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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-12-01 · Nr. 10 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 10 - Dezember
Date
1914-12-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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nung und durch den Ausdruck unserer aufrichtigen Dankbarkeit zu ermuntern und zu ehren, allen voran den Vorsitzenden und den Leiter des Kriegshilfsausschusses, die Brüder Maretzki und Eugen Caspary, unter deren Führung unser Kriegshilfsausschuß seine schwierige und erfolgreiche Tätigkeit entfaltet. Das zusammenfassende Bild der Gesamtleistungen unseres Kriegshilfsausschusses darf uns ohne Ueberhebung mit stolzer freudiger Genugtuung erfüllen. Verglichen mit den Leistungen andererVereinigungen und Organisationen ist die Wirksamkeit unserer Berliner Logen und unserer Logen des deutschen Distrikts überhaupt wahrhaft imposant zu nennen.- Aus dem Geiste unseres Ordens und seiner erhabenen Lehren heraus haben unsere Logen eine großzügige, reichhaltige, weitherzige und mannigfache Tätigkeit entwickelt, die ebensosehr die Kraft, die Stärke, die Leistungsfähigkeit unserer Logenorganisationen wie die hochherzige Gesinnung und Opferwilligkeit unserer Brüder und Schwestern ins hellste Licht rückt. Hoffen wir, daß unser Kriegshilfsausschuß bald wieder . zu einem Friedensausschuß werden kann. Möge es uns Bnei Briss vergönnt sein, unsere idealen Ordenszwecke und Ziele bald wieder aufnehmen zu können im Zeichen eines glorreichen, ruhmvollen Friedens. Mögen unsere ins Feld gezogenen Brüder und Angehörige glücklich hefrnkehren, geschmückt mit dem Lorbeer des Sieges! Solange aber die eiserne eherne Kriegsnot es gebietet und erforderlich macht, wollen wir weiter trachten, Wunden zu heilen, Elend zu lindern und soviel,wir nur. irgendwie vermögen, von ganzem Merzen und von ganzer Seele zu nützen, zu stützen und zu helfen. Auswärtige Logen. Aus Amerika. / XLIII. D^ß der. gewaltige Krieg, der Europa durchtobt, jenseits des Ozeans, im Mutterlande unseres Ordens, seinen Widerhall findet, zeigt uns ein Blick auf die beiden letzten Nummern unseres Bundesorgans, der „B'nai B'rith News". Der Orden, der Angehörige aller Kulturvölker umfaßt, befleißigt sich strengster Unparteilichkeit. Nichtsdestoweniger scheinen die Lügennachrichten der englischen Presse auf unser Bundesorgan suggestiv eingewirkt zu haben. Dieser Suggestion ist es zuzuschreiben, daß die „B'nai B'rith News" englische und amerikanische Zeitungsnotizen wiedergeben, nach denen für die russischen Juden nach dem Kriege eine „herrliche'- Zeit der Gleichberechtigung anbrechen werde. Durch die Aufklärungsarbeit in den neutralen Ländern, an der auch unser deutscher Distrikt beteiligt ist, wird das amerikanische Volk bald einsehen, auf wessen Seite das Recht ist, und auch unsere Ordenslejtung wird wissen, wem sie ihre Sympathien zuzuwenden habe. — Jedenfalls besinnt sie sich zunächst auf ihre Pflicht den durch den Krieg in Not und Elend geratenen Glaubensgenossen gegenüber. Am meisten scheinen unsere Glaubensbpider in Oesterreich (Galizien!) der Hilfe zu bedürfen, in deren Namen die Großloge ihres Distrikts ein dringendes Gesuch durch Vermittlung des österreichischen Botschafters und des österreichischen Konsuls in Chicago an unser hochw. Exekutiv-Komitee gerichtet hat Der Ordenspräsident hat daraufhin einen Aufruf an sämtliche Logen des Ordens — natürlich in erster Linie an die amerikanischen — gerichtet, der in die Aufförderung ausklang, sofort Geldmittel aufzubringen, und zwar möge jede Loge einen Betrag sammeln, welcher der Geldsumme entspricht, die bei Spendung von zehn Dollar durch jedes Mitglied einkäme. Die eingehenden Geldsummen sollen den Großpräsidenten des deutschen, österreichischen und türkischen Distrikts übermittelt werden. Das hochw. Exekutiv-Komitee eröffnete dieSpenden- Jiste mit 40000 Mark. Der Ordenspräsident, Br. Adolf Kraus, spendete 4000 Mark, denselben Betrag wie jede der beiden Chicagoer Logen, die Rarrmh- und die Hillel-Loge; einzelne Mitglieder haben 400 und S00 Mark gezeichnet. Die nächsten Nummern unserer Zeitung werden Spendenlisten bringen, die nicht nur von der Opferwilligkeit, der amerikanischen Brüder sondern zugleich von ihrer Anhänglichkeit an ihre öder ihrer Vorfahren alte Heimat Zeugnis ablegen werden. (Inzwischen sind bereits 70000Mark amerikanische Spenden bei Br. Timendorfer eingegangen, die gemäß den Bestimmungen des Br. Kraus Verwendung finden sollen-. ' Das Red.-Kom.) Aus England ist bisher noch kein Hilferuf an die Ordensleitung ergangen, obwohl den dortigen Logen, der London-Loge und der Gaster-Loge (Manchester), mit der Unterbringung der belgischen

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