Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1915
- Issue
- Nr. 3 - Mai
- Date
- 1915-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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allen °N oh niit , I Bitte Denn wenn .man scharf! hinter die Augen der (gefangenen blickte, so sah man darin so viel Bestiali'at und Grausamkeit, daß ins lediglich das Gefühl ^es Mitleids mit unsern braren Soldaten beschlich, steh mit solchen Geschöpfen herumschlagen zu müssei . Auch in Marienbürg "gab es eine Verpflegungsstation des Roten Kreuzes, wo. mah| wie auf dieserf Stationen, Stärku igsmittel unentgeltlich --gegen eine freie bill^e Bezahlung erhielt. Von Marjenburg gi ig es nach Rosenberg | Westpreußen. ] > i - Von Rosenberg wurden wir nach Riesenburg lauf ein totes Gleis zurückdirigiert, um dört weitere Fahrordre abzuwarten. Dort passierte uns zutn ersten Male, was wir so später erlebten, die Verwechslung unserer Logen den Freimaurerlogen. Der Stationsvorstand . übermittelte uns die um Erlaubnis zur Besieh igung von zwei unserer Mitglieder, die sich auch b< i der Aufbringung der Mittel für diesen Lazarettzug beteiligt hätten. Das schien uns nicht auffällig, da nach Inhalt unseres Logen- > adreßbuchs tatsächlich zwei Mitglieder in Riesenburg wohnen. Es kamen daraufhin die beiden Direktoren) der dortigen Zuckerfabrik — Freimaurer —, mit denen wir eine sehr anregende Stunce verlebten, da sie uns von dem Kriege und. dem Einflu.fi j,äuf die dortige Gegend sehr }-vief Belehrendes und h jeressantes'erzählen konnten. *Die Herren bedankten" ych durch Gewährung eines Zentner Kristallzuckers <|s LiebeSgabe. Später freilich erhalten wir auch den Besuch unseres dort .lebendentruders mit Frau und'Tocnter, welch' ietzfere Rotekrejuzschwester ist. Man sah dem .Bruder den Stolz an, .Mitglied einer Vereinigung zu sein, die den LazarenUug geschaffen. ., f .Don,'wie später häufig, mußten wir das Wort „Bne* Briss'' erklären. Jeder einzelne Gegenstand" im Lazarettzug ist mit den Buchstaben U. O. B. B gezeichnet. Das erregt naturlich unzählige Fragen und ich glaube, heute wissen es schon Tausende und Tausende,. daß es einet» ..jüdischen" Lazarettzu^ gibt. Nach■ zweitägigem Aufenthalt in Riesenburg fuhren wir am 12. M?rz in der Richtung nach Königsberg ab. und zwar zuerst wieder nach Marienburg und.von da nach Elbing. auf dessen Bahnhof wir Truppen trafen, die mit Feldküchen und verschiedenem Kriegsmaterial ausgerüstet waren. Unsere Leute sahen vorzuglich aus, ihre Stimmung war, als ob sie zu einem frohen Tanze gingen. Die Stimmung unserer Soldaten war für uns eine "wahre Erhebung, man fiattej wirklich das Gefühl, daf) unse lieres Vaterland ruh g bleiben kann. Am Mittwoch^ dem 10. März kamen wir in Königs barg an, machten der Stadt eilten Besuch und dort dasselbe Ler?en wie in andern Festungen. I urfd nichts weiter h's1 Mjlttärj. Auch dort herzerfrischende Anblick, daß die ausrückenden fanden Nie': ti derselbe Manii- V nach Lotten. Wir konrten die e tfernteren Forts vi n Königsberg und die großartigen für schaffen in famoser V erfassung und in bester Sti nmung wiren. Auch d\6 Landsturmjiataillotie gäbet' dann n chts nach. Am Sonnabend, Königsberg, leider var über Korschet dem 13. März fuhren bei schlechtem Wetter, >r 4b, den Kriegsfall genau beurteilen in al! en 'ibereitungen Welche Unsümme von Arbeit steckt doch - t 7* _ f -• - 1 r i iesen Dingen. 20 km von "harau und bis dahin wareii bereits die Rissen natürlich nur Ajufkl irungsposten — gekomm« n. Königsberg befindet sich du In Preußisclt-Eylau, berühmt durch die iaselbst, konnten wir deutlich die beiden Nipoleon ichten und das; Dejnkmal! rrfl Deobachten. Von Zerstörunglen sah her schon in den» Russen z i i baftuer hatten von und Stäfion Schlacht nach dieser Richtuig. Die Eisenbahnbrücke r Sei war von »ussiscl.tr Artillerie btscho-sen lauser tiab-ti den beiden Geachützen n bis dahin iuxji nichts. das Bild Ba tenstein veränderte sich Ii rt hon freilich 'angst e war von unsere bra\'eh Eisen ne andere geb; nt. D^r erstpit. 14 Tage, lang war B irtenstcin von a'ltn BchröTdeji geräumt, September en die Zerstörungen schor 26. -Auguit bis 3 irhd auch dort wa umfangreich. Auf dem Wegje weiter, jiamcn wir nacl mit der Burg I^oyen an den masurischen Seer w urde es dunkeL .so dal» wir die Seen kaum könnten.' auch Korschen war vom von' den Russtn besetzt mehrere ziemlich i Lotzen Leider erkennen wejgen der der Er dieser n Aber irotz der Dünkelheii, vielleicht selber, waren wir alle mächtig bewegt ir innerung an die großen Schlachten, die Gegend geschlagen worden s ind. Die in Dunkel gehüllten Nebelwolkenl erregten unsere Phantasie und zauberten uns, in ihrein Nieder fallen und Herabsinken und die dadurch ge: chaffenetj Gebilde, wehklagende Weibrr und Kinder hier ihre Männer und Väter verloren, hatten vielen Kreuzelamj Wege schienen uns Ankligen zurn 8 - •'• vor, die und die