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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-09-01 · Nr. 5 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 5 - September
Date
1915-09-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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im Tempd Beth-E^ in. New York stattfand, war Präsident Taft zugegen und ,richtete an die das Gotteshaus bis auf den letzten Platz füllende Brüderschaft eine herzliche Glückwunschansprache. Die 1912 in Berlin angeregten zweijährigen Zusammenkünfte der europäischenMitglieder desExekutiv- Komitees haben ihren Anfang genommen. Die erste dieser.Tagungen fand am 31. Januar 1914 unter dem Vorsitz des hochw. Großpräsidenten Br. Ti mendorf er statt. Leber diese überaus fruchtbare Tagung haben unsere „Monatsberichte" eingehende Mitteilungen gemacht ['. V " ' "4 I ' -; T. L ■ I . * An der Internationalen Hygiene; Ausstellung in Dresden 1911« hat sich der Orden hervorragend beteiligt. — Die Verschmelzung«des amerikanischen „Erzieh ungsbun des'^ mit dem Orden ist noch nicht erfolgt Dennoch sandte das Exekutiv-Komitee an alle amerikanischen Logen ein Rundschreiben, empfahl das Wirken des Bundes der tatkräftigen Hilfe aller Brüder und ersuchte die Logen, dem Erziehungsbunde talentvoIlo'Wäisenkinder namhaft zu machen, die zwecks Erlangung höherer Schulbildung derUntersfützung würdig sind. Vielfach ist das Exekutiv-Komitee von allen möglichen Gesuchen In Kenntnis gesetzt worden, die bei den Logen um jUrcterstützung eingelaufen sind. Das Exekutiv-Komitee rät den Logen, solche Gesuche nur dann zu berücksichtigen, wenn sie vom Exekutiv- Komitee,. dem Generalkomitee oder der Großloge eines Distrikts ausgehen. „Viele würdige jüdische Organisationen hier und tn-andern Ländern suchen unsere Hilfe nach, wenn sie Unterstützung brauchen oder zu brauchen glauben. An unsere Logen treten genug Gesuche von seifen des Ordens heran, und da wir überall helfen möchten, so brauchen-wir selber Geld genuy. Lobenswert ist's, sich anderer Leute Kinder anzunehmen, aber unsere erste Pflicht ist es, zuzusehen, daß unsere eigenen nicht verhungern! Mögen unsere Brüder\als Einzelpersonen ber allen möglichen Veranlassungen spenden; aber ich möchte, fast ein Gesetz.. befürworteri7~ilas' den Logen verbietet, Logengelder anderen Zwecken als denen des Ordens — lokale Bedürfnisse natürlich ausgenommen ■ - zuzuführen." Einen großen Teil der Botschaft nehmen die Berichte des Großsekretars Hecht vom 13.^ Dezember 1914 und des Br. Maximilian Stein über die Kriegsfürsorge im 10. bezw. 8. Distrikt ein. Ich setze beide als bekannt voraus. T Ljia das deutsche Kabel durchschnitten war und die meisten amerikanischen Postsachen durch die Hände des eng ischen Zensors gingen, so haben di< Großlogen Nr. B und Nr. 10 die amerikanischen Ant worten auf ihrej Gesuch^ gar nicht oder verspätet er halten. Der Gfoßpräsid|ent für den österreichischen Distrikt Br. Prof. E'hrmann, konnte sein Gesuch nur vermittelst des Gesandten in Washington bezw des österreichischen Konsuls in Chicago dem Exekutiv Komitee zustellen. Am |29. September 1914 erließ di± Ordensleitung einen Aufruf zur Geldsammlung; ani 12. Oktober wiederholte sie, |ihn, denn ein^ Reih? von Logen hatte ihre. Sammlung nodh nicht ab geschlossen oder über deren Ergebnis noch njeht be richtet. Bis 3tl. März 1915 'waren beim Exekutiv Komitee 101 «06 Doli, eingegangen (408 000 Mark>, die folgendermaßen verteilt wurden: nach Oesterreich 110 000 Kronen, Köperhagen 2000 (dänische) Kronen, Deutschland 70 000 Mark, . Lojdc n 26lb Dollar, ■ Palast na 55 000 Francs, Rußland 20 DUO Rubel, Serbien 10 ODO Francs, Tüjke 45 000 Frarjcs, Griechenland 3000 Francs. Der Orden rihmt mit Stolz, er sei ,die'ersti jüdische Organisation irj Amerika gewesen, die nach Europa zur Lincerungj der durch den Krieg ent standenen ungeheuren Not Geld geschickt habe. De- Orden in Amerika hat! die anderen jüdischen Organisationen daselbst veranlaßt, jbei der Verteilung de von ihnen zu d:m nimlichen Zweck gesammelten Gelder genau >o;:u verjähren, wie es der Orden B. B. getan hat. . \.; Der 1912 in Berlin gestellte Antrag, bei den Distrikts großlogen möger Katästrophenfonds geschaffen werden, ist den eirzelnen Großlogen zur Rückäußerunj vorgelegt wonienL Distrikt Nlr. 2 besaß bereits einer solchen .Fonds der auf einer; von jedem Bruder des Distrikts erhobenen Kopfsteuer von 4 Mark beruht. Distrikt Nr. ü nahm den Votschlag an und erhebt bereits Beiträge zum Katastrophenfonds. Distrikt Nr. 8 schuf ein Gesetz, nach Reichem jedes Mitglied 1 Mark zu Gunsten dieses Fonds entrichtet. Distrilt Nr. 10 hat in den beiden Vorjahren 2 Kronen pro Mitglied erhoben. Distrikt Nr. 11 steht dem Vorschlag zustimmend gegenüber}. Er wird nunmehr dem Konvent unterbreitet werden. Der nächste Arjschnitt handelt von der Errichtung der 11. Distrikts und verzeichnet die Tochterlogen. Ausgeschlossen von Großloge des ihr unterstellten §m — 70 —

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