Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 10 - Dezember
- Date
- 1914-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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und sie entsprechend ausgebaut. In seinem Kinderhort gewährt er täglich etwa 100 bedürftigen Schulkindern, ohne Unterschied der Konfession, ein warmes .Wittagessen und .nimmt ein anderes Hundert für den Nachmittag auf, wo ihnen Beaufsichtigung und die gewohnte Milch- und Weißbrotgabe geboten wird. In seinem Mädchenhort regen sich die fleißigen Hände um Wollstrümpfe, Müffchen und andere warme und notwendige Sachen anzufertigen. Auch zu der alten Mode des Charpiezupfens ist man wieder zurückgekehrt, denn auf Bitte eines Logenbruders, der ärztliche Dienste in einem Lazarett bei Dresden leistet, werden kleine Saugkissen aus Verbandmull mit Charpie gefüllt und ihm für die Verwundeten zur Verfügung gestellt. Die Logenschwestern gehen den Mädchen mit gutem Beispiel voran und durch die eifrige gemeinsame Arbeit könnte den Liebesgabentrans'porten nach Ost urtd West eine tüchtige Beisteuer geleistet werden. L'm aber den Besucherinnen des Heims auch in ihren besonderen, durch den Krieg entstandenen Nöten beizustehen, wurde eine Sprechstunde eingerichtet, damit sie sich dort Rat und Auskunft holen können. Die Arbeitslosigkeit ist der Feind, gegen den hier hauptsächlich anzukämpfen ist. Mit Beistand der Logenbrüder und durch Benutzung aller zu Gebote stehenden Hilfsquellen konnte häufig Hilfe geleistet werden. Ebenso wertvoll aber wie diese Hilfe ist der Einfluß, der in der Sprechstunde aufdie Mädchen ausgeübt werden kann, damit sie einsehen lernen, wie vorteilhaft es für sie sei, aus ungelernten Arbeiterinnen yele.-nte zu werden. Man versucht auf jede Art, sie zu veranlassen, die von verschiedenen Seiten gebotenen Lehrkurse in der jetztigen arbeitslosen Zeit zu benutzen, um so einen Weg für späteres besseres Fortkommen zu finden. Dann könnten auch diese schweren Sorgentage für manth junges Menschenkind noch zum Segen werden. **-./, J. S. Frauen-Verein der Amicftia-Loge, Posen. (Vors. Fr. Waltner ) Hierdurch erlaube ich mir Bericht zu erstatten über die Kriegsfürsorge-Tätigkeit unseres Frauen-Vereins. Wir haben uns dem Nat. Frauendienst angeschlossen, in welchem unser Logentrauenverein durch Frau Waltner und durch mich vertreten ist. AuJietdem arbeiten auch Schwestern und deren Töchter im Nat. Frauendienst und im Dienste des Roten Kreuzes. Aus unserm Vereinsvermögen haben wir sowohl dem Nat. Frauendienst, der Säuglingsfürsorge und der Synagogengemeinde für die Kriegsnotstandsfonds Spenden gegeben. Wir vereinen uns jeden Donnerstag Nachmittag in der Loge und stricken. Selbst die kleinen Mädchen kommen mit ihrem Strickzeug. Jede Woche können wir die dort gefertigten Wollsachen und die uns gespendeten Sachen an den Nat. Frauendienst und an den Magistrat senden; auch das Säuglingsheim bekam nützliche Sachen. Außerdem nähen wir Kissen, füllen dieselben mit Häcksel und spenden sie den Lazaretten, wo sie mit Dank angenommen werden. Am Sonntag Nachmittag stricken auch die schulentlassenen Mädchen in der Loge unter Aufsicht von Vorstands- und Hilfsdamen; es sind die jungen Mädchen aus Geschäften, welche in Friedenszeiten unsere Unterhaltungsabende besuchen. Bemerken möchte ich noch, daß unsere Institutionen, Nachhilfeunterricht und Jugendhort, weiter bestehen. Die Schulkinder arbeiteten täglich im Schulgarten, die gesammelte Ernte an Gemüse wurde ihneö zugeteilt, und wir hatten die Freude, von unserer reichen Tomatenernte 3 große Körbe an die Lazarettküche liefern zu können. Auf. diese Weise sind wir bemüht, unsere Kräfte in den Dienst des Vaterlands zu stellen. Seit dem 29. August führe ich in Ä>wesenheit der ersten Vorsitzenden, Frau Waltner, die Geschäfte des Vereins. leriny Leichtentritt. . m m ..' . 'i 1 '..I : Schwesternbund der Veritas-Loge, Zabrze , (Schriftführ. Louise Münzer). In dieser ernsten Zeit, in der jede unserer Schwestern das Verlangen^ hat, sich für unser teures Vaterland zu betätigen, haben wir, angeregt durch den Aufruf in der Septembernummer unserer Logenzeitung, in unserem Schwesternbund Näh- und Strickabende eingerichtet, an denen für unsere Tapferen im Felde warme Untersachen angefertigt werden. Die Aber.de, die sich einer regen Beteiligung erfreuen "und an denen sehr fleißig gearbeitet wird, werden hoffentlich auch einen engeren Zusammenschluß unserer Mitglieder herbeiführen und damit auch dem Grundgedanken unserer Schwesternblinde immer näher kommen. Die fertiggestellten Strümpfe, Leibbinden, Kopfschützer etc., zu denen der Verein das Material liefert, wollen wir dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen. Bemerken möchte ich noch, daß wir bereits bei Beginn des Krieges derselben Nationalen Wohifahrts- Einrichtung 100 M. für Kriegsfürsorge aus dem Fond' unseres Schwesterubundes überwiesen haben. Ferner gedachte unser Verein auch unserer bedrängten notleidenden Glaubensgenossen in Ostpreußen. Unsere — '160 —