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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-05-01 · Nr. 3 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 3 - Mai
Date
1915-05-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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v jede noch |o, schöne Täuschung. Sein Zorn echt, kam aus dem Henzen; zornig war er riur wo der Zorn etwas Heiliges, Ideales darstellt. Wunder, daß er anstieß nau kannten. Man warf. war da, Kein' * ge- Er mit Sy ■npathien gebracht Ibei denen, die ihn nicht ihm Schroffheit vor vertrat seine Gründe für oder gegen Anträge dem ganzen Gewichte ties fertigen Gedankens lund der zugeschliffenen Schärfe. Er wußte was es wollte und wollte \vas er wüßte. In dieser Auffassung ~ : L C ' r waren wir beide vollständige Gegensätze. Wie oft und" wie sehr tadelte-er meine Alt und Weise, die Dinge zu" beurteilen j oder zu behandeln Mit Maretzkischen Briefen seien grundsätzliche Differenzen nicht zu beseitigen Es ist eben Sache, des Temperaments, ob man mehr zum Ausgleichen oder zum Durchgreifen, mehr " zur Hervorhebung der Berührurigs--als der Scheidepunkte geneigt ist. Sieine Affekte konnte er nicht beherrschen, weil er ganz in der Sache aufging. Und doch bekannte er freimütig, daß wir beide uns ergänzen, daß unser beider Wesen eine gute Mischung giht und der Sache förderlich! ist. Freilich war er auf Gegnerschaft gefaßt, er teilte'das 'Schicksal aller so gearteten^Menschen, daß die Gegner sich mehrten und ihn persönlich angriffen. Das zeigte sich ganz auffälKg in der letzten Sitzung des Verbandes jüdischer Krankenpflegerinnen-Vereine in Hamburg. Es handelte sich dort um Veröffentlichungen von Anwerbungen für, uns Sn politischen Zeitungen i und um Anbringung ivon Plakaten in Büros jüdischer Organisationen. Er wollte sich nicht befehlen lassen,, was ethisch berechtigtist, er war sittlich gjereift genug, um selbst.zu bestimmen, was die Ethik erfordert. Grundsätzlich unanfechtbar als Mann von Ehre und berechtigtem Selbstgefühl! . Aber das Ergebnis \ war anders [Es trug ihm den.Ruf eines rücksichtslosen Qpponerten ein; und unserem Komitee hat es^keine C^mm^ doch war er ei/ warmen und he ziger Mensch, i n. Grunde gütig, freundl in hohem Graae irüdcrlich gesinnt. Er war eine sy npathische Persö nlichkeit, schlicht und einfach, ernst und ehreihaft in seiner Lebensführung gab er sich in der Loge mit dgm ganzen Zaubei seiner jhe zigen Güte, lieb und gut, freundlich tnd zuvorkommend gfegei» die Brüder. W,er ihm näher J- . ^\ «I ""^ trat und in seine Seele sch tuen konnte, ■ erkannte in. ihn einen iiebeiswerten^Meaischen, einen festgefügten Gl arakter, einej geschlossene, scharf unrissene P<rsönlichkeit Er ^krar ein Mann von Ewigkeitswert, aus seinem Leben sprach der ganze Mensch, der an $e ner Selbstvollejndujng energisch gearbeitet hat durch gedankliche Arbeit lind ethische Kraft. In ihm lag kein Nebeneinander von guten Eigenschaften, sondern ei 1 Ineinander, Ei lergie. Streute aoeit urjtrv völliges E irung gingen Sf lbstlos in des .rerb|unden mit einer verinnetlichten Eigenzucht, angespannte Denk- Verzichjen auf jede persönliche ein roter Faden durch sein Leben. Zeit, Fähigkeit wie Wortes wahrster Bedeutung widmete E lfen. Dem V ohne an seine eilige. Pflicht. So wird Br. eiben, es wird s< iner schönen T reibet des L b ichenen, aber Tjempel der Erinn ehungen, die uns Me und Kraft allem Schönen und terlande sich aufopfernd hinzugeben, Gusundhei t zu denken, "wir ihm zenberg bei uns er :rheht :rung. f; higt uns, der «pes; mtauffas nen Lebens alsj Bruder unp Mensch z 1 bemächtigen. uns Muster und ieispiet ein herrliches Na:hleben Peijsönlichkleit geben. Dem lauten?be«s entrückte der Tod den Verhn zugleich in dei stillen Er vernichtete im Le ien mit ihm verband a >er er enthüll [e auch sei l Wesen. Sein T;ung seines abges rhlosseuns t leibend Durch Verfügung -des Kriegsministeriums vom! 24. Januar 1915 erhielt ich die Ermächtigung, den von . den deutschen Bne Briss-Logen gestifteten v^^SJ-aiarettzug M.3 bei seiner ersten Ausreise zu begleiten, * uiflfvd&mk das Abzeichen des Roten Kreuzes, Ausweis v.iSfW y ■ J] ■ - hr . -'; ■ ■■■'}.. > :-'f>r Vortrag, -der vom ,lvi\irde. x«lanj;t hier in der V'-'hjitijf^en kürzeren Form «im c. Oroliprä*. am 19 Aprü I. J 2 halten in Oberkommando in den Marl en.jre- Irudc. I V -i . I * r 11 Die erste Ausreise des Lazarettzuges der Deutschen Bne Briss-Logen (Vereinslazarettzug A (ie Be k od be¬ Vortrag gehalten in der Berthold Auerbgc t-Loge* ) von Br. Ti-ni en d 6 r f e r . karte, Erkennujigsrnarke und die Berechtiging für f eie Fahrt auf den Eisenbahnen, freie Verpflegung 1 nd freies Quartier | ■ ' 4 Von dieser! Berechtigung habe ich nur insofern Gebrauch gemachi, als ich auf der Rückreise von Königsberg direkt Im übrigen hübe 3);. nach Berlin mit dem D-Zug führ, ich lediglich die Gastire't ndschaft

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