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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-05-01 · Nr. 3 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 3 - Mai
Date
1915-05-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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im zui J! L - " Einrichtung und Organisation des Mutterhauses, er sorgte dz für, daß die Lehrschwestem pünktlich ihren Dienst a itreten konnten, er sorgte für die ärztliche Behandlung der erkrankten Schwestern. Er machte Berechnungen über ^atle Erfordernisse, Voranschläge für' feinn;.hmen und Ausgaben wie nur irgend ein geschulter Finanzmann. Wie manchen Abend hat er im Muttcrhause zugebracht, den Schülerinnen Erläuterungen über Krankenpflege gegeben, ihnen Mut zugesprochen, wenn sie in der ersten Zeit des schweren Dienstes erschöpft und verzagt waren, ihre vielfachen kleinen Dünsche angehört. . Er kannte jede Schwester persönlich, kannte ihre Vorzüge iind Schwächen, ihre guten "und weniger guten Eigenschaften, Er erwog reitlich, an welche Station jedeiSchwester1 zu geben I " 9 1 *r * J i ■ T 1 i ' so, er dachte über alle möglkhtn Störungen im Betriebe r>ach, so daß ihn nichts überraschen konnte, so gewappnet war er für alle erstandenen Schwierigkeiten.' Er stand in lebhaftem Briefwechsel mit allen Schwest i n, an ihn wandten sie sich mit allen ihren Schmerzen und Wünschen, für jede hatte er ein .aufmejrksan s Ohr. Er besorgte die gesamte Korrespondenz den S tationen, die nicht immer erfreulich war, hier echtv r eisend, dort anfetiernd. Er bereiste alle Stationen um deren Einrichtungen und Handhabung I des Betr < bes aus eigener Anschauung kennen zu lernen, che Verl ndung mit der Großloge fester zu knüpfen, Ratschläge zu erteilen, Mängel zu beseitigen, Neues zu erfar en, um sie für die Gesamtheit zu verwerten. Seine sc ort etstatteten-Berichte bringen ein anschauliches B d von jeder Station, treffende Beurteilung und gründlic e Prüfung. Mit rastlosem-Eifer verfolgte er die Bei :hte ^anderer Schwesternorganisationen, alle Wandlu gen, ob sie für die Schwesternsachse ■förderlich ode schädlich sind. Er holte sich Rat und Be-. let.rung bei gutunterrichleten Personen, langjährigen Leitern ron Schwesternheimen. Mit der Zeit be- .. Herrscht er das ganze Gebie* bis ins kleinste Detail, und. toll ie eirie Autorität in diesem Zweite unserer sozialen Tätigkeit. Das ist in kurzen Umrissen der Umfang seiner Arbeit in der Schwesternsache. Es ist viel I leinarbeit dabei. Aber in der weitverzweigten Organis ion mit so vielen Stationen gibt es eben eine M ige kleiner Dinge und Arbeiten, die zum Betriebe gehören wie die Räder-zur komplizierten Maschir . Sie müssen sicher ineinander greifen, wenn d > Werk gut funktionieren soll. Diese Kleinaibeit niiß geleistet werden, erfordert viel Zeit und noch nehr Aufmerksamkeit, erfordert auch ständige Kontrolle?. Man 1 macht sich, keine Vorstellung!'von :■ j' ■ i -j B6 — . - r t'j i [• i r. \ ' T ' ■■• '. V, ''. '•!. - I H ' ' «■ •.'• freier. Fülle'der Arbeit und der Schweif Jer-Verantwortlichkeit. Das alles leistete Br.'Motzenberg spitlend, keiner merkte es ihm an; denn er machte nicht \iel Aufhebens von seiner Arbeit nie klagte er übe- Ueberlastung. Seine Elastizität wichs mif dein Umfang der Geschäfte. j- Zw;i Ziefobjekte verfolgte Br. Motzenberg jrnit zäher Ausdauer und unbeirrbarer Entschlossenheit, 1, J / ,T? ' v v ." T '• die Unibhängigkeit unseres Schwestern-Komitees vom Berliner Verein und die unantastbare 'Gelting der Autori ät der Großloge. Das Verhältnis zwischen dem Berliner Verein und unserem Komitee w urde-mit den Ja riren ^gespannt und unerquicklich. Der Vertrag voir MOQ mag damals zweckmäßig gewesen sein, er sicherte aber dem Verein ein starkes Ueb'<rgewVf'cht. > Durch eigenartige Auslegungen und Anordnungen brachte der Vertrag uns mehr Bindung als Förderung. Delia b ging. Metzenbergs Bestreben «hin,, leine Loslösuni r. von diesem Verein herbeizuführen. Er hätte den ichtigen Grundsatz aufgestellt, daß wir im eigen :n Hajüse vollständige Freiheit des Handelns haber' müssen, selbst auf die Gefahr hin, daß der Berlirer Verein keine Schülerinnen für uns' ausbilden sollte iDem ,vorzubeugen,! sali er sich nach anderen Ausb Idyngsstätten um. Auf sein Anrate i stellten wijlafiinziejende Anträge" bei der Cliarite Direktion unif-bei dem Vorstand der hiesigen jüdischen Gerneini Je Die Charite bewilligte unser Gesuch, . die Gemeinde stellte uns in Aussicht, nach' Eröf nnng des neuei Krankenhauses wieder einige Lehrschwestem für i rsere Organisation zur Ausbildung an; unehrnen. , —\ Mit gleicher- Energie wachte er über der Autorttat der Großloge gegenüber den .Stationen. Ohn:| die Selbständigkeit der* Stationen/ antasten zu w ollen, hielt, er; darauf, daß\ dfe Stationen sich als Glieder der Gesamtheit fühlen und »betätig :n sollten. Er wollte die Einheit wahren :tind p .... ".-;.'■» II -t I '£ ' ''CuW 'l einein Zerfall vorbeugen. Natürlich , ging es in beid;h Fällen nicht ihne Kampf ab,- Diesen scheute " Me'ti enberg keinesfalls, harte Zusammenstöße sehreckten ihn nicht. Er lag etwas Karjnpffrohes in seiner Natur. h'ort ter in re war ein starker Zug seines1 Wesens, , unbeirrbar ging er seinen Weg, fest bestand er auf^ sein :r wohtetwogenen Meinung. Aber« das suaviier in modo lag ihm nicht. Er war kein Diplomat, weil te es auch nicht sein. Kompromisse zu machen war Sicht sein Ziel, er sah in ihnen hur Verschleierung. Das war gegen sein Gewissen. Gewissenhaftigkeit lag fest verankert in seinem Wesen, um sich selbst gen cht zu werden. Er war ur barmherzig gegen

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