossen in anderen Teilen der Wel unsere Dienste so wenig brauchten wie unsere amerikanischen Mitbürger! Ich denke: wo unsere Gl lubensgemeinschaft am meisten leidet, dahin ruft uns unsre Pflicht zuerst! Von unserm Standpunkt aus ist das Leiden unserer Glaubensgenossen: in irgent eiifem Teile der Welt keine „ausländische" A ngelege lhetit. Die Sache Israels kennt keine Unters rheiduntf. Der Lebensodem unseres Ordens ist f ienst -- Dienst an anderen. Wenn je die Zeit kämmt, vo die Notwendigkeit, anderen Dienste zu liisten, rieht mehr vorliegen wird, dann mag eine solche Z<it auch nicht mit Kummer, sondern mit Freuden ind mit Liebe eine Organisation in die Geschichte übergehen sehen, deren ganze Tatkraft und Arbeit jenem Zwecke galten. Aber leider, noch ist die Zeit f xn^ in der sich Jesajahs Weissagung erfüllte: Wi ilf soll weilen bei dem Lamme, und der riedlich lagern neben dem Zicklein." en<: segensvolle Zeit anbricht, jst noch viel Lange genug habert die Kinder Is-aet^ unter der Ungerecl ■I Kein und mit dem Blute „Der Leopard Ehe zu leiste i Briefwechsel zwischen dein deutschen anläßlich des Eintritts Ital Ar Skr In de greisen jkeit der Welt zu leiden gehabt. Aber die Morgenrö|ls} bricht an. Der Kamp ist nicht umsonst gewesen. ( Ii Me Hoffnung sieht in weifer Ferne einen {Lichtschimmer Drum schart euc ■ zusammen, ihr Starken inlsrael! Wahret treu die Hohen,, die ihr erklommen habt! Vorwärts unter dem Banner des Dienensünd der. Gerechtigkeit, und un$< r ist der Sieg! Kein Si?g freilich inmitten des Kanon« ndonners und Schlacht'g Hümmels. sieg auf einer i mit den Gefallenen unsrer Brüder geröteter bedeckten Schlachtfelde; sondern ein 5 ieg, ermöglicht dädurcl, daß. wir djen Armen emporrchten, den^ Gefallenen aufheben, daß vir uns der Mu iseligen und Beladenen annehmen; ein S eg, ermöglich durch Jahrhunderte £ eduldigen Leideis um der Ger ichtigkeit willen, ein Sieg, ermöglicht iadurch, daß 4rir den Haß überwinde^ — kurz, der Sieg des Ideals f" . Adolf Kraus, Br fr die Uebers^t . Dr. Eugen 4- 1 Berlin, den 25. Mai 1JJ15. dije hochw. Großloge für Oesterreich. Wien. geehrte Herren und liebe Brüder! * j ernsten Stunde großer Prüfung für Ihren edlen und erlauchten Monarchen sowie für « ie österreichischen Lande drängt es uns, Ihnen unsere 1 rüderlic en Gefühle und Gesinnungen zum Ausdruck 2}u bring >n. , , Mit t « fer Entrüstung haben wir deutschen Brüder ileich aL:n Bürgern und Schichten unseres Volkes die italie lische Kriegserklärung aufgenommmen. Das heimtückische, hinterlistige Vorgehen unseres früheren Verbündeten erfüllt Ulis mit, heiligem Zorn. Der "reubrik i ohnegleichen, der schmähliche Verrat des Bundesg nossen, der drei Jahrzehnte hindurch durch \ das Büni nis mit den Zentralmachten an Macht und Einfluß rewann, werden \ sich sicherlich an dem ruchlosen Verräter schwer; und bitter rächen. Die Weltgeschichte wird über [ ihn richten und «ihm den zung: Wölbe. Präsident. Platz der zukomm. Ehrlosigkeit und Schande anweisen, der ih und österreichischen Distrikt ens in den Krieg. Mluß das schmähliche Vorgehen' Italien > uns mit Absehen und; Schmerz erfüllen, so slimmt uns. andererseits der Gedanke freudig,, daß mch drese Tücke da? freundschaftliche Bündriisverhältn s zwischen Oesterreich-Ungarn und .Deutschland nicht zu trüben im sande war. Im Gegenteil; .das Bant zwischen den beiden Nachbarvölkern ist inniger geworden, die Waffenbrüderschaft ist erstarkt Daraus sc topfen wir die felsenfeste Zuversicht, daß durch cert Eintritt Italiens in den Krieg die für uns in :der letzten Zeit so günstige Lage keine Aenderupg erfahren jwird. Wohl werden noeji größere Opfer von nt s gefordert werden, aber wirf werden sie gern . in gewohnter deutscher Treue bringen. Der .Schlachtenenker, der auch zugleich der Hüter des Rechtes und der Treue ist, wird den treffliehen Truppen der innig verbun deten Zentratreiche Ruhm .und Sieg Verleihen lind unseren Völkern einen ehrenvollen und Fried sn schenken. De neugeschaffene Lage Wird auch Brüder, vor neue große Aufgaben stellen, den «les Krieges werden sich mehren, 2u den be ' dauernden \ . Sie, liebe Die Wun-