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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-05-01 · Nr. 3 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 3 - Mai
Date
1915-05-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Freude, Schw« tern unsere gute, <aß die meisten von diesen 8 tut ohne Fieber zur Atslacung , kamen. 2 Schrapnellkugeln, die ziemlici oberflächlich saßen, wurden während der Fahft < ntfeint. ß> Die Verpflegung der Verwundeten ließ nichts zu wünschen übrig Öie für die Küche bestimmten .EinrichtUn jen : ind so glücklich getroffen, daß verschiedene Diätformen; beobachtet werden konnten. Soweit eine besondere Diät nicht beobachtet zu werden brauchte, bekam« n die Verwundeten volle Mannschafiskost. Alle ihre dahingehenden Forderungen wurden erfüllt. Oft wurder zum größten Erstaunen cler Aerzte und Sanitäter Portioren vertilgt^ die Bewunderung erregen mußten, aber auch gut vertragen wurden. Die Aerzte hatten die den bei kenem reudij keit keiner der "iel. kucfi wenigen Tagen des Transporte* bei vielen leine, sichtliche Erholung zu sehen. So hat sich die Einrichtung des Lazarettzuges' im großen und ganzen ausgezeichnet bewährt. Als vollkommen''ist die Lagerung der Tragen und ihre Aufhängurg zu betrachten. Selbst Kranke mit schmerzhaften Bauithschüssen erklärten, von der Erschütterung des Fairen> nichts zu verspüren. Den Brüdern Aerzten schulden wir herzlichen Dank lür ih e große Mühe, ebenso aber auch unsern und dem Sanitätspersonal. Namentlich vier) Schwestern zeigten sich besonders willig, sie waren von patriotischem Eifer beseelt, jede in ihrer Weis; der Allgemeinheit zu üützen. Aber a ich bei den Sanitätern traf das Gleiche zu, würde der gute. Wille und die Arbeitsvermißt. Tag und Nachf zu arbeiten, war '.Vi f 'I v: .'* ■. Schwestern und keinem der Sanitäter zu •" der! Ton zwischen den Schwestern und den Sinitätern war ein echt kameradschaftlicher, Rei- )ungei oJer Kompetenzschwierigkeiten kamen nicht;u Ohren; der Aerzte. Dii:.Tätigkeit der Krankenschwestern war eine Art Assist« hz <lef Aerzte; sie waren derb Arzt verantwort. lieh fi r di i.. Erfüllung^ aller Verordnungen in bezug auf ,\ edikamefrtc, Temperaturmessungeü; sie halten bei d«n V irbanden, besorgten die Stenlisierung der YVröa tdstoffe upd Instrumente. Die Sanitäter, je einer pro Wagen, also je einer für zehn Kranke, sorgten für die Sauberhältung ihres Abteil5, für die Reinigung und Bettung cler Kranken, ' speist m sie uqd erfüllten alle gröberen Verpflichtungen . am Krankenbette. Dit Ruckweg ging über Angerburg und Oerdauen, , wo die Zerstörungen durch die Rüssen außerordentlich erheb ich sind, nach Königsberg. Dort erfolgte die ■" > . ' ''■/.[ ] , 'M'A;i; ■ Ausl. Uurig von 30 Verwundeten, .27 Verwu idete wurden in Stargard und 120 in Stettin aiUsgeJaden, die ubri^en in Stralsund und Greifswald.» . Inj Greifswald war der Empfangi ein besonders feierl eher. Der Ordinarius für«'Pharmakologie mit seinen Assistente/i war „anwesend utid Camen d«r Gese Ischaft überreichten den Verwundete! Blumen. Der Abschied wurde den Kranken oft sch ver. Jeder wollt:am liebsten bis zum Schluß der Reise i n Lazaratt- /.uge verbleiben. Viele nahmen mit trjinenilen Augen, mit 'ICorten tiefster Dankbarkeit Abschied und veri j ~~ . * 'w* ' ■ * " i! * * spracien, Nachricht über ihr Befind?» zti geben. Dies( Nachrichten gingen auch in großer Zahl ein. Alle varen von tiefster Dankbarkeit erfüllt. Eine Dank-, sagung von einem Verwundeten jrnöcjite i( h Verlesen. „Alle .schmuckenden 'Beirate und" Läbsprfrehe können nicht annähernd, das wiedergeb*jn,j*was ein Soldat beim Betreten dieses Zuges empfindet. Ein" Soldit, der nach langer Zeit im lausigen Polenlartde wieder etwas sieht, was er sonst bisher rur auf Weltausstellungen gesehen hat. Wie wohl tat allen dieser * Ueb«rfluß und Reichtum nach so langem Mängel und Entbehrungen; wie freuten sie sich üben die wohlwollende Pflege und gute Behandlung." Kein Wunder, daß i«h nicht der einzige 'war, der: schon -"auf Fahr fast gesund wurde und sich auf-der Endstätjon wieder fast so kräftig fühlte, um an die Frönt zurückzugehend , Also tausend Dank den lieben Stiitern, die mir und vielen andern die schönste Eisenbahnrarirt ihres Lebens schenkten." * . - >! Ii Stettin' bliel^ der Zug nach Seiner Ausreise einij t Tage, damit die notwendig gewordenen Reparatuien und namentlich die ständig sich wiederholende Desinfektion des Zuge* vorgetwrninen weiden konine ' Die Mitglieder der dortigen Loge j und' deren . Angehörige, unter Führung ihres nichtigen Präsidenten, I J r F ' * r besi :hugten den Zug, stifteten Barbeträge1 und Liebes- - gab« rt,1 nahmen die Brüder Aerzte: iju^d . Krank"enschwtstern gastfreundlich auf und vberaumten ,eine f. txtrasitzung der dortigen Loge. an,-*iu (welcher " der ' leitende Arzt und der Rechnungsführer des Lazärettzug:s Berich1! ersrtaffeteü. , rür alles das sei der Alemania-Lo^e dan ± i t Hirz ist i^e- Vas die Verteilung der Liebesgaben-. betrittt, ■ so wutde der Hauptteil derselben,-,dw ursprünglichen' immung entsprechend, dem Sanitätsdefoot inSüwalki' Jie dortigen Lazarette überwiesen. Das Verzeichnis daselbst verteilten Liebesgaben umfaßt 3 Seiten. Bes für der In her Hauptsache waren es Nährmittel Kakao, Kon-

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