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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-12-01 · Nr. 10 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 10 - Dezember
Date
1914-12-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Schwestern haben in mildtätiger Weise aus ihrem Wäsche- und Kleidervorrat reiche Spenden hergegeben, so daß wir in der Lage' waren, eine erhebliche Sendung an die Sammelstelle nach Königsberg, die würdige Kantloge, abzusenden. Unser Schwesternbund ist erst vor drei Jahren gegründet worden; wir haben nur geringe Mittel, aber was wir haben, und was wir leisten können, stellen wir der jetzigen hohen nationalen Sache zur Verfügung. >, Q ■ ' iL ', * Frauenverein der Berliner Logen. (Vors. Frau Minna Schwarz.) Das Mütter- und Kinderheim des Frauen - Vereins . der Berliner Logen U. O. B. B.,' R r u n n e n s t r. 41, ist nach Vollendung des Neubaues '/ vorkurcem in sein neues Heim übersiedelt. — Schöne, helle Räume mit allen hygienischen Erfordernissen stehen!!5 Müttern mit ihren Kindern zur Verfügung. Die große Not der Zeit, die sich auf allen Gebieten so bitterernst fühlbar macht, zwang auch uns, um den Anforderungen, die an uns um Aufnahme in unser Heim im besonderen von Frauen, die aus ihrer Heimat flüchten mußten, gestellt wurden, das neue Heim schon jetzt seiher Bestimmung zu übergeben. Von einer offiziellen Einweihungsfeier wurde in dieser Ernsten Zeit abgesehen. Der Frauen-Verein I, * / iner Logen behält sich vor, nach' Beendigung des Krieges seine Freunde und Gönner, alle Brüder und Schwestern, zur Besichtigung einzuladen. Bücherschau Caspari, Prof. Dr.: Die israelitischen Propheten. •Leipzig. 1914. Verlag von Quelle & Meyer. Preis geb. 1,25 M. 156 S. Als ein neuer Versuch zur Erklärung der Propheten Israels, ihrer zeitlichen Bedingtheit und ewigen Geltung, ihrer nationalen Bedeutung und welthistorischen Stellung bietet sich das Buch Casparis dar, über dessen einzelne Aufstellungen man "streiten kann, das aber im ganzen.als; eine hochinteressante, geistvolle Arbeit Annerkennung und beste Empfehlung verdient. Caspari steht auf dem Boden der Bibelkritik, der er aber als selbständiger und unabhängiger Forscher gegenübersteht. In fünf Kapiteln handelt der Veif. von dem volkstümlichen Prophetismus, von der Form des prophetischen Vortrags, den großen Persönlichkeiten des Individualprophetismus, der Geschichte der Entstehung der prophetischen Schriften und dem in diesen sich kundgebenden Geist. Man merkt den Ergebnissen auf Schritt und Tritt an, daß sie aus dem Vollen geschöpft, aus der Tiefe des Wissens heraufgeholt sind. Man mag sie annehmen oder im einzelnen ablehnen, immer sind sie von hohem Interesse und zwingen zu ernstem Nachdenken und zur 'Vertiefung in die erörterten Probleme. Die Schrift Casparis, trotzdem oder gerade weil sie streng wissenschaftlich gehalten und frei von jeder apologetischen Tendenz ist, bringt dem Leser die Ueberzeugung von der übermenschlichen Größe und Unvergleichlichkeit der israelitischen Propheten in geradezu zwingender Weise bei. Auch die sprachliche Form, in die der Reichtum an Gedanken und die Fülle des Inhalts gekleidet sind, verdient wegen der prägnanten Schärfe des Ausdrucks und Straffheit der Darstellung besondere Anerkennung. Dr. Holzer. Bamberger, Dr. Isaak: Jüdisch-geschichtliches Quartettspiel. Nürnberg. Verlag „Jüdischer Kinderfreund". Preis 1 Mark. Nach Schillers Meinung liegt „im kindischen Spiel oft hoher S nn". Das ist ein schönes Wort das aber leider nur seile l zutrifft. Es ist nicht jedem Kind gegeben, sinnreich zu spielen; daher ist es oft notwendig, daß der Erzieher ein wenig nachhilft, um in den „Unsinn" „Vernunft" zi bringen. Und je älter das Kind wird, um so mehr sollten die Eltern darauf Wert legen, auch das Spiel der Erziehung und der Belehrung dienstbar zu machen, selbstverständlich ohne Zwang und Aufdringlichkeit. So kann das Haus ohne Mühe der Schule hilfreiche Hand leisten. Das ist der „Sinn" der schon länger bekannten und bei heranwachsenden Kindern beliebten Quartettspiele, r Durch < ie häutige Nennung der in diesen Spielen vorkommen len Namen und Bezeichnungen prägen sich diese „spielend" unabsichtlich dem Geiste des .Kindes ein, ünd so ist ei i doppelter Zweck erreicht, Annehmlichkeit und Nutzen. — Es ist daher ein glücklicher Griff des Br. Dr. Bamberger, auch die jüdische Geschichte zü diesem Zweck heranzuziehen. In elf Quartetten hat er bedeutende Größen der jüdischen Literatur — ist doch unsere Geschichte mehr als irgend eine andere eine Geschichte des Geistes — und ihre Werke zusammengestellt, ein Unternehmen, das sicherlich geeignet ist, im anregenden Spiel Wißbegier zu erwecken und erworbenes Wissen einzuprägen. Warum auch sollten jüdische Knaben und Mädchen.— das Spiel ist für dis Alter von 12—15 Jahren berechnet — nicht an jüdischen Fest- und Feiertagen, wie in andern Mußestunden, auch jüdische Spiele treiben'-' Wir begrüßen daher diese Neu-Ers heinung und freuen uns auf die noch ver-' sprochei en weiteren Quartette aus verwandten Gebieten. Ganz be ionders hoffen wir auf Quartette aus der biblischen Geschict te und dem jüdisch-religiösen Leben, da diese Stoffe auch tür kleinere, noch spiellustigere- Kinder "geeignet sein dürften. So empfehlen wir das neue Spiel aufs beste. Frank urt a. M. J. B. L Ul —

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