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Bericht der Großloge für Deutschland · 1915-03-01 · Nr. 2 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1915
Issue
Nr. 2 - März
Date
1915-03-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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T\ eine große Anzahl von Brüdern zum Heere. Der on rasch entsprochen Vierden. Ich'kann heute mitteilen souns gegründete Verein jfür jüdische. Krankenpflegedall von der Franltfurt-l.oge 37 Brüder, 71 Söhne und 14 Schwiegersöhne "ön Brüdern dem Heere an gehören. Die Abwesenr eit des Br. Mentor und des Br. iFinanzsekretär und de - BBr. Schriflführer, die ebenfalls im Felde Stehen, machten Veränderungen und rinnen stellte seine wohlausgebil'deten .Schwestern fort dem Staate zur Verfügung. Am 2. August, zur jetzigen Stunde, versamme ten wir uns zu einer feierlic len A b s c h i e d s s i t z uIn g für diejenigen Brüder ur d Angehörigen von Brüdern, die sofort ins Feld 'ziehen mußten, und - für die Schwestern des1 Vereins für {jüdische Krankenpflegerinnen. Wir vereinigten ujnsefe heißen Wünsche für das Vaterland mit denjenigen für das Wohlergehen unsprer Hinausziehenden. Wir gaben unseren Brüdern und Schwestern die Zusicher jrig, daß wir uns der Zurückbleibenden annehmen, ind im Falle von Not und Sorge eine sichere Hilfe bieten werden. Br. Sanitätsrat Dr. öflnzburg wies auf die Aufgaben hin, die der Krankenpflege bevorstehen und erkürte, daß das' Hospital der jisraej. Gemeinde, sowie das Schwesternhaus des Ve/eins für jüdische Krankenpflegerinnen . dem Krieasministerium zur Verfügung gestellt würden. Die Fräuenvereinigung der Frankfurt- ■ ^Loge bot ihre werktätig«-Hilfe für alle Fälle an. . Br, Feldprediger Rabt iner Dr. Nobel erteilte den ins Feld Ziehenden se nen Segen, und mit einem Hoch auf Kaiser und Re ch schloß diese ernste Feier, { zu der 250 Brüder, viele Angehörige der Brüder und . die jüdischen Krankenpflegerinnen erschienen waren. -Der Beamtenrat fand sich in vielen Sitzungen zusammen und bereitete die An passung unserer gesamtenLogentätigkeit an die Verändert e n V e r h ä 11 n i s s e vor. ■ Erspärriisse ^uf all den Gebieten, die Ersparnisse zulassen, wurden vorgenommen und Vorschläge an die Loge vorbereitet, die unsere Beteiligung an der Hilfstätigkeit für allgemeine •- und jüdische .Zwecke in Aus9icht- .nahmen. Unser Hausverwaltungs-Ausschuß hat unter Leitung des verdienten Exvizegioßpräs. ßr. W r s 1 o c h die Ersparnisse angeordnet, welche den Einnahmeausfall, der uns durch die schwere Vermietbarkeit unserer Räume zu erwarten war, nach Tunlichkeit. begegnen sollte. Die erste ordentliche Arbeitssitzung vom 3. September konnte schon mit heißem Dank an unser Hees eröffnet werden, welches große Erfolge erstritten hatte und dem es gelungen war, im wesentlichen den Krieg vom deutschen Boden fern zu halten. Der Anregung-der hoehw. Großloge, eine* S'a Be.t tistik über die Brüder .an dem konnte, da hierz u da:;"N eiljgung unserer* F e 1 d z u g e aufzustellen, Material vorbereitet Vertretungen im Beam enrate notwendig, die Organisation der HüTistätigkeit der regung und unter V denten Br. J n s t i z r in dankenswerter .Weise voh stets hilfsbereiten Brüdern übeitnommen wurden. Inzwischen hatte sich war, —: "36 — auch eine zusammenfassende gesamten jüdischen Stadt Frankfurt auf Ano r s i t z unseres Expräsi- "iit Dr. 'Blau gebildet. Diesje Stelle, zu der auc h die Frankfurt-Loge herangezogen wurde, hat unt:r dem Namen „Zentrale für Jüdische Wohlfahrtspflege für 1914" das Hilfswerk für alle Schädigungen, die der Krieg über unsere -jüdische Gemeinschaft biachte, einheitlich zusammengefaßt und dadurch Ze-splitterung von Mitteln und alle Döppelarbeity die durch nicht organisierte Arbeit entsteht, verhindert, und, unterstützt durch zahlreiche Zuwendungen unserer jüdischen Bevölkerung, Großes geleistet Die Frankfurt-Loge hat deshalb beschlossen, zunächst dieser Stelle 3000 M. aus eigenen Mitteln zur Verfügung zu stellen, sie hat ferner der allgemeinen Kriegsfürsorge in Frankfurt a. M. 2000 M. überwiesen. Die Frarjkfu t-Loge hat ferner beschlossen, 300 Mk. dem Roteh Halbmond zu überweisen und eine große Sarrimltng von Kleidungsstücken zu veranstalten, die an Vertr ebene aus Oesterreich, Elsaß und Ostpreußen verteilt werden. Wir beschlossen außerdem, unser neu erworbenes Grundstück Eschersheimc rlandstr. 29 den Bedürfnissen des Tages dienstbar zu inachen, und in der Sitzung Womt 3-September würde der (Antrag des Ausschusses angenommen: „Die Frankfurt - Loge und die F r a u e n - Vereinigung der Frankfurt-Loge begründen und v u n t er h a I te.n für die Dauer des Krieges eine „Zufluchtsstätte für alleinstehende männliche Obdachlose" und richten für diesen Zweck das H; us Eschersheimerlandstr. 29 ein. Sie gewähren den Insassen freie Wohnung und freies Frühstück und stellen die Verwaltung der Heimstätte unter eine aus Mitgliedern der Loge urd der Fräuenvereinigung gewählte Kommissjon und Erhaltung erforderlichen willige Beiträge aufgebracht Die für die Einrichtung M ttel sollen durch fre ■werden. Die Verwaltupg wird^ von der Frankfurt-

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